Der Topfprimel Wochenrückblick beantwortet Fragen zum WieWarsWochengefühl inklusive anekdotischer und herzlastiger Netzfundstücke.


Tierisch
die irren Comic-Gesichter der Laura J! Unbedingt ansehen: Ganz.Großes.Kino! Inklusive Instagram-Profil!

Gesicht mit aufgemaltem Comic-Gesicht
Makeup-Artist Laura Jenkinson. via mymodernmet

Oberaffengeil
ist das Selfie eines Macacas aus Indonesien ja, Ihr habt die Geschichte vielleicht gelesen.

Selfie eines Macacas
via Wikimedia Commons

Ein bisschen traurig für den Kamerabesitzer, noch trauriger für den Affen, der sich jetzt keine Luxusvilla bauen lassen kann: An den Fotos hat niemand die Urheberrechte, entschied jetzt die US-Copyright Behörde. Also genauer: An sämtlichen Fotos, die von „Pflanzen oder Tieren“ ausgelöst wurden, besitzt niemand die Urheberrechte.
Ich frage mich, wie das wäre, wenn ich als Künstlerin einen, sagen wir, biotechnisch ganz ausgefeilten Versuch mit Kamera aufbauen würde, und dann würden z.B. wachsende Bohnen irgendwann den Auslöser drücken, also hätte ich dann wirklich keine Urheberrechte? Und die Bohnen auch nicht? Ich würds ja fair finden, wenn ich z.B. sämtliche Rechte einsacken würde und dafür sicherstellen müsste, dass die Bohnen ein großartiges Leben bis zu ihrem Pfannentod führen können. Warum haben Bohnen keine Rechte?

Plond und plöd
komme ich mir vor, wenn ich diesen Text lese, ich kapiere davon ungefähr gar nichts. Aber ich will solche Animationen wie im gezeigten Video auch aus meinen Fotos zaubern können!!einself!

Frisch
gestorben wird immer, frisch gediamanted kann man nun auch werden. Wird schon länger gemacht, ist in Deutschland mt Umwegen wohl seit ca. 10 Jahren geduldet: Das Pressen eines Diamantes aus einer Leiche. Den schicken „Erinnerungsdiamant“ darf man sich dann… irgendwohin stecken.
Aber Achtung: Sagt Eure/m/r Liebsten rechtzeitig Bescheid, Ihr müsst dann nämlich gaaaanz laaaangsam verbrannt werden, sonst geht’s nicht!

Plakate zur Diamantbestattung
Die Plakate hängen im Schaufenster eines Bestattungsinstitutes in Berlin an der Kurfürstenstraße.

Plagegeistrig
Immerwährendes aktuelles Thema: Dont’t feed the trolls! Die eigentlich wichtige Aussage an diesem Artikel: Seid Euch bewusst, dass Medien und noch leichter Internetmedien gerade durch das interaktive Web 2.0/3.0 gesteuert werden können und Sachlagen überprüft werden müssen! Das ist schwierig, das sind langwierige Aufgaben, starten wir doch beim Bewusstsein, dass nicht alles als bare Münze angesehen werden kann, was ich in meiner Twittertimeline, auf Facebook sowieso nicht oder auch auf SPON lese und dass das, was ich auf Bildern sehe, zwar keine Lüge ist, die Wahrheit aber auch nicht erzählt.
Und: Wir brauchen dringend ein fest etabliertes Schulfach Medienkompetenz! Wenn ich höre und lese, wie manche Studenten sich heute ihre Arbeiten zusammen“recherchieren“ wird mir ganz anders.

Reisemäßig
Lesenswert: Unser holpriger Start in Südamerika von Today we travel. Wunderbar geschrieben über die Müdigkeit des Reisens, der Fremde und auch über den kleinen Burn-Out, nachdem endlich alles zu Hause organisiert ist (oder auch nicht).
Passt außerdem ein bisschen zum Hashtag, der gerade auf twitter herumgeht: #reisebloggermythen. Damit wollen Reiseblogger nicht Jammern, wie unterstellt, sondern den gängigen Klischees entgegentreten, das Leben als Reiseblogger sei eine einzige Sause und es gäbe die ganze Zeit schlicht „Reisen für lau“.
Das Thema ist in den Foren ein Großes und da ich mittlerweile regelmäßig Anfragen bekomme, wie man es denn anstellt, so für lau und so, überlege ich, einen Post darüber zu schreiben, bin mir aber nicht sicher, ob so ein Metathema interessiert, ob das überhaupt interessiert und nicht total zum Gähnen ist. Gibt es Meinungen dazu?

