Arktis, Grau ist das neue Pink!, Island, Nachtfotografie, Praktisches & Tipps, Reisegeschichten

Wie Polarlichter wirklich aussehen {Island}

25. März 2015
Wie sehen Polarlichter aus? Nordlicht grün-lila

Dass ich bei meinen ersten Polarlichtern in der Arktis nicht gleich vor lauter Glück in Tränen ausbrechen würde, das wusste ich schon vorher. Nur sehr starke Polarlichter lassen einen annähern das Farbspektakel am Himmel sehen, wie wir das auf tausenden Fotos gerade in diesen Tagen vorgesetzt bekommen. Dass die allerdings so… GRAU sein können, DAS hat mir vorher niemand gesagt! Und deshalb schreibe ich diesen Post und verpetze mal das ganze Wunder: SO sehen Polarlichter nämlich in Wirklichkeit aus – jedenfalls in Island.

Achtung: Dieser Artikel birgt Entzauberungsgefahr! Zartbesaitete Gemüter und Elfengläubige sollten daher vom Lesen absehen!

Polarlichter in Island

Alle schwärmen von Polarlichtern, oder Nordlichtern, ich auch. Wobei Nordlichter natürlich immer nur die Aurora Borealis meinen, also die nördlichen Polarlichter. Grundsätzlich gibt es natürlich auch Südlichter, die Aurora Australis, aber die sind sehr viel schwieriger einzufangen.
Einfacher ist das also im Norden. In Island hatten wir das Glück, mehrere Nächte lang hintereinander Polarlichter zu haben, wenn auch keine sehr starken und in einigen Nächten mit so vielen Wolken, dass es sich nicht gelohnt hätte, eine längere Fotosession zu machen. Trotzdem bin ich alle zwei Stunden aufgewacht und habe einen Blick aus unserer Holzhütte geworfen – man weiß ja nie.

Schwache Polarlichter ergeben auf dem Foto häufig nur einen Grünmatsch, erst bei Stärkeren sind schöne Konturen zu erkennen. Auch sind die Lichter bei uns nur sehr langsam „gewabert“, nur einmal „flitzten“ die Dinger über den Himmel – das sah dann wirklich ziemlich witzig aus, so als würden sie über den Himmel tanzen.

Beste Reisezeit für Polarlichter in Island

Die beste Reisezeit für Polarlichter in Island ist natürlich der Winter, logisch. Da zaubert der große Manitu erstens mehr von den hübschen Dingern an den Himmel, zweitens ist es auch noch dunkler, so dass die Chance sie zu sehen größer ist. Interessanterweise sind übrigens der Oktober und März (bis in den April) die bessere Zeit für Polarlichter-Sichtungen als zum Beispiel der Dezember und Januar. Warum das so ist, ist anscheinend noch nicht abschließend geklärt.

Eine gute Seite für den Forecast, die auch viel über Polarlicht-Aktivitäten erklärt, ist die Seite Aurora-Forecast.

Einen ganz ausführlichen Artikel über Reisetipps für Island findest Du hier:

Wie man einen Nachthimmel fotografiert habe ich hier beschrieben:

So sehen Polarlichter „wirklich“ aus

Das „wirklich“ habe ich in Anführungsstriche gesetzt, weil es keine klaren Aussagen darüber geben kann, denn jedes Auge sieht anders, dazu unten mehr. Bei mir jedenfalls waren die Dinger doch echt grau, lustigerweise getreu meinem Motto „Grau ist das neue Pink!“. Ich bin anscheinend wie manch andere Menschen nicht in der Lage, die Farben der Polarlichter zu sehen, lediglich einmal habe ich mir einen leicht grünen Schimmer eingebildet. Die Kamera hingegen fängt erstaunlicherweise diese krassen Farben ein – ein Mysterium… was ich gleich mal ergoogeln musste.
Da mich die Frage erreichte, wie Polarlichter nun aussehen und ob die gängigen Bilder alle gefotoshoppt seien oder an der Sättigung gedreht wurde: Eher nein, im Einzelfall mag das sein, in der Regel dürfte das nicht notwendig sein.

Hier habe ich also mal dreierlei Vergleich von meinen Island-Polarlichter-Bildern erstellt:
Jeweils links ist ungefähr abgebildet, was ich sehe. Ich bin übrigens etwas nachtblind, daher ist das auch so dunkel. In der Mitte ist das Original, was aus meiner Kamera rausgekommen ist, mit ca. 15 Sekunden Belichtung bei Blende 2,8 aufgenommen und einer 18er Brennweite. Rechts dann mein bearbeitetes Bild. Hier habe ich lediglich die Belichtung und das Rauschverhalten angepasst, also keinerlei Sättigung hochgedreht.

Polarlichter in Island - So sehen sie wirklich aus - Fotocollage

Polarlichter in Island: So sehen sie wirklich aus – ein Vergleich von Realitäten

 

Meine Tipps zum Fotografieren für Polarlichter sind im Grunde die gleichen wie bei der Sternenfotografie. Diese inklusive Hinweise zum Equipment findest Du hier:

Die individuelle Wahrnehmung von Polarlichtern hängt vom Auge ab

Farbe ist eine Empfindungsgröße.
Gerade in der Dunkelheit nehmen wir Farben individuell sehr verschieden wahr, das hängt jeweils von den Lichtsinneszellen ab. Die Wahrnehmung von Farbe ist an den so genannten Farbreiz gebunden, der Reizung der Netzhaut, wenn Licht darauf trifft.

Im Auge wird das Licht von Photorezeptoren, den Stäbchen und Zapfen absorbiert und im Hirn weiterverarbeitet, vereinfacht gesagt. Stäbchen sind für die Wahrnehmung im Dämmerlicht und im Dunklen wichtig, die Zapfen reagieren auf verschiedene Wellenlängen, also Farbbereiche. Es gibt verschiedene Zapfen, diese vermitteln die empfangenen Signale an das Gehirn, wo es in „Farbempfindung“ umgewandelt wird. Ihr seht, eine höchst komplexe Angelegenheit.
Soweit ich verstanden habe, ist das Zusammenspiel von (individuellen) Stäbchen und Zapfen der Grund, die Farbwahrnehmung individuell stärker variiert, je dunkler es ist. Damit wird auch klar, dass meine schlechte Wahrnehmung im Dunkeln eine Auswirkung auf meine schlechte Farbwahrnehmung im Dunkeln hat und weshalb die Farben in der Kamera vorhanden sind: Dort ist das Bild ja hell, ich habe ja lange belichtet.

Ich hoffe, eines Tages mal sehr starke Polarlichter zu sehen, vielleicht leuchten die dann ja auch für mich bunt. Bis dahin seh ich mir die Dinger lieber in meiner Kamera an. ;)

Polarlicht / Nordlicht in Island in grün und magenta

Wunderschönes grün.

Polarlicht / Nordlicht in Island in lila und grün

Polarlichter in Island. Am Schönsten: Die Sterne dazwischen

Weiterlesen:

48 Kommentare

  • Reply Leseelch 20. Juli 2016 at 10:40

    Hallo Inka, ich bin durch Zufall auf deinen Blog und deinen Artikel zur Polarlichtfotografie gestoßen. Super, dass mal jemand die Realität darstellt. Die vielen extrem nachbearbeiteten Fotos im Internet führen sicher bei Vielen, die Polarlichter das erste Mal erleben, zu einer großen Enttäuschnung. Dabei ist die Sichtung von Polarlichtern so oder so ein unglaubliches Erlebnis und bedarf eigentlich keiner Nachbearbeitung.

