Der Spreewald ist touristisch beliebt, seitdem Fontane im Jahr 1859 von ihm schwärmte. Alsbald machten sich vor allem Berlinerinnen und Berliner auf den Weg, die eintägige Fahrt mit der Kusche zu bewältigen, um die hübschen, verzierten Holzhäuser, die urigen Bräuche und natürlich im besonderen die geheimnisvollen Fließe kennen zu lernen, die Fontane einzigartig nannte.

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Spreewald im Winter

Der Spreewald im Winterschlaf

Der Spreewald, der Mensch und der Tourismus

Schon wenige Jahre nach Fontanes Reise durch Brandenburg hatte der Besucherstrom im Spreewald so zugenommen, dass es sich für die Berliner Ausflugsschiffahrt lohnte, mit Dampfern über die alte Dahme hinunter nach Märkisch-Buchholz zu fahren, wo die Schaulustigen in jene Spreewaldkähne umgeladen wurden, die zuvor nur Waren und Bewohner*innen von A nach B gebracht hatten und nun den Besuchern kurzweilige Touren durch die Fließe anboten.

Seit jener Zeit ist der Spreewald ein typisches Sommerziel, verlangt jedoch heute von den Touristen einiges ab, wenn sich die Gurkenbuden aufreihen wie Möwen beim Heringfang und man auf den Einstieg in einen Kahn teils warten muss. Der Wintertourismus läuft nur langsam an, dabei ist der Spreewald im Winter ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber*innen und Genießer.

Kahnfahrt im Spreewald im Winter

Alles bereit für eine winterliche Kahnfahrt

Und natürlich hat sich auch einiges verändert: Der Nordumfluter verhindert seit den 80er Jahren die typischen Überschwemmungen, die für Flora und Fauna eigentlich so wichtig sind. Straßen wurden gebaut, Kähne sind also nicht mehr notwendig für den Transport, jedoch umso mehr für den Tourismus, denn ohne ihn würde der Spreewald nicht erhalten können, was er ist: Eine eigene Kulturlandschaft mit besonderen Bewohnern.

Seit 1990 ist der Spreewald ein Biosphärenreservat mit unterschiedlichen Zonen. Bei einer Kulturlandschaft ist es nicht einfach, einen ausgewogenen Weg zwischen Schutz der Natur und Erhaltung der menschengemachten Landschaft zu gehen, deshalb werden diese manchmal recht gegensätzlichen Bedürfnisse ständig diskutiert. Ein Umstand, weshalb ich diese Region äußerst spannend finde.

Wie der Spreewald wohl einmal früher gewesen ist, kann man erahnen, wenn man im Winter kommt. Dann sind die Besucher zu einer überschaubaren Anzahl geschrumpft, viele Läden geschlossen, und die stillen, dunkeltürkisfarbenen Fließe, in denen sich die Bäume ins unendliche spiegeln, muten geradezu magisch an.

Gespiegelte Bäume im Wasser

Diese Ansicht hat mir damals die Sprache verschlagen – so schön.

Oben links einmal das Menü aufklappen, dann werden die hier genannten Orte sichtbar.

Lübbenau

Vor meinem ersten Besuch saß ich recht ratlos über der Landkarte und entschied mich dann, nach Lübbenau zu fahren und die kleine bekannte Wanderung zur Wotschowska zu machen. Eine gute Entscheidung!

Lübbenau ist mit seinen rund 17.000 Bewohnern der größte Ort des Spreewaldes und praktischerweise direkt an die Bahn angeschlossen – für mich Auto- und Führerscheinlose ein wichtiger Faktor und auch ein Grund, weshalb Lübbenau ein beliebtes Touristenziel ist. Von Berlin dauert die Fahrt mit der Bahn gerade mal knapp über eine Stunde.

Gasse in Lübbenau

Gasse in Lübbenau

Vom Bahnhof geht es durch den Stadtpark Richtung Osten. Soo hübsch kommt mir Lübbenau nun allerdings nicht vor. Das stimmt auch, die wirklich pittoresken und viel kleineren Spreewald-Dörfer sind weiter im Innern des Spreewalds, das nicht weit entfernte Lehde ist zum Beispiel so ein Dorf. Doch heute soll es zur Wotschofska gehen und ich muss mich entscheiden: Zum Hafen oder noch eine Runde durch den Schlosspark?

Spreewald-Tipps für den Winter - Pinterest

Letzteres ist sommers wie winters zu empfehlen, denn das hübsche Schloss macht einiges her, der Ententeich liegt ruhig da und mit etwas Glück kommt noch eine Pferdekutsche um die Ecke, dessen Pferdenüstern Nebelwolken in die kühle Luft blasen.

Pferdekutsche am Schloss

Bin ich im Märchen gelandet? Kutsche im Schlosshof

Zur Wotschofska ist der Weg ausgeschildert, evtl. muss man ein bisschen nach den meist handgeschriebenen Schildern suchen. Wer nicht weiter weiß, fragt einfach, die Wotschofska kennt hier jeder.

Die Wotschofska

„Die Wotschofska“ im Spreewald

Die Wotschowska

Wie alles im Spreewald entstammt der Name dem Niedersorbischen „Wotsow“, was schlicht „Insel“ bedeutet. Inseln, so genannte Kaupen, waren damals im Spreewald sehr wichtig, denn sie boten Zuflucht vor den regelmäßigen Überschwemmungen in diesem Sumpfgebiet, und deshalb bauten dort die Wenden (oder auch Niedersorben) ihre Häuser.

Wer genau hinschaut, sieht auf vielen insbesondere traditionellen Häusern ein Symbol mit zwei Schlangenköpfen. Die Schlange ist hier ein gutes Symbol und steht für den Schutz der Bewohner, denn in früheren Zeiten zeigte sie mit dem Rückzug auf die Kaupen eine bevorstehende Überschwemmung an. Die BewohnerInnen konnten somit sich und ihre Tiere rechtzeitig retten.

Spreewaldhaus

Typisches Spreewaldhaus: Blockholz, Holz- oder Reetdach und zwei Schlangenköpfe

Das Gasthaus Wotschofska, das den gleichen Namen wie die Kaupe trägt, wurde 1894 gebaut, um den Tourismus zu fördern, eben jenen, den Theodor Fontane mit seinen begeisterten Beschreibungen über diese Gegend ausgelöst hatte. Das im Blockhausstil erbaute Haus ist heute noch in Betrieb, hat jedoch im Winter geschlossen, ist aber auch dann ein schönes Ausflugsziel, weil der Wanderweg – angelegt 1911 – einen wunderschönen Einblick in die Natur des Spreewalds gibt. Unzählige kleine Brücken werden überquert, Sumpf- und Birkenwälder halten ihren Winterschlaf.

Alte Holzbrücke

Die Wanderung zur Wotschofska führt über viele kleine Brücken.

Seit dieser Wanderung hat sich der Spreewald in mein Herz gestohlen – auch wenn er leider immer noch ein ziemlich verstaubtes Image hat.

Achtung: Bei Schnee und Glätte auf jeden Fall Spikes nutzen! Die sumpfigen Wege können eine glatte Rutschbahn sein, wenn es ordentlich gefroren hat!

  • Hinkommen: Der RE 2 fährt regelmäßig vom Berliner Hauptbahnhof nach Lübbenau und dauert etwas über eine Stunde.
  • Einkehren: Liebe Leute, wer einen Tipp hat, gerne her damit! Ich bin im Winter einfach nicht fündig geworden und suche dringend nach Restaurant-Tipps!
  • Unterkommen: Zum Beispiel im Schloss Lübbenau. Es gibt außerdem viele sehr charmante Ferienwohnungen. Generell sind viele Unterkünfte hier auf einem sehr guten Niveau.

Lübben

Mein zweiter Besuch führte mich nach Lübben ins schöne Strandhaus, über das ich neulich schon berichtet habe. Das kleinere Lübben war einst Hauptstadt der Niederlausitz, wieder so ein Wortungetüm, das der Unkundige erst einmal lernen muss.

Die Sorben, die Lausitz und die Wenden

Die Sorben entdeckten das Gebiet der „sumpfigen Wiesen“ und nannten es genau so: Łužyca (Niedersorbisch). Daraus entstammt das deutsche „Lausitz“. Aus dem Sorbischen entstammen zwei Sprachen: Das Niedersorbische und das Obersorbische. Hier, in der Niederlausitz, findet man das Niedersorbische und die Niedersorben, teils auch Wenden genannt. Welche Bezeichnung besser passt, überlassen wir besser den Identitätsträger*innen.

An vielen Straßennamen von Lübben bis Cottbus findet man die niedersorbischen Bezeichnungen, in den Ämtern gibt es Formulare im Niedersorbischen und in der Schule wird die Sprache gelehrt, denn sie ist hier Amtssprache. Etwa 20.000 Niedersorben gibt es, allerdings nur noch etwa 7000 Sprecher*innen, denn nach dem 18. Jahrhundert wurden die Niedersorben „germanisiert“, wie es so schön hieß. Besonders während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Sprache, Bräuche und Kultur unterdrückt und verboten.

Heuschober an der Spree

Die typischen Heuschober, die zum Trocknen des feuchten Heus so aufgeschichtet wurden, sind heute nach Trockenlegungen eigentlich nicht mehr notwendig und haben heute meist nur noch Symbolcharakter.

Paul-Gerhard-Kirche, Schloss und Schlossinsel

Lübbens Innenstadt ist übersichtlich, besonders sehenswert sind hier die Paul-Gerhard-Kirche, die man gemeinsam mit der einzigen Türmerin Berlin-Brandenburgs besteigen kann, außerdem das Schloss, dessen Bauzeit bis ins Mittelalter zurückreicht.

Schloss und Schlossinsel in Lübben

Schloss und Schlossinsel in Lübben

Die Schlossinsel nebenan ist eine künstlich erschaffene Insel aus dem Schutt des 2. Weltkrieges mit schönen Badestellen, Wasserspielplätzen und Spazierwegen. Direkt nebenan liegt das Strandhaus, von dem man Kajak- und Kahntouren starten kann.

Kajaktour, Glühweinkahnfahrt und bestes Essen

Nicht alle Kajak-Anbieter haben im Winter geöffnet, wir haben vorher telefonisch eines gemietet und paddeln durch die schönen Kanäle, deren Nebenrinnsale eine leichte Eisschicht überzogen hat. Das Eis glitzert, das Wasser gluckst, ein paar Vogelstimmen sind zu hören – sonst nichts – herrlich. Informationen über Paddelmöglichkeiten gibt es auch bei der Touristeninformation.

Kajaken im Eis

Unsere kleine Kajaktour in Eis.

Wer in Lübben nicht fündig wird, kann es in Burg probieren oder macht es sich bei der Glühweinkahnfahrt bequem, die regelmäßig vom Strandhaus starten. Wer jetzt meint, das sei etwas für die Ü60 – macht es mal und erzählt mir hinterher, ob ihr immer noch dieser Meinung seid. Bei leckerem Glühwein lassen wir uns vom Kahnführer knapp zwei Stunden die Geschichte und das Leben in Lübben und dem Spreewald erzählen.

Glühweinkahnfahrt im Spreewald

Die Glühweinkahnfahrten sind beliebt und starten in Lübben direkt vom Strandhaus.

Lübben im Spreewald

Wunderbares Winterwetter

Auf jeden Fall sollte ein Besuch des Restaurants Strandhaus eingeplant werden: fantastisches Essen mit Speisen aus regionalen Erzeugnissen.

  • Hinkommen: Lübben befindet sich eine Station vor Lübbenau auf der gleichen RE 2 Strecke.
  • Einkehren & Unterkommen: Im Strandhaus. Ja, ehrlich. Es gibt da noch einen Griechen, der im Winter geöffnet hat – nunja. Ich muss das leider so sagen: Das Strandhaus ist für mich alternativlos. und als Unterkunft mit Wellbessbereich ist es ohnehin traumhaft im Winter.

Über das Strandhaus habe ich einen eigenen Artikel geschrieben:

Schöner Schlafen im Boutique-Hotel Strandhaus Resort & Spa

Burg im Spreewald

Burg wirkt im Ortskern gar nicht einmal so klein, beherbergt jedoch lediglich knapp über 4.000 Einwohner auf recht verstreutem Gebiet.

Die Infrastruktur der Streusiedlung ist recht gut und so findet man hier viele Restaurants und Hotels, unter anderem eines der schönsten Hotels von ganz Deutschland, so haben es mir die Lutki geflüstert, ich selbst war leider noch nicht da.

Die Lutki

Die Lutki (sorbisch: Leutchen) leben als winzige Menschen unter der Erde im Spreewald. Sie borgen sich gerne Haushaltsgeräte von den Menschen, meinen es aber immer gut.
Man sagt, die letzte Sichtung sei lange her, vielleicht haben sie den Spreewald verlassen, als das Christentum einzog, weil die Glocken für ihre feinen Ohren zu laut waren. Falls sie aber doch noch da sind, wohnen sie insbesondere am Schlossberg in Burg.

Falls Du ihnen begegnest, wundere Dich nicht, denn sie sprechen ihre Sätze immer niemals in der Verneinungsform, was nicht sehr irritierend sein kann. Oder doch?

Der Spreehafen in Burg

Burg befindet sich mitten im Unterspreewald, also dort, wo das Wassersystem am meisten verzweigt ist und ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für Touren in den Spreewald.

Der Spreehafen in Burg ist ein ein guter Anlaufpunkt im Spreewald, hier starten immer viele Touren und für Spontane gibt es meistens auch im Winter genügend Möglichkeiten, es sei denn, die Fließe sind zugefroren.

Eine der allerschönsten Touren ist eine Kaminkahnfahrt vom Spreehafen. Man sitzt tatsächlich an echtem Feuer, trinkt Glühwein und lässt sich von den Geschichten des Kahnführers berieseln, während die Umgebung im Sonnenuntergang verschwindet. Diese besondere Kahnfahrt muss allerdings im Voraus gebucht werden.

Kaminkahnfahrt

Aaaawww – es gibt tatsächlich eine Kaminkahnfahrt mit echten Feuer und Glühwein!

Informationen über verschiedene Kahnfahrten und andere Ausflugsmöglichkeiten bietet ebenfalls immer die Webseite spreewald.de.

Sehr sehenswert ist außerdem direkt nebenan die kleinen Heimatstube Burg. Wer sich über die sorbische Kultur und Geschichte informieren möchte, ist hier richtig. Bitte Öffnungszeiten beachten. Unbedingt mit der Museumsleiterin ein Gespräch anfangen: Aufschlussreich und sehr spannend, was die Sorbischen Kulturen angeht.

  • Hinkommen: Mit dem RE2 nach Lübben, von dort noch eine weitere Stunde mit dem Bus. Fahrpläne gibt es bei der Reiseauskunft der Bahn.
  • Einkehren: Im Restaurant Zur Kräutermühle habe ich sehr urig und ausgesprochen lecker gespeist.
  • Unterkommen: In Burg gibt es wirklich für jede Preisklasse etwas, allerdings sollte rechtzeitig gebucht werden, denn sehr viele Unterkünfte sind es nicht. Ich war mit dem Hotel Bleske sehr zufrieden. Die Pension Zum Schlangenkönig wurde mir außerdem sehr empfohlen. Am oberen Ende der Skala ist das Hotel Die Bleiche, ein 5 Sterne Wellnesshotel und eines der besten Hotels Deutschlands.

Luckau

In Luckau war ich neulich zum ersten Mal, habe in der Nähe in einem zauberhaften Wasserschloss übernachtet und die wohl schönste Kirche Deutschlands besucht.

Wie ernst ich das meine, erzähle ich Euch vermutlich bald, denn ich habe beschlossen, den Heiligabend in Luckau zu verbringen und am 25. der Weihnachtsmesse früh um 6 Uhr beizuwohnen. Die ist etwas ganz Besonderes, denn hier steht nicht nur eine fantastische Orgel, sondern die Messe wird noch wie im 17. Jahrhundert gefeiert. Mehr verrate ich noch nicht, nur soviel: In meiner Spreewald-Story auf Instagram könnt Ihr die Orgel kurz live hören.

Orgel der Nikolaikirche in Luckau

Der absolute Wahnsinn!

Luckau selbst ist ein fantastisch hübsches kleines Städtchen mit schönen alten Häusern, die häufig erstaunliche Gewölbekeller unter sich beherbergen – was muss das für ein Gefühl sein, in einem Haus zu wohnen, wo schon im Mittelalter Menschen gelebt haben.

Eine kurzweilige Stadtführung ist sehr empfehlenswert, die von der Touristeninformation angeboten wird. Im Alleingang sollte man den historischen Stadtkern, die erwähnte Nikolaikirche und die Kulturkirche nicht verpassen und einfach mal einen Rundgang um die Stadtmauer machen, die das Städtchen noch fast komplett umschließt. Der Weg ist gerade einmal zwei Kilometer lang.

Straße in Luckau

Das pittoreske Luckau steht bei den meisten Spreewaldbesuchern bisher nicht auf dem Programm.

Luckau

Wer auf den Hausmannsturm der aus dem Mittelalter stammenden Georgenkapelle (direkt auf dem Marktplatz) steigen möchte, um eine fantastische Aussicht zu genießen, kann sich den Schlüssel bei der Touristeninformation abholen. Doch Vorsicht: Es geht enge, steile alte Holzleitern hinauf, man sollte trittfest sein und auf seinen Kopf aufpassen!

Hausmannsturm Luckau

Die Georgenkapelle mit dem Hausmannsturm ist nicht zu übersehen.

Hausmannsturm Luckau

Luckau von oben – und mit herrlichem Licht!

Einkehren kann man zwar in der Konditorei Klinkmüller nicht, denn der Laden ist winzig klein, einmal hineingegangen sein sollte man jedoch unbedingt, denn der junge und innovative Herr Klinkmüller die hübschesten Törtchen, die ich je gesehen habe. Ich durfte mich nun schon zweimal durchs Sortiment schlemmen und werde nicht das letzte Mal dagewesen sein. Die Törtchen sind nicht nur toll anzusehen, sondern haben sehr spannende Geschmacksrichtungen, zum Beispiel Maroni und Preiselbeeren oder Apfel mit grüner Gurke. Darüberhinaus ist die Konditorei für seine besonderen Weihnachtsstollen bekannt.

Konditorei Klinkmüller

Die Konditorei Klinkmüller zaubert winzige Torten und wahre Kunstwerke – mit sehr abgefahrenen Geschmacksrichtungen.

  • Hinkommen: Der Bahnhof Luckau-Uckro liegt 7 km von Luckau entfernt und ist in 1,5 Stunden von Berlin aus mit dem RE 5 erreichbar. Wer nicht nach Luckau laufen möchte, nimmt den regelmäßig verkehrenden Bus.
  • Einkehren: Definitiv im Ratskeller. Ich durfte dort eine Weinverkostung (mit lokalem Wein!) machen und die dazu gereichten Speisen waren sehr lecker. Der Ratskeller ist auch die übliche Empfehlung der Gegend.
  • Unterkommen: In Luckau selbst ist es nicht leicht, eine Unterkunft zu finden, doch wer in der Gegend bleiben möchte, sollte eine Übernachtung im wunderschönen Wasserschloss Fürstlich-Drehna in Betracht ziehen. Dort wird es ohne Auto allerdings schwierig und Achtung: Es herrscht Internet-Detox. Dafür ist es traumhaft schön.
Wasserschloss Fürstlich Drehna

Das märchenhafte Wasserschloss Fürstlich Drehna

Vom Wasserschloss berichte ich ein anderes Mal, denn ich habe mich dort im Januar noch einmal für ein wunderbares Wochenende mit dem Mann eingemietet.

@giphy.com

Cottbus

Cottbus ist eine gute Alternative, sollten die begrenzten Unterkünfte im Spreewald einmal wieder ausgebucht sein. Es liegt zwar nicht gerade an romantischen Wasserkanälen, aber in unmittelbarer Nähe des Spreewaldes und ist ohnehin einen eigenen Abstecher wert, denn die schöne Altstadt ist sehr sehenswert und es gibt sehr viel zu entdecken. Auch hier ist die Standard-Stadtführung sehr empfehlenswert, die nur wenige Euro kostet und von der Touristeninformation startet.

Cottbus

Wunderschöne Altbauen in Cottbus

Cottbus

Vom Spremberger Turm hat man eine tolle Aussicht über die ganze Gegend.

  • Hinkommen: Cottbus ist die letzte Station des bereits erwähnten RE 2.
  • Einkehren: Auf jeden Fall einen Abstecher zur berühmten Cottbuser Baumkuchenmanufaktur machen, die im Winter Saison haben, hier gibt es sogar Matcha-Tee-Baumkuchen! Es gibt natürlich Außer-Haus-Verkauf, aber eine kleine Pause im gemütlichen Café schadet auch nicht..
  • Unterkommen: Im gediegenen Radisson Blu mit sehr gutem Preisleistungsverhältnis, schönem Frühstück und Pool habe ich mich sehr wohl gefühlt.

Nächstes Jahr ist übrigens das „Fontanejahr“, denn der große Autor und Journalist wäre 200 Jahre alt geworden und hat Brandenburg sehr geprägt. Das vom Land geförderte Projekt #Fontane200 beinhaltet viele interessante Programme in Kultur und Wissenschaft.

Spreewald-Tipps für den Winter - Pinterest

Dieser Artikel ist das Türchen Nr. 2 im diesjährigen Reiseblogger-Adventskalender.

Buchverlosung: Deutschland im Winter – abgelaufen!

Die Gewinnerin Nicole B. wurde ermittelt und benachrichtigt – herzlichen Glückwunsch!
Natürlich könnt Ihr das Buch aber auch einfach selbst bestellen:

Deutschland im Winter*
Geheimtipps von Freunden

Deutschland im Winter - Reisedepeschen

Deutschland im Winter ist ein wunderbares Buch mit vielen inspirierenden Wintererlebnissen und Ausflugstipps zum Nachmachen quer durch das ganze Land. Mit wunderschönen Grafiken, Fotos und kurzweiligen Texten macht das Buch Laune und vertreibt graubneblige Novemberstimmung.
Das Buch ist eine Neuerscheinung im neuen Reisedepeschenverlag.

Ich selbst durfte ebenfalls meine kleine Wanderung zur Wotschofska und ein paar Tipps beisteuern und freue mich sehr, in diesem tollen Werk vertreten zu sein.

Um teilzunehmen, hinterlasst bitte unten eine gültige Email-Adresse (wird nicht öffentlich angezeigt) und einen Kommentar, ob Ihr Winter mögt oder nicht und vielleicht auch noch warum. Ihr wisst ja, ich bin absolute Eis- und Schneeliebhaberin und finde es immer spannend, wie unterschiedlich Menschen das wahrnehmen.

Beachtet bitte, dass ich den Gewinn nur nach Deutschland versenden kann. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, auch unter 18, ich bin ja nicht kinderfeindlich. Das Gewinnspiel läuft vom 02.12.2018 bis zum 10.12.2018 23.59 Uhr. Gewinnen kannst Du durch das Kommentieren unter diesem Artikel. Mehrere Kommentare von der gleichen Person sind total verboten. Hinterlasst bitte hier auf dem Blog eine gültige email. Bestechung wird in Keks- und Kuchenform entgegen genommen, ist allerdings nicht zielführend, weil das Los entscheidet (durch so ein Digitaltooldings). Nach Benachrichtigung des Gewinners/der Gewinnerin über Email hat der/die Gewinner*in drei Tage Zeit, mir die Postadresse zukommen zu lassen, sonst wird weitergelost. Verschickt werden kann das Buch nur nach Deutschland. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden, da der Wert einfach unermesslich ist. 

Transparenz: Ich schreibe Bücher, für Magazine und für dieses Blog. Um das zu realisieren, werde ich ab und an zu Pressereisen eingeladen. Meine Kaminkahnfahrt und die Übernachtungen in Fürstlich-Drehna und im Radisson Blu waren durch Pressereisen gesponsert. Vieles zahle ich jedoch selbst.