Ich glaube, ich muss da mal was richtigstellen…

Hört ma.
Das mag ja alles super sein mit Weltreise und professionellem Bloggen und so, also Bloggen als Berufskrankheit. Mein Ding ist das nicht.

WTF ist professionell?

So manche Frage in den letzten Monaten ließ mich ganz schön verwirrt zurück:
Wie, Du bloggst gar nicht professionell?!? Wie bekommst Du denn diese ganzen Kooperationen? Wie viel hast Du denn so mit Deinem Blog verdient?

Passend zur allgemeinen Blogmüdigkeit und den Selbstzweifeln vieler, ob das denn alles auch voller „Mehrwert“ für die LeserInnen sei, kommt ja auch gerne mal der unterschwellige Vorwurf, man würde das alles nur für Reichweite oder/und Geld machen.

Deshalb hier mal ganz kurz mein Statement dazu:

  1. Ich verdiene mit Bloggen kaum Geld, im Gegenteil, ich stecke so viel Geld in dieses Hobby hinein, dass der Zwang, sich bei der Steuer anzumelden wegen ein paar verkaufter Bilder sich eventuell mal rächt: Wenn ich ständig in den Miesen bin, ist das ja eigentlich kein Unternehmertum, newahr. Also konkret habe ich ein paar Affiliate-Links, die etwa die monatlichen Serverkosten decken, außerdem habe ich zwei Artikel für andere Corporate Blogs geschrieben, einen für Print und ein paar Mal Fotos verkauft und äh… ich glaube, das war auch schon alles, was an Kohle geflossen ist. Toll, wa?
    Ja, ich verdiene mein Geld woanders, ich gehe vier Tage die Woche arbeiten, habe dafür studiert und es fällt zwar kein Geldregen auf mich, aber da ich nicht viel brauche, komme ich damit mehr als gut zurecht. Ich würde es nicht ablehnen, mehr Geld mit dem Bloggen zu verdienen, derzeit erschließt sich mir aber meist keine Gelegenheit, außer auf meinem Blog billig-blöde Werbung zu machen, was für mich schlicht nicht in Frage kommt.
  2. Das bedeutet dann wohl, dass ich gar nicht „professionell“ blogge, obwohl das immer wie eine kleine Beleidigung klingt. ;) Ich habe immer schon einen hohen Anspruch an alles, was ich tue, und versuche in diesem Blog auch mal Fünfe gerade sein zu lassen, was mir aber in der Regel nicht so gut gelingt. Ich möchte besser werden, um des Besser-Werden-Willens, schöner schreiben, um des schöner-Schreiben-Willens und tollere Fotos machen, um die Welt und mich selbst zu erfreuen. Das hat wenig mit der vielbeschworenen „Professionalisierung“ zu tun, die in meinen Ohren eher klingt wie „Monetarisierung“ oder „Werbemagazin betreiben“, sondern eher mit meinem Anspruch. Bloggenderweise finde ich mich also eigentlich ziemlich professionell, auch wenn ich damit nicht meinen Lebensunterhalt verdiene.
  3. Ich habe auch jenseits vom Geld mit dem Bloggen verdienen sehr wenige Kooperationen und zahle die meisten Reisen selbst. Schon letztes Jahr habe ich sehr bewusst beschlossen, weniger zu reisen, denn ich möchte gar nicht ständig unterwegs sein, und ich möchte außerdem nur wenige, sehr ausgewählte Kooperationen machen. Ich habe absolut keine Lust darauf, über Dinge zu bloggen, über die ich keine Lust habe zu bloggen oder mich deshalb gestresst zu fühlen. Konkret habe/hatte ich im Jahr 2015 folgende Kooperationen:

Das wars. Venedig, Rom, Island, Ostsee… alles mein eigenes finanzielles Ding. Die Antarktis, das ist natürlich das ganz große Ding und mein Lebenstraum, logisch. Dafür gebe ich übrigens insgesamt nicht weniger als 4000 Euro aus. Nur mal so für diejenigen, die denken, ich bekomme sowas komplett geschenkt (Anreise, Übernachtungen bis Ushuaia, Kosten für den Mann, der mich begleiten darf, nötiges Equipment).

Gewinnspiel & Marke-Ding – Dingelingeldong – nix für mich

Auch beim Antarktis-Gewinnspiel habe ich zwar einige Gewinne gesponsert bekommen, aber über 80 Euro für die Produktion der Postkarten und 27 Euro für die Stempel darauf ausgegeben, was den Wert der Gewinne übersteigt. Dass ich die Gewinne von meinem eigenen Geld verschicke, versteht sich ebenfalls von selbst. Warum ich das tue, hat mich neulich jemand stirnrunzelnd gefragt, und warum ich doofe Nuss das dann nicht wenigstens an die Bedingung kopple, dass man meine Facebook-Seite geliked haben muss.

Ganz einfach: Ich mache das, weil ich mich seit drei Jahren an vielen, tollen Lesern erfreue, an schönen neuen Kontakten, so vielen wunderbaren Kommentaren und weil ich da einfach Bock drauf habe. Ich hasse Bedingungen und Regeln, also kommt auch kein Must-Like da mit rein, auch wenn ich weiß, dass so eine Masche funktioniert. Steh ich halt nicht drauf. Genauso wie ich nicht auf aufdringliche Werbung stehe oder auf Like4Like-Anfragen, auf dieses schreckliche Instagram-gelike und Entfolge, auf nervige Facebook-Follow-Anfragen nach einem Twitter-Follow. Lieber mache ich ein schönes Gewinnspiel, wo dann eventuell der ein oder andere auf das neue Blog findet. Ich mache zu wenig Marketing, wurde mir gesagt. Ja, das stimmt, das weiß ich. Da bin ich eben so, deshalb könnte ich wohl auch nicht vom Bloggen leben, nobody is perfect.

Zumal, meine Facebook-Seite ist ja eher nur etwas für Leute, die mich kennen, denn: Sie hat einfach kein Thema. Kunterbunt rede ich da durcheinander, genau wie hier auf meinem Blog. Interessiert sich jemand für die Antarktis und liked er meine Seite, wird er sich in ein paar Wochen wundern, wenn es um Eingemachtes aus der Küche geht oder um einen Grunewald-Spaziergang. Ich habe überlegt, ob ich mich da spezifiziere und die Facebook-Seite nur noch für bestimmte Reisen verwende. Aber ehrlich, das ist mir zu viel Gedöns und Gedenke, das mache ich nicht. Ich habe kein Werbemagazin für Fernreisen und will das auch beileibe nicht. Und ich will auch einfach mal auf Facebook locker rumplaudern, wenn ich gerade keine Zeit fürs Bloggen habe. Das finde ich nämlich sehr lässig.

Weltreisedrang von Reisebloggern

Ich habe überhaupt keine Lust, eine Weltreise zu machen. Ist einfach nicht mein Ding. Ich mag es, zu reisen, auch länger, aber ich liebe mein Zuhause. Ich bin glücklich da, wo ich bin. Ich bin nicht auf der Suche. Und ich habe keinen Nerv auf mitte zwanzig-jährige Blogger, die mir in ihren Überschriften vermitteln wollen, dass ich mein Leben ändern soll. Leute, sorry, das ist peinlich. Wenn Du Deins verändern willst, ist das meinetwegen schön oder auch nicht, mir egal. Vielleicht hast Du eine interessante Story darüber zu erzählen, dann lese ich die auch gerne, oder Du hast Tipps für Leute, die das gleiche machen möchten, alles gut. Aber ich bin anscheinend da, wo ich bin glückerlicher als Du in Deiner Situation. Bääm.

Glücklicherweise gibt es eigentlich viel mehr Reiseblogger, die etwas anderes erzählen. Die einfach erzählen, was sie so auf ihren Reisen für Geschichten finden oder welches die spannendsten Spots in Barcelona sind. Das Problem ist nur, dass die „Warum Du eine Weltreise machen solltest, um ein total geiles Leben zu führen“-Schreier so laut sind.

Und ja, ich muss nichtmal jeden Monat auf Reise gehen um glücklich zu leben. Krass, wa? Ich habe auch nicht ständig Fernweh oder bin mit einem Reisevirus infiziert. Ich bin Inka. Ich fotografiere und entdecke gerne, und weil ich das nicht immer vor meiner Haustür machen möchte reise ich gerne, und weil ich nicht ständig reise, werde ich auch nicht müde vom Reisen, und weil ich nicht ständig über Außergewöhnliches blogge(n muss), werde ich auch nicht blogmüde. Alltagsbloggen macht nämlich wach, und ich würde behaupten, dass all die vielen Lifestyle- und Familien- und DIY- und whatever-BloggerInnen, die sehr gut gelesen werden, mir Recht geben. Das Glück liegt im Detail.

Statistikhurerei

Natürlich gucke ich aber sehr regelmäßig auf meine Zugriffe und Statistiken. Welcher Post kam gut an, gehen die Zahlen nach oben oder nach unten, funktionieren meine Keywords?
Warum? Weil ich natürlich gelesen werden möchte – selbstverständlich! Und auch, weil diese Zahlen natürlich für Kooperationspartner wichtig sind – nicht für alle, aber für die meisten, und natürlich freue ich mich ja über Kooperationen, wenn sie denn passen – so wie diese fantastische Antarktis-Reise.

Leider haben die meisten Partner aber keine Ahnung, wie sie mit den Zugriffszahlen jonglieren können, was ich sehr schade finde. Wenn Ihr, ja, Ihr Touristiker meine ich jetzt, mir eine Reise anbietet und ich Euch sage, dass ich 20.000 Unique Visitors und 30-35.000 Seitenaufrufe im Monat habe: Was glaubt Ihr, wie häufig mein Artikel über Eure Destination gelesen wird? Hm? Die ehrlichste Antwort wäre: Keine Ahnung.
Es ist nämlich ein wesentlicher Unterschied, ob ich über Südamerika schreibe oder Center Parcs. Oder Brandenburg. Brandenburg ist, müsst Ihr wissen, ein absoluter Dauerbrenner und das sind die Artikel, die von Stammlesern am meisten geliebt werden, ob Ihr’s glaubt oder nicht. Weimar – der Hammer. Das ist Regionalliebe pur.
Es ist auch ein Unterschied, ob ich ein bisschen von SEO verstehe oder nicht und vor allem: Wie ich es handhabe. Ich habe super laufende Keywords, z.B. im Bereich Island. Das bringt aber einem Artikel über Bregenz wenig, denn es ist unwahrscheinlich, dass jemand, der über google mit dem Stichwort „Island“ und auf mein Blog gekommen ist, sich bis nach Bregenz durchklicken wird – es sei denn, ich verlinke Bregenz im Islandartikel als passende tristgraue Stadt, denn in Island ist ja irgendwie auch alles grau. Nein, braucht Ihr nicht zu gucken, das habe ich natürlich nicht getan. ;)
Meine Stammleser, die Brandenburg lieben bzw. die Leser, die durch das Teilen auf Facebook vom Nationalpark Unteres Odertal begeistert sind, sind natürlich toll, und wenn ich Glück habe, teilen die auch meinen Artikel. Nach einer Weile hat sich das dann aber erledigt und der Artikel ist Geschichte. Da ist dann die Frage, ob ich diesen Artikel regelmäßig weiter in den Social Medias verbreite, oder ob ich z.B. auf Keywords optimieren kann und dafür sorge, dass der Beitrag auf google gefunden wird. Oder ich schreibe für die Brandenburg-Seite, die ich übrigens sehr mag, denn da sind die Leser die entsprechend interessierte Zielgruppe. So viele Möglichkeiten.

Die Überschrift dieses Artikels ist aber volle Kanne SEO-optimiert, höre ich den ein oder anderen denken? Da muss ich enttäuschen. Regel Nr. 1 ist beim SEO: Enttäusche nicht Deine Leser, indem Du in der Überschrift etwas suggerierst, was Du nicht einhälst. Dindong, Bruchlandung. Nicht enttäuscht habe ich mit dieser Überschrift höchstens die, die die triefende Ironie schon von weitem gerochen haben.
Nichts desto trotz achte ich bei einigen Artikeln natürlich auch auf SEO, aber das mache ich nur bei Artikeln, bei denen ich denke, dass sie dem geneigten google-Suchenden etwas bringen. Meine Tipp-Sammlung zu Südafrikanischen Parks & Lodges zum Beispiel, da recherchiere ich dann auch Keywords. Zwei von drei Artikeln erfüllen dieses Kriterium aber nicht, da lasse ich mich dann aus, wie ich Lust habe.

Oder ich mache gar nichts und der Artikel versauert nach 200 Lesern vor sich hin. Passiert auch. Das passiert gar nicht mal, weil der Artikel so schlecht ist, sondern weil ich vielleicht einfach nicht die Zeit oder die Ideen habe, ihn zu verteilen und Werbung zu machen und am Besten noch die entsprechenden Destinationen auf Facebook auf ihn aufmerksam zu machen, damit die ihn auch teilen. Das passiert, weil diejenigen, die mich eingeladen haben, den Artikel einfach ignorieren und nicht in den eigenen Kanälen teilen (ein Umstand, der sämtliche Reiseblogger regelmäßig verzweifeln lässt ob dieses verschenkten Potentials). Oder vielleicht ist der Artikel auch einfach zu persönlich und interessiert vermutlich nur meine Stammleser, die mich kennen – es gibt ja tausend Möglichkeiten.

Was ich damit sagen will: Blökt mal ordentlich auf die (angeblichen) Zahlen und guckt Euch genauer an: Was macht denn der Blogger so bei anderen Kooperationen? Verteilt der seine Artikel in den SoMes? Hat der eine gute Interaktionsrate auf seiner Facebook-Seite? In welchen Keywords rankt der denn? Oder macht der tolle Fotos, die man im Corporate-Blog nutzen könnte? Oder schreibt der nett, hat aber kaum Zielgruppe? Könnte er dann nicht ein paar nette Sachen für die Corporate-Facebook-Seite oder das Corporate Blog schreiben? Oder kann das Corporate-Blog an geeigneter Stelle auf einen Artikel des Bloggers verlinken?
Und boah, ist das aufwendig? Naja. Ich finde, das geht so. Wenn ich kleine Bloggerin, die das so als Hobby betreibt, mir dieses Wissen nebenbei aneignen kann, dann kann das alles nu echt keine Raketenwissenschaft sein. Und: Redet miteinander! Was stellt Ihr Euch vor?

Professionett verhandeln ist hier das von Mel so schön erfundene Stichwort, und zwar auf beiden Seiten, dann kann daraus eine wunderbare kreative und fruchtbare Zusammenarbeit entstehen. Und es ist auch verdammt nochmal kein Beinbruch, wenn eine Kooperation nicht zustande kommt. Das gehört dazu, ich lade doch auch nicht jeden in mein Wohnzimmer zu Hause ein, nur weil der ein ordentliches Hemd anhat.

Meins meins meins!

Auch das blickgewinkelt.aq-Blog über die Antarktisreise ist vollständig auf meinen Mist gewachsen, das ist mir wichtig! Hapag Lloyd Kreuzfahrten, mit denen ich diese Kooperation eingehe, hat eine viel höhere Reichweite und eine definiertere, also qualitativ hochwertigere Zielgruppe. Außerdem haben die Leute dort schönerweise Ahnung vom Bloggerbusiness. Sie sind insofern nicht an meinem Blog (oder meinen Blogs) interessiert, sondern an meiner Schreibe und meinen Fotos. Ein Glücksfall, oder wie ich immer sage: Timing ist alles. Sie hätten auch jemand anderes nehmen können. Allerdings ist bei mir natürlich ein Vorteil, dass ich mich vermutlich ein wenig besser auskenne, weil ich bereits zwei Expeditionskreuzfahrten gemacht, mich mit der Antarktis schon länger beschäftigt und hoffentlich ein paar Leser der Nische „Reisen ins ewige Eis“ habe.

Das ist also mein Ding. Mein Ding ist, mein Ding zu machen und zu schreiben, worauf ich Lust habe, und hinterher zu gucken, was ich da so SEO-mäßig rausholen kann. Für mich. Und anschließend gegebenenfalls für einen Kunden. Das ist, was ich professionell biete. Nicht ankommen soll mir übrigens jemand mit irgendwelchen Werbegeschenken, über die ich dann am Besten noch im vorhinein bloggen soll. Der VW-Betriebsrat mag so einen Prostituierten-Bestechungs-Scheiß vielleicht mitmachen, der ein oder andere Journalist von gestern vielleicht auch. Und der ein oder andere Bloggerbeginner, der ein Blog mit einer Marketingmaschine verwechselt hat vielleicht auch. Natürlich können nettgemeinte Angebote gemacht werden, wie ich so etwas aber verwurschtel soll doch bitte mir überlassen werden. Oder wie Johannes es neulich auch schön sagte: Ein Blog ist in erster Linie ein journalistisches Produkt (ob nun mit oder ohne journalistische Standards) und kein Marketinginstrument. Viele Kooperationspartner und Blogger messen meiner Ansicht nach an den falschen Stellen und verwechseln das Marketing für das Blog mit Marketingsprech IM Blog. Meiner Ansicht nach funktioniert in bestimmten Bereichen Marketing mit guten Produkten übrigens besser als mit Werbesprech, aber mei, das ist ja nur die Meinung einer kleinen Bloggerin, die gerne gut geschriebene Artikel liest.

Ergo und was ich eigentlich sagen wollte

Ich blogge, weil ich dieses Hobby liebe. Ich habe wenig Kooperationen und überlege mir das sehr genau. Ich habe mitnichten tausend Sponsoren und mache fast alles selber, seit Januar hilft mir der Mann, das Blog selbst zu hosten und das Theme zu optimieren. Die ganze Reiserei kostet mich irre viel Geld und ich verdiene fast nichts dabei. Die Fotos, das Geschreibsel, das SEO, die Themen, das Kleingeld für die Reisen: Alles meins.

Mein Stil hat sich sicher verändert und na klar denke ich auch über sowas wie „Mehrwert“ und Zahlen nach. Aber ich habe vor allem weiter Lust, meine Schreibe zu verbessern und bin neugierig, was Menschen gerne Lesen und vor allem, welche meiner Fotos sie mögen. Ich verändere mich ganz sicher nicht, weil ich irgendwessens Darling sein will (und wer mich kennt wird jetzt ohnehin über so eine Aussage lachen).

Ich habe mir Grundkenntnisse über SEO (und wirklich nicht mehr als das) angeeignet und gucke mir gerne Blogdaten an, das liegt in meiner ein kleines bisschen technisch ausgerichteten Natur. Ich versuche zu optimieren, weil ich mich über neue Leser freue. Ich vergleiche meine Zahlen mit denen anderer Blogs und finde das völlig normal, aber ich spiele kein Klickhurenspiel mit oder plane meine Artikel nach irgendwelchen populären Themen- oder Keywordlisten. Und ich richte auch nicht meine Reisepläne nach Sponsorenmöglichkeiten aus.

Selbstverständlich kennzeichne ich alles transparent, ob nun Affiliate-Link, Werbeartikel oder gesponserte Reise. Das ist für mich so selbstverständlich, dafür brauche ich kein Label oder eine Bloggervereinigung.

Wer jetzt denkt, er oder sie habe mich mit irgendwelchen Fragen angegriffen: Nein, das ist natürlich nicht der Fall. Ich stelle aber immer wieder fest, dass das Bild von mir als Reisebloggerin sehr hinkt, dass manche Blogger denken, mein Blog wäre irgendeine hauptberufliche Geld-Reisemaschine und ich mit tausend Wässerchen gewaschen. Dem wollte ich entgegenwirken und hiermit auch zeigen: Hey, auch wenn ich ab und an die richtig großen Dinger abgreife, kann ich mir selbst treu bleiben. Ich brauche meinen Blog nicht ausverkaufen oder die ultimativen Tipps beschreiben, derer doch ohnehin fast jeder überdrüssig ist. Das Rezept fürs nicht blogmüde werden ist, bei mir zu bleiben. Und das bin ich, bei mir geblieben, volles Pusteblumenrohr.

{tl;dr}

Mein Blog, meine Spielwiese. Professionell. Mit Leidenschaft. Nicht für den Lebensunterhalt. Kaum Geld. Mit unregelmäßiger Reise-Unterstützung. Wie genial ist das denn.