  • Reply Nordlichter in Island: Alles was du wissen musst 13. Mai 2016 at 8:44

    […] wie die Nordlichtbilder die du aus dem Internet kennst. Darum geht es auch nicht, finde ich. Inka hat das auch nochmal sehr schön […]

    • Reply Kai 15. Juli 2016 at 11:17

      Hallo Inka, die Erklärung wie wir mit dem menschlichen Auge die Polarlichter sehen ist sehr gut und kann es aus eigener Erfahrung bestätigen. Anhand der Bilder ist das ganze noch einmal sehr gut dargestellt. Sicherlich kann er eine oder andere Nachts mehr erkennen, so habe ich die Polarlichter früher wie meine Frau gesehen. Wenn die Polarlichter stärker sind, kann man auch deutlich verschiedene Farben erkennen, aber ein guter Foto bleibt uns weit überlegen. Danke für den tollen Beitrag. Gruß Kai

  • Reply Diana 29. April 2016 at 11:12

    Ich kann deine Beobachtung nicht bestätigen und finde es schade, dass du auf Grund deiner Beobachtung diese grundsätzliche Aussage triffst. Ich bin bereits dreimal im Winter auf Island gewesen und habe wunderschöne hellgrüne bis rosafarbene Nordlichter gesehen. Sicher ist eine klare Sicht, Neumond und eine hohe Aurora Aktivität von Nöten, aber man kann sehr wohl großartige Nordlichter sehen. Wer allerdings eine Reise machen möchte, nur um Nordlichter zu sehen, sollte nach Norwegen oder Finnland fahren. Dort sind sie am intensivsten zu sehen. Selbst in Grönland bot sich mir nicht annähernd so eine großartige Sicht.
    Vielleicht bist du irgendwann mal wieder auf Island und hast mehr Glück.

    • inka cee
      Reply inka cee 29. April 2016 at 11:16

      Hallo Diana,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Vielleicht liest Du aber meinen Artikel nochmal, ich habe eben keine allgemeingültigen Aussagen gemacht, außer, dass keine allgemeingültigen Aussagen gemacht werden können, denn „jedes Auge sieht anders“ (das steht da wortwörtlich so drin). Deshalb habe ich erstens geschrieben, was ich beobachtet habe und zweitens, was meine Mitstreiter gesehen haben und drittens, was die wissenschaftliche Erklärung für die verschiedene Farbwahrnehmung ist. ;)
      Und ich denke, Island eignet sich hervorragend zum Nordlichter sehen.
      Beste Grüße
      /inka

  • Reply Dennis 16. März 2016 at 13:20

    Also ich kann deine Beobachtungen nicht bestätigen. Ich komme grad von einer Polarlichtreise aus Tromsö, Norwegen zurück und ich habe tanzende, helle grüne (und auch ein wenig rote) Lichter gesehen. Auf Bildern mit Langzeitbelichtung ist die Helligkeit und Farbintensität noch stärker, aber das ist ja klar, das erwarte ich auch. Vielleicht hattest Du bisher einfach nur das Pech noch keine ausreichend starken Lichter erfahren zu dürfen. Ich kannte die ganzen (photoshop-aufgepimpten) Bilder und war dennoch positiv überrascht vom Live-Erlebnis. Das war ein großes Tanzfest der Lichter :) Ich werde definitiv nochmal auf die Aurora-Jagd gehen!

    • inka cee
      Reply inka cee 17. März 2016 at 8:32

      Ah, Dankeschön für Deinen Kommentar Dennis! Dann kann ich also tatsächlich noch hoffen, dass auch ich eines Tages mal farbige Lichter sehen werde, das wäre schön und ich habe die Hoffnung ja auch nicht ganz aufgegeben! :) So farbig wie andere werde ich sie aber wohl nicht sehen, das war ja bei uns schon in der Gruppe unterschiedlich. Wie gesagt, es hängt auch vom individuellen Auge ab. Aber ich spiele mit dem Gedanken, die Lichter mal in Svalbard zu beobachten, das wäre echt klasse.
      Danke und viele Grüße
      /inka

    • Reply Diana 29. April 2016 at 11:15

      Hallo Dennis,
      die Vorraussetzungen für die Nordlichtsicht sind in Norwegen ganz anders. Da kann man sie tatsächlich deutlich intensiver und besser sehen. Allerdings hatte ich auch deutlich mehr Glück auf Island, als im Blog beschrieben. Die Lichter waren toll.
      Diana

      • inka cee
        Reply inka cee 29. April 2016 at 11:25

        Hallo Diana,
        diese Aussage halte ich – sorry – für ziemlichen Blödsinn. ;) Die Erscheinungungen sind nunmal je nach Intensität der Sonnenwinde und der entsprechend vorherrschenden Wetterbedingungen gut oder weniger gut sichtbar Und das kann sowohl in Norwegen wie in Island der Fall sein. Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege und es anderweitige Untersuchungen gibt.
        Grüße
        /inka

  • Reply Geertje 15. Januar 2016 at 15:25

    Liebe Inka, vielen Dank für die „Aufklärung“, bei mir war es so, dass ich später, als ich Nordlichter zum zweiten und dritten Male gesehen habe, schon bei einem grünlichen Schimmer eine Ahnung davon bekam, dass mehr kommen könnte oder dass es sich mit einer langen Belichtungszeit lohnt , sie zu fotografieren, weil auf dem Foto dann mehr zu sehen sein würde, als das Auge wahrnimmt. Zur Zeit experimentiere ich mit einem Vixen Polaris. Ich versuche Nordlichter und Sterne zu fotografieren. Das Gerät führt die Erddrehung nach. Hier ein paar Artikel zu meinen Nordlichtsichtungen in Skandinavien: http://www.nordicfamily.de//?s=Nordlichter

    • inka cee
      Reply inka cee 20. Januar 2016 at 12:02

      Aahh, dann kann ich noch hoffen, dass ich mal bei stärkeren Lichtern selbst ein bisschen Farbe sehe – das wäre toll!
      Danke Dir für die Ergänzung!
      LG /inka

  • Reply Katrin 20. November 2015 at 9:34

    Wow, interessant, einmal über die unterschiedlichen Wahrnehmungen zu lesen. Die werden wohl nirgendwo deutlicher als wenn man die Nordlichter betrachtet. Mag vielleicht auch am Himmel, dem Tag und Glück liegen, wie sich die Polarlichter gerade bemerkbar machen. Ich möchte sie nach wie vor live sehen, werde aber nicht mit zu großen Erwartungen heran gehen.

  • Reply Sabine 26. Oktober 2015 at 16:30

    Na super! Liebe Inka, da bin ich jetzt aber wirklich froh, daß Du uns mal so schön vorführst, was wirklich Sache ist. Ich unternehme demnächst eine Polarlichtreise und kann schon mal meinen „expectation-management-generator“ einschalten! Liebe Grüße, Sabine

    • inka cee
      Reply inka cee 28. Oktober 2015 at 10:18

      „Expectation Management Generater“ ist gut, das muss ich mir merken! :D
      Ja, vielleicht ein bisschen traurig. Aber ich möchte sie dennoch unbedingt noch einmal sehen weil ich gespannt wäre, ob ich mal die Farben sehen kann. Und ich freu mich schon auf Deinen Artikel und wünsch Dir viel Glück bei der Jadg! ;)
      Liebe Grüße
      /inka

  • Reply Andi 26. Oktober 2015 at 10:46

    Ganz ehrlich, so ging es uns auch. Wir hatten zwar nicht wirklich helles Polarlicht, aber hatten eben auch nur diesen einen Tag, wo wenigstens Stufe 3 vorhergesagt war. Irgendwann vernimmt man was, stellt die Kamera auf und ist überrascht, dass die einem nach 30 Sekunden plötzlich grüne Polarlichter präsentiert. Da wir es beide nur weiß/grau gesehen haben, gehe ich davon aus, dass wir entweder beide die Lichter nicht wirklich wahrnehmen können oder eben einfach nicht mehr sehen konnten. Irgendwann mal wird es aber klappen!

    • inka cee
      Reply inka cee 28. Oktober 2015 at 10:21

      Ha! Dann bin ich nicht die einzige, wie gut! :)
      Vielleicht waren Eure ja auch wirklich nur zu schwach. Ich ghee jetzt davon aus, auch wegen dem, was meine drei Mitreisenden geschildert haben, dass es für jeden eine Art Hellichkeitsgrenze gibt, ab der er die Farben sehen kann. Bei mir müsste es eben heller sein, bei den anderen haben teils auch dunklere gereicht. Also jaa, einfach nochmal probieren und irgendwann sehen wir dann hoffentlich helle, bunte Lichter! :)
      Danke & VG
      /inka

  • Reply In acht Tagen um die Insel - Island entdecken entlang der Ringstraße - Teilzeitreisender.de 27. Juli 2015 at 18:15

    […] Inka hat viele tolle Beiträge zum Thema Island, und hat verraten, wie Polarlichter wirklich aussehen […]

  • Reply Monatsrückblick März 2015 - Gipfelglück 31. März 2015 at 7:01

    […] ent-zaubert die Polarlichter in Island, ein […]

  • Reply Synke 28. März 2015 at 9:05

    Wieder mal herrlich ehrlich Inka und schön illustriert. Schade das du sie so garnicht wahrnehmen konntest.

    Genau solche Sachen habe ich auch gelesen bevor ich sie das erste Mal sah. Man könne sie kaum wahrnehmen. Ein grauer Schleicher der dann erst in der Kamera mit Langzeitbelichtung zu den Polarlichtern wird. Meine Realität war ein wirklich sehr farbfrohes Spiel am Nachthimmel. Das grün war so kanllig, das es jedes Foto übertraf das ich bis dahin gesehen habe.

    Letztendlich habe am Tag meiner zweiten Sichtung, die sehr intensiven nur gesehen. Als ich mein Stativ und die Kamera endlich fertig hat, war sie im Vergleich wesentlich schwacher….aber meine Out-of-Kamera Fotos sind trotzdem viel intersiver als deine Beispiele. Ich will sagen. Kinder es gibt Hoffnung!

    Keins meiner Fotos kam auch nur im entferntesten an die wundervolle Realität ran, vorallem an dem Abend als sie nur so über den Himmel tanzen ;)

    • inka cee
      Reply inka cee 28. März 2015 at 14:39

      Danke Synke, das GIBT Hoffnung! :)
      (Und ich drücke die Daumen, dass es nicht nur Deien besonders begabten Zäpfchen zu verdanken war… ;))
      LG /inka

  • Reply Andy, Miri und Skar 27. März 2015 at 22:21

    Wieder mal ein großartiger Artikel! Eines Tages werden wir sie auch noch sehen- schnurzegal ob grau oder grün! ;) LG

  • Reply Neni 27. März 2015 at 18:30

    Oh neeeein! :D

    Auch wenn ich jetzt traurig bin, ein toller informativer Beitrag.

    • inka cee
      Reply inka cee 27. März 2015 at 19:50

      Oh neiiiiin, das wollte ich nicht! Ich wollte weder jemanden traurig machen noch einen informativen Beitrag schreiben, eigentlich sollte er ein bisschen lustig sein. Hm, aber Elfen entzaubern ist wohl irgendwie nie so richtig lustig.
      Ok, das nächste Mal mache ich es irgendwie besser.
      LG /inka

  • Reply Eva 27. März 2015 at 10:45

    Echt jetzt? Alles Fake da draußen?! Die Welt ist doch ein schlechter Ort und ich falle immer drauf rein ;-) Aber zumindest kann ich mir nun einreden auch schon Polarlichter in Island gesehen zu haben. Ich habe den grauen Schleier nur nicht ernst genommen und als „Wolkenband“ identifiziert.

    • inka cee
      Reply inka cee 27. März 2015 at 19:50

      Hahahaha *lol* Das finde ich jetzt wirklich witzig. :D

  • Reply Aqually 27. März 2015 at 9:19

    Wieso, das ist doch Absicht und so gewollt. Das sind doch Geister und Trolle, die über uns herumschweben und uns heimlich auf die Finger gucken und das können nur ganz ausgewählte Personen richtig sehen. Und die Trolle lachen sich jetzt bestimmt kaputt, dass es Menschen gibt, die so alberne Hilfsmittel wie Kameraobjektive zu Hilfe nehmen, um dies zu umgehen. Stäbchen und Zapfen, pah, alles dummer Aberglaube. Ich bin auch so sehr empfänglich für das Sehen von Grün und verstehe überhaupt nicht wieso ich immer wieder vor schimpfenden Busfahrern stehe … ich sehe wunderbares Grün! ;-)

    *kleinealbernheitzumfreitag*

    Ein schönes grünes Wochenende
    Aqually (die es liebt bunte Sachen am Himmel zu sehen)

    • inka cee
      Reply inka cee 27. März 2015 at 19:52

      Du liegst absolut falsch, meine Liebe, wenn das nämlich so wäre, dann KANN das gar nicht sein, dass ausgerechnet ICH die nicht sehe!
      Ich feile jetzt noch an meiner Theorie und präsentiere die.., äh… beizeiten!

  • Reply Silja 26. März 2015 at 20:47

    Ein Hoch auf meine Augen, würde ich mal sagen. Vielleicht lag es daran, dass ich sie immer dann gesehen habe, wenn ich vor wenigen Minuten das Haus verlassen hatte, oder meine Augen mit Licht „anders umgehen“, aber ich habe die Polarlichter immer in etwa so gesehen, wie du sie auf deiner Kamera. Auf mich wirkten sie immer ein wenig wie ein tanzender Regenbogen bei Nacht. Und bisher habe ich sie auch nur in Island gesehen.
    Leider, leider hatte ich nie eine Kamera zur Hand, wenn ich Nordlichter gesehen habe und konnte sie nicht einfangen.

    Liebe Grüße,
    Silja

    • inka cee
      Reply inka cee 27. März 2015 at 19:54

      Frechheit! Also erstens: Wenn Du mir nicht Deine Augen leihst, glaube ich Dir das selbstverständlich nie und nimmer! „Tanzende Regenbogen“… tsss… gibbet ja nich…!
      Und zweitens, weißt ja: „Pics or it didn’t happen!“ :P

      • Reply Silja 27. März 2015 at 22:21

        Ich glaube, das wäre etwas fies. Da hätten wir beide nichts von ;D Und wenn es Einhörner in Island gibt, dann ja wohl auch tanzende Regenbogen bei Nacht. Tz.

        Ja, der Beweis fehlt mir leider, aber einmal haben sie nur 5min angedauert und ehe ich meine Kamera hatte, waren sie wieder weg. Beim zweiten Mal saß ich im Auto und hatte keine Kamera dabei und beim 3. und letzten Mal hat es geschneit und das hat meine Kamera nicht gepackt. Welch ein Pech. Allerdings hielten sie beim letzten Mal eine Stunde an. Das war der absolute Wahnsinn.

  • Reply Stefanie Schwarz 26. März 2015 at 19:28

    Danke für deinen ehrlichen Bericht! Sowas find ich immer sehr erfrischend :)
    Wir waren damals in Lappland auch enttäuscht, wir hatten sowieso ein schlechtes Borealis-Jahr erwischt und es war dauernd bewölkt. Nur ein Mal sahen wir einen fahl-grünen Streifen und dachten: Öh, das war’s jetzt?!

    • inka cee
      Reply inka cee 27. März 2015 at 19:56

      Haha, dann hängt das wohl schwer von der Erwartungshaltung ab. Ich habe mir für Island tagelang fiese Regenschauer und dunkelgraues Wolkenwetter vorgestellt und weder mit #SoFi noch mit Polarlichtern gerechnet. Dass wir nun feinstes Allwetter hatten mit Sonnenschein, Sofi und drei Nächten Polarlichter… also auch, wenn die grau waren… mich hat’s trotzdem beeindruckt. :)
      Dank Dir und liebe Grüße
      /inka

  • Reply Thomas 26. März 2015 at 14:03

    Hallo Inka,
    ich hatte das schon mal gelesen, dass sie eher gräulich sind und deine Bildvergleiche haben das hervorragend gezeigt. Und dann kam noch eine Auffrischung des Wissens von damals in der Schule mit Stäbchen und Zäpfchen.
    Ich denke mir würde es sicher sehr viel Spass machen, mit der Kamera die Polarlichter dann einzufangen. Egal wie intensiv ich sie persönlich sehen würde (kann mir ja danach die Bilder von der Kamera ansehen …).
    Lg Thomas

    • inka cee
      Reply inka cee 27. März 2015 at 19:57

      Auf jeden Fall Thomas! Allein, abzuknipsen und dann gespannt zu warten, was für ein Bild und welche Farben aus der Kamera kommen, während die Digner sich über einem verändern… also das lohnt auf jeden Fall! :)
      Danke & LG
      /inka

  • Reply Planet Hibbel 26. März 2015 at 12:44

    Ich lese jetzt einfach gar nicht mehr weiter, halt mir die Ohren zu und bestehe darauf das meine Augen ganz besonders toll alle Farbenpigmente die es gibt, erfassen können. ;) Polarlichter…..nachdem ich im Fram Museum in Oslo mal die Illumination davon gesehen habe, dachte ich die sehen IMMER so galaktisch aus. Also red mir das bloss nicht schlecht. ;) Tzzz. GlG, Nadine

    • inka cee
      Reply inka cee 26. März 2015 at 14:00

      Am Besten probierst du es aus und beweist das Gegenteil! ;)

  • Reply Lara 26. März 2015 at 11:43

    Du hast es ja schon angesprochen, das Verhältnis zwischen Zapfen und Stäbchen, aber ich möchte das ganze noch gerne konkretisieren, um wirklich zu verdeutlichen, wieso die Polarlichter für unser Auge so farblos und duster aussehen.
    Wie du schon sagtest, sehen wir im Dämmerlicht/Dunklen mit den Stäbchen. Diese enthalten keine Photorezeptoren für Wellenlängen in den Bereichen, in denen wir Farbe wahrnehmen. Bedeutet also: schwarz-weiß-Sehen. Punkt.
    Dass wir natürlich dennoch Farbe wahrnehmen können, beispielsweise eine grüne von einer roten Ampel bei Nacht unterscheiden oder die Bremslichter der Autos erkennen können, liegt daran, dass die Intensität dieser Lichtquellen ausreicht, um die Zapfen anzusprechen, sodass diese mitaktiviert werden.
    Dadurch lässt sich übrigens auch der Spruch „Nachts sind alle Katzen grau“ erklären.
    Die Polarlichter haben einfach nicht genug Lichtintensität, um unsere Zapfen anzusprechen und die Farbwahrnehmung aktivieren zu lassen, um es flapsig auszudrücken.
    Unsere Kameras hingegen sind glücklicherweise etwas anders konstruiert als unsere Augen :)

    • inka cee
      Reply inka cee 26. März 2015 at 13:12

      Großartig, auf meine wunderbaren LeserInnen ist Verlass! Ich hatte gehofft, dass hier jemand das mit mehr Wissen noch mal vernünftig erklären kann. Ganz lieben Dank Lara! :) Das bedeutet dann schon auch, dass meine „Nachtblindheit“ mit der anscheinend größeren Schwierigkeit, Farben zu erkennen, zu tun hat, habe ich das korrekt abgeleitet?
      VG /inka

  • Reply Larissa//No Robots Magazine 26. März 2015 at 9:54

    Das wusste ich auch nicht! Ich möchte sie trotzdem gerne sehen … allein schon, weil ich so gerne mal nach Island oder Nord-Skandinavien reisen möchte. :)

    • inka cee
      Reply inka cee 26. März 2015 at 14:02

      Das ist es auf jeden Fall auch trotzdem wert, man erkennt ja dennoch, egal, wie farbblind man da sein mag, dass das Nordlichter sind, und alleine das ist schon krass. Und Island ist sowieso eine Reise wert, also immer hin da. :)
      LG /inka

  • Reply Janett 26. März 2015 at 8:51

    Inka… Heul ! Menno.. Du hast den Mythos für mich entzaubert. Das geht so nicht ! Wenn du mir jetzt noch sagst, das am Ende eines jeden Regenbogen KEIN Topf mit Gold steht, dann weiss ich nicht wie ich die kommenden Jahre überstehen kann.

    Vielleicht ist einfach das Farbspektrum nicht gut für dich. Vielleicht stehen dir ja die lila Nordlichter mehr ?

    • inka cee
      Reply inka cee 26. März 2015 at 14:01

      Lila gab’s ja auch, und die hat leider von uns Fünfen gar niemand sehen können. ;) Arme Janett, wie kann ich das wieder gutmachen? Magste ein Einhorn haben?
      LG /inka

  • Reply Mathias von UNDERWAYGS 25. März 2015 at 19:20

    Toller Artikel, Inka Cee!

    Ich hatte leider noch keine Möglichkeit Polarlichter live zu sehen oder zu fotografieren, aber sie faszinieren mich immer wieder. Ein Trip nach Norwegen oder Island steht schon auf meiner Bucket-List und dank Photoshop wird es dann bestimmt auch entsprechend spektakulär aussehen :-)

    Viele Grüße
    Mathias

    • inka cee
      Reply inka cee 25. März 2015 at 21:28

      Ich danke Dir wegen Deiner Frage beim letzten Artikel! Deshalb bin ich überhaupt erst drauf gekommen, das mal so nebeneinander zu stellen. :)
      Aber äh, wie oben beschrieben, Photoshop braucht man dazu eher nicht. ;)

  • Reply Manuela 25. März 2015 at 18:02

    War bei dir jemand dabei, der sie ‚grüner‘ gesehen hat? Bei mir waren die Lichter, bis auf zwei größere Spektatkel, auch immer sehr grau bzw. teilweise gar nicht zu sehen. Ich habe einfach immer die Kamera drauf gehalten und erst dann gemerkt, dass sich da was am Himmel verbirgt :-)

    Meine Eltern wollten am liebsten auch direkt los, aber beide fotografieren nicht – deswg. habe ich sie lieber mal vorgewarnt. Ich denke, dass die Enttäuschung bei einigen schon groß ist ;-)

    LG
    Manuela

    PS: Irgendwann schaffe ich es bestimmt auch mal meine Bilder online zu stellen :o)

    • inka cee
      Reply inka cee 25. März 2015 at 18:18

      Achja, das hab ich vergessen zu erwähnen: Ja, die anderen haben sie anscheinend grüner gesehen. Also überhaupt grünlich bis grün. Ich weiß, auf meinen Wahrnehmungsfotos schimmert das noch grünlich, ich wollte nur nicht die komplette Sättigung rausnehmen, das sah irgendwie auch nicht „echt“ aus. ;) Und ja, stell sie mal online!
      Meine Enttäuschung hielt sich übrigens in Grenzen. Ich bin mir sicher, dass ich bei starkem Licht die Farben sehen könnte, weil ich ja mal solche Lichter in Berlin gesehen habe. Und Ob nun Polarlichter oder nicht: Island ist immer schön und ein klarer Himmel erst Recht und die Fotos fand ich nu auch ganz nett. Also schmälerte das nicht die Begeisterung.
      LG
      /inka

      • Reply Manuela 26. März 2015 at 13:58

        So soll das sein :)

        VG
        Manuela

    • hauke
      Reply hauke 25. März 2015 at 23:32

      Ich gebe als Augenzeuge mal meinen Senf dazu: Ja, für mich waren sie leicht grünlich, allerdings vorzugsweise dann wenn ich gerade frisch aus der Hütte kam. Das Glühlampenlicht ist ja sehr rötlich, ich vermute mal dass das Auge dagegen „ankämpft“ und dann empfänglicher für das Sehen von Grüntönen ist.

      /hauke

    Kritik? Schmeicheleinheit? Einfach Senf? Her damit!