Italienisch
Katrins Rom-Post auf ihrem Blog viel unterwegs mit den wichtigsten Stationen des Illuminati-Romans ist super lesenswert, selbst wenn man den Roman wie ich nicht kennt.
Habe ich erwähnt, dass ich mal wieder einen Fluggutschein gewonnen habe? Nach Rom geht es daher im nächsten Frühjahr, für ein irrwitzig kurzes Wochenende, oder wir lassen den Rückflug verfallen und bleiben einfach noch da, genaueres ist noch unklar. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, ein Städtetrip ist schon viel zu lange her, Rom wartete auf uns schon seit Ewigkeiten und nun ist es endlich soweit. Katrins Tipps nehme ich dafür auf jeden Fall mit.

Magnifique
Selbstverständlich lobe ich mich nie. *hüstl* Aber ganz verliebt in meinen neuen Loungetisch darf ich sein, oder? Habe ich neulich in einer Hauruck-Aktion aus unseren übermäßig vorhandenen Holzresten aus dem alten Dachboden zusammengezimmert und bin sowas von verknallt.
Allerdings war ich zu faul für eine Extra-Grundierung und es stellte sich heraus, dass die Bienenwachslasierung nicht ausreicht als Regenschutz, daher steht er nun in der Garage und ich muss ihn erst noch einmal hervorkramen, um einen richtigen hübsche DIY-Post darüber zu machen.

Gartenlounge mit Holztisch
DIY-Loungetisch

Energiegeladen
war das Genius Loci Festival in Weimar am vorletzten Wochenende. Ich hatte das Glück, als Festivaltesterin ausgewählt worden zu sein, inklusive einer Übernachtung. Licht und Sound, ich sage nur: wow! Davon abgesehen, dass ich Weimar bei meinem Sommerbesuch ja wirklich schön und interessant fand, waren diese Installationen noch einmal die Reise wert: Supermodern und spannend, das Festival of Lights in Berlin ein Fliegenschiss dagegen.
Anbei ein kleines Video, wer mehr darüber erfahren möchte, schaut in meinen Festival-Bericht.
Wer übrigens etwas gewinnen möchte: Über die Festivaltester-Berichte könnt Ihr abstimmen und dabei ein ziemlich schickes Wochenende in einem Verwöhn-Hotel in Thüringen gewinnen. Netter Nebeneffekt: Bekommt mein Bericht die meisten Stimmen, gewinne ich auch ein schickes Wochenende, allerdings inklusive Sporteln. Sollte ich gewinnen, verstehe ich das daher selbstverständlich als eine fiese Anspielung auf mein Alter!

Leidenswillig
Eigentlich sollte der Abschluss hier ein anderer sein. Gestern Abend aber passierte es, da nominierte mich Christina aka Mrs Berry doch tatsächlich zur #IceBucketChallenge!
Das konnte ich schlecht ablehnen, hatte ich doch auf Facebook bereits kundgetan, dass mich die Anti-#IceBucketChallenger irgendwie nerven, denn das sei doch mal ein guter und offensichtlich tatsächlich erfolgreicher Weg, um für eine Krankheit, die aufgrund ihrer relativ geringen Verbreitung nicht sonderlich lohnenswert für die Forschung ist, ganz ordentlich Geld zu sammeln, ohne dass irgendwelche Gelder verschwendet oder Wälder abgeholzt würden (ja gut, die Eismassen der Antarktis sind jetzt wohl kleiner, aber mei…).
Da hatte ich mir also ein kleines Ei gelegt und musste noch am Abend ran, auch wenn das zugegebenermaßen jetzt ein kleines Gschmäckle von abertausendfach produzierter Selbstinszenierung bekommt.
Für Euch also heute und hier:

Inka, die Sissi! Meine Umsetzung der Icebucketchallenge

Ich wünsche Euch eine trockene Woche.