Berlin-Brandenburg, Deutschland, Reisegeschichten, Reisetipps

Mein Sommermärchen: Hausboot Urlaub mit dem BunBo in Brandenburg

22. September 2015
BunBo-Hausboot-Tour durch Brandenburg

Die Idee, ein Hausboot zu mieten kam uns durch das Wochenende auf dem Natur Floß im letzten Jahr. Das hatte uns so relaxt und auch den Kids hatte es gefallen, also war die Sache schnell klar. Da wir allerdings patchworkmäßig allerlei Netzwerken müssen, stand der mögliche Termin erst im Frühjahr und ich kann Euch sagen, dass wir gerade noch eines der letzten BunBos ergattert haben. Die Empfehlung von BunBo selbst ist, ein Hausboot schon im Vorjahr zu buchen. Wer also auch so eine tolle Hausboot-Tour machen möchte, sollte früh buchen!

Vielleicht auch interessant für Dich:

Die günstigere Variante mit dem einfachen aber sehr charmanten Natur-Floß: Wie Huckleberry Finn: Mit dem Floß durch Brandenburg

Wir sind von Plaue aus, das ist nahe Potsdam, die Havel mit einem Bungalowboot – kurz „BunBo“ – heruntergeschippert und haben uns mitten in der großartigen Natur Brandenburgs entspannt.

In diesem Artikel beantworte ich die vielen Fragen, die mich zu unserem Hausboot Urlaub erreicht haben. Ihr findet hier also neben meiner Schwärmerei auch noch meine Erfahrungen, Ratschläge und Tipps für einen Hausboot Urlaub mit der Familie, ein Trip, den ich wirklich wärmstens empfehlen kann.

Ich überlege mir derweil, ob ich nicht in so ein Hausboot für meine Rente investieren sollte, so begehrt, wie die Dinger sind… (ja, man kann ein BunBo tatsächlich auch kaufen und über BunBo selbst vermieten…).

Inhalt des Artikels

1. Warum ein BunBo?

Der Platz
Die Steuerung
Das Klo
Die Ausstattung

2. Wo kann man denn ein Hausboot mieten?
3. Was kostet so ein Hausboot?
4. Empfehlungen und Tipps für einen Hausboot-Urlaub

BunBo - das Bungalowboot auf dem Plauer See

So sieht dann richtige Entspannung aus, aaww.

Anmerkung in eigener Sache:
Wir haben diesen Urlaub, um Vorurteilen vorzubeugen, selbst gezahlt und nur einen kleinen Journalistenrabatt erhalten, der mich – wie generell bei all meinen Reisen, darauf lege ich viel Wert – zu keiner tendenziellen Berichterstattung verpflichtet.
Da so ein Hausboot eine Stange Geld kostet, haben wir damals ziemlich lange die verschiedenen Anbieter verglichen und uns letztendlich für das sehr beliebte BunBo entschieden. Allerdings gibt es mittlerweile so viele Anbieter, dass ein Komplettvergleich unmöglich ist (auch auf dem Wasser sind uns wieder Hausboote von Anbietern begegnet, die wir im Internet nicht gefunden haben).
Das BunBo gehört vermutlich zu den luxuriöseren Varianten im Mittelfeld (die Kategorie „Luxus“ ist einfach unbezahlbar, ich biete mich aber selbstredend als Testerin an, krkrkr), das Natur Floß ist die einfachste Variante, die uns bisher begegnet ist.

1. Warum ein BunBo mieten?

Der Platz

Das Natur Floß war klasse, ich persönlich würde das immer wieder machen. Aber für mehr als drei Tage würde ich das dringend nur zu zweit empfehlen, zu viert ist schon eng und für mehr Leute ist das wirklich gar nicht geeignet.
Andere Flöße (z.B. die Huckleberry Flöße) und Hausboote (z.B. Hausboote Plauersee) sind ein wenig größer als das Natur Floß und günstiger als das BunBo. Aber wenn man eine Woche lang zu fünft unterwegs ist und es vielleicht auch mal regnet, ist es gut, wenn man es sich drinnen gemütlich machen kann. Beim BunBo war unsere Ausführung die größte (das BunBo 1160; 1160 steht für 11 Meter, 60 Zentimeter, ein echter Brocken also), aber es gibt auch kleinere.
Ebenfalls gibt es natürlich diese „richtigen“ Boote, die als Hausboote deklariert werden (z.B. LeBoat), wir wollten aber unbedingt den Charme der hölzernen Boote haben, also das, was man gemeinhin auch unter Hausboot versteht. Man ist zudem dem Wasser näher als in einem richtigen Boot – ja genau, das „Füße-im-Wasser-baumeln-lassen“ gehört für mich dazu.

Im Endeffekt fühlt sich das Bunbo an wie ein kleines Ferienhaus mit Miniküche, Badezimmer, 2 Schlafzimmern, Tisch & 5 Stühle, Schlafcouch. Unser Ferienhaus in Island war (nicht nur gefühlt) kleiner.

BunBo Innenansicht Hausboot

Das BunBo von Innen: Schönes Holz, schlichte Einrichtung, großes Terrassenfenster. Die zwei Schlafzimmer sind hinten, das Bad rechts hinter dem Kamin.

Der Platz draußen ist bei den verschiedenen Anbietern nicht überall gleich, wie man vielleicht annehmen sollte. Manche Hausboote haben z.B. hinten mehr Platz. Beim Bunbo kann man dort zwar theoretisch auch gerade so sitzen aber bequem ist es nicht und auch gefährlich, denn es ist nichts abgesperrt und wegen des Motors sollte man bei Fahrt auf gar keinen Fall ins Wasser fallen. Ich war dann auch froh, dass die Kids diesen Platz nicht genutzt haben. Im Grunde ist der Platz hinten nur dazu da, sich den Motor anschauen und den Anker runterlassen zu können.

Eine Terrasse vorne gibt es bei allen Anbietern, klar. Die ist beim BunBo zum größten Teil überdacht, ganz vorne ist ein bisschen frei. Bei südlicher, westlicher oder östlicher Fahrt bekommt man immer noch etwas Sonne ab, die Überdachung hätte nach meinem Geschmack etwas kleiner sein können, sich Sonnen war manchmal (während der Fahrt nach Norden) etwas schwierig.

Der Vollständigkeit halber: Nein, auf das Dach darf man nicht rauf (und wir haben uns da auch dran gehalten), wohl einmal wegen der Solaranlage und weil die Schwerpunktverlagerung im ungünstigsten Fall angeblich ein Umkippen begünstigen könnte, was ich aber kaum glauben mag. Ein Hausboot mit Dachnutzung wäre absolut toll gewesen, bei einigen Anbietern ist das wohl erlaubt, z.B. bei manchen Huckleberry Flößen.

Die Steuerung bei einem Hausboot

Wichtiges Thema! Es gibt Hausboote und Flöße, da steuert man nur draußen ohne Überdachung (z.B. das Natur Floß). Das ist zwar total schön, aber wenn die Sonne knallt oder es regnet ist das nur so mittelprächtig. Es gibt andere Hausboote, da steuert man nur drinnen. Das finde ich nun total bescheuert, man will doch auf so einem Ding die Natur genießen!
Es gibt Hausboote mit Steuerung draußen und drinnen, die kamen aber wegen anderen Argumenten nicht in Frage. Das BunBo wird draußen gesteuert aber unter der Überdachung und ggf. kann man sogar noch eine Plane seitlich zumachen, bei Regen also kein Problem.
Diese Steuerung war am ehesten nach meinem Geschmack und wurde meines Erachtens sehr gut überlegt. Sie war zusammen mit dem Platz der ausschlaggebende Punkt für die Entscheidung für das BunBo.

Steuer vom BunBo

Das Steuer befindet sich beim BunBo vorne rechts unter einer Überdachung. Der dicke Metallpfahl hinter dem Mann ist übrigens der vordere Anker.

Das Klo

Ja, das wird hier extra erwähnt, weil es für den Mann absolutes Kriterum war, nicht eine Woche lang in einen Sägemehl-Eimer zu machen, wie es z.B. beim Natur Floß der Fall ist. Ich vermute, das geht den Meisten so. Ich persönlich hätte den Eimer vorgezogen, denn wir hatten jetzt eines dieser bescheuerten Marine-Klos, das nicht richtig funktioniert hat. Ergo: Inka und alle Kids mussten nach jedem Klogang den Mann zum Pumpen rufen. Das ist so erniedrigend, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen…
Ich hoffe, andere Klos funktionieren besser und wir haben mit dem Ding einfach nur Pech gehabt.

Die Ausstattung

Ich alleine oder zu zweit: No problem, da darf es klein sein, ich zelte ja auch gerne. Mit Kids und Teenagern mit verschiedenen Bedürfnissen und Essen kochen für Fünf und Spieleabendbeschäftigung war uns neben einem kleinen Innen-Aufenthaltsraum ein Bad und ein Herd wichtig.

Das Badezimmer war, bis auf das bereits erwähnte Klo, sehr gut und ich war von der Dusche angenehm überrascht. Natürlich, dicke Haare hier zu waschen dürfte schwierig werden, da geht man am Besten einfach schwimmen und lässt hinterher nur ein bisschen Wasser drüber laufen. Der Huckleberry-Look ist ja nach ein paar Tagen eh ein muss.

Die Küche ist eine Zeile im Wohnzimmer inklusive kleinem Kühlschrank, winzigem Eisfach, zwei Gasplatten und inklusive Geschirr, alles extrem gut gepflegt. Was mir dort gefehlt hat: Ein Schrank für die Vorratssachen. Wir haben dann die m.E. überflüssigen Schnaps- und Weingläser beiseite gerückt und hingestopft, wo es nur ging, Sachen auch unterhalb der Küchenschränke auf dem Boden gelagert und im Schlafzimmer. Gut gelöst ist das aber nicht, bei fünf Leuten braucht man eine Menge an Essen. Mir haben außerdem Haken gefehlt, um alle möglichen Dinge einfach an der Wand aufzuhängen, selbst für die Geschirrtücher fehlten solche Haken.

Strom gibt es ebenfalls, gespeist durch den Motor und die kleine Solarzelle auf dem Dach. Das reicht sogar, um mehrere Handys und Laptops nacheinander tagsüber aufzuladen und dennoch Abends das Licht einzuschalten.

Übrigens gibt es für die kühlere Jahreszeit einen Kaminofen. (Und ich stell mir jetzt schöne vernebelte Spätherbsttage und Kaminofenabende vor…)

Alles in allem ist die schlichte Holz-Innenreinrichtung wirklich sehr hübsch, und ja, das macht für mich einen großen Unterschied zu einer hässlichen Einrichtung, die ich eine Woche lang ertragen muss und ist ebenfalls auf der Plus-Seite des BunBos gelandet.

Genial natürlich: Die Hängematte, die man draußen vorne aufhängen kann. Wie toll ist das denn!

Hängematte auf dem Hausboot mitten in Brandenburg

In der Hängematte auf dem See in den Sonnenuntergang schauen… Kaum zu glauben, wie schön das ist, oder?

Draußen gibt es eine Feuer-/Grillschale, Holz wird mitgeliefert. Das Holz hat aber in der Schale so schlimm gequalmt und war als Grillholz quasi nicht zu gebrauchen, weshalb wir mit Grillkohle gegrillt haben. Bei unserer Beschwerde hieß es, das läge nicht am Holz sondern an der Grillschale, was ich persönlich bezweifle und denke, dass das kein gut abgelagertes Holz war. Also besser Grillkohle und Anzünder mitnehmen.

BunBo-Feuerstelle auf dem Hausboot

Lagerfeuer auf dem Hausboot bei Sonnenuntergang – check.

2. Wo kann man denn ein Hausboot mieten?

Hausboote und Flöße gibt es überall von mittlerweile vielen, vielen Anbietern und überall dort, wo es Seengebiete gibt. Das BunBo hat mehrere Stationen sowohl in Brandenburg wie Mecklenburg-Vorpommern. Ich kann Euch bisher nur zwei Reviere beschreiben und habe jetzt übrigens die Qual der Wahl für das nächste Jahr (denn wir wollen das unbedingt noch einmal machen). Wertvolle Hinweise bitte an mich, ich habe gehört, auch Lychen sei sehr schön.

Plaue (nahe Potsdam)

  • Von Plaue aus kann man entweder Richtung Norden die Havel entlang fahren, dabei den Havelsee passieren, an Rathenow vorbei bis zum Seeblick. Das haben wir gemacht. Achtung: Auf den Gülper See, der weiter im Norden liegt, darf man NICHT fahren, da ist Naturschutzgebiet.
    Vorteil: Es ist ruhig und nur wenig befahren. Das hat uns an der Strecke gereizt und ist auch wirklich schön.
    Nachteil: In Premnitz und Rathenow muss man schleusen. Einkaufsmöglichkeiten sind begrenzt und so etwas wie einen Anleger an einem Caféhaus oder Restaurant gibt es dort eher nicht. Ab und an ist die nahgelegene Bundesstraße zu hören.
  • Zweite Möglichkeit ist, auf dem Plauer See zu bleiben, der in den Breitling See und Möserschen See im Süden übergeht. Dieses Seengebiet ist so groß, dass einem garantiert auch in einer Woche nicht langweilig wird.
    Vorteil: Keine Schleusen und es ist relativ leicht, irgendwo einzukehren oder einkaufen zu gehen.
    Nachteil: Es ist voller und nicht so einsam.
Die Havel vom Hausboot aus

Die Havel nahe Rathenow

Fachwerkhaus in Rathenow

In Rathenow. Sich die Orte vom Wasser aus anzuschauen hat etwas ganz Besonderes, finde ich. In der Gegend gibt es viele schöne alte Höfe und Fachwerk.

Fürstenberg (Uckermark, nördlich von Berlin)

  • Richtung Westen zum Röblinsee, Ziernsee, Ellenbogensee: Diese Gegend haben wir mit dem Natur Floß erkundet. Im Gegensatz zur Gegend um Plaue wirkt die Natur hier viel wilder, weil weniger Felder und mehr Wälder um die Wasserstrecke existieren. Mir hat sie persönlich besser gefallen.
    Vorteil: Wilde Natur, ziemlich ruhig, dennoch gibt es verschiedene Anlege- und Einkehrmöglichkeiten.
    Nachteil: Es gibt mehrere Schleusen auf der Strecke.
  • Richtung Osten zum Baalensee, Schwedtsee, Stolpsee: Sind wir nicht gefahren, soll aber von der Landschaft (wild) und den Gegebenheiten sehr ähnlich sein, außerdem wollte ich unbedingt mal nach Himmelpfort. Bisher ist das meine favorisierte Wahl für das kommende Jahr.
Havelansicht, Fürstenberg

Die Gegend um Fürstenberg – stiller und wilder

3. Was kostet so ein Hausboot?

In Kürze: So ein BunBo kostet zwischen 80-100.000 Euro. Haha, ja, ehrlich. Aber ich nehme an, Ihr wollt die Miete wissen, oder? Mit rund 150-200 Euro pro Tag seid Ihr bei einer 7-Tage-Reise dabei. Das ist anscheinend bei anderen Anbietern ähnlich.

In längerer Ausführung: Die Preise steigen! Wenn Ihr so einen Urlaub machen wollt, macht das entweder sofort, weil die Anbieter, weil sie so unfassbar beliebt sind, jedes Jahr etwas draufschlagen, oder wartet noch ein paar Jahre und hofft, dass es dann günstigere Anbieter geben wird.

Genaue Preisangaben sind daher etwas schwierig, beim BunBo variieren diese zusätzlich je nach Größe, Ausstattung (es gibt z.B. auch barrierefreie BunBos!), Standort und Saison.

Zusatzkosten (7 Tage)

  • Beiboot, optional: 7 Euro pro Tag = 49 Euro
  • Holz nach Verbrauch: 5 Euro pro Sack = 5 Euro
  • Charterschein(e): nur Pflicht, wenn kein Sportbootführerschein (Binnen) vorhanden, je 30 Euro = 30 Euro
  • Zusatzversicherung, optional: Selbstkostenbeteiligung auf 250 Euro minimieren = 20 Euro
  • Benzin: berechnet mit 1,75 Euro pro Liter = 68 Euro. Wir sind rund 100 Kilometer gefahren und haben 39 Liter verbraucht, allerdings fährt der Mann auch sehr sparsam (= langsam). Wer hier den Motor ausreizt, verbraucht natürlich sehr schnell sehr viel mehr.
  • Wasser: Die Tanks (Frischwasser- und Abwassertanks) umfassen je 300-400 Liter. Das sollte für eine Woche ausreichen, allerdings sind natürlich keine täglichen Duschorgien möglich. Sollte der Abwassertank doch einmal voll sein, ist natürlich ein Abpumpen und Auftanken im Hafen erforderlich, was zusätzlich Geld kostet. Das Wasser sollte nicht als Trinkwasser verwendet werden.
  • Endreinigung & Gas sind inklusive.

Preisbeispiel

Die Zusatzkosten beliefen sich bei uns also auf 172 Euro, damit kostet eine Woche mit dem größten BunBo (1160) in der Hauptsaison relativ genau 1400 Euro, also 200 Euro pro Tag. Das wäre bei einem Pärchenurlaub natürlich etwas viel, für einen Familienurlaub zu fünft, bei dem sämtliche Anreisekosten entfallen allerdings ziemlich günstig. Bei einem kleineren BunBo mit einem Schlafzimmer kann man etwa 200 Euro gesamt weniger rechnen, in der Nebensaison ebenfalls weniger.

Anmerkung: Eigentlich sind es sogar nur 6 Tage, da man am ersten Tag den Charterschein machen muss und das leider ewig dauert. Wir konnten erst am Abend (17.30 Uhr) losfahren und waren, wie wir im Gästebuch nachlesen konnten, nicht die einzigen. Die Abgabe erfolgt dann spätestens um 10 Uhr (wer später kommt, muss zahlen). Das sollte man bei der Buchung mit berücksichtigen.

Auch eine Möglichkeit: Die „Kurzwoche“

Die „Kurzwoche“ dauert beim BunBo von Montag bis Freitag und ist, soweit ich weiß, nicht in der Hauptsaison buchbar. Diese kostet fast nur die Hälfte (da kürzer UND Nebensaison) und hat mit ziemlicher Sicherheit den Vorteil, dass die Einweisungen nicht ganz so lange dauern, da weniger Leute unterwegs sind. Mit Glück seid Ihr also nicht erst am Abend abfahrbereit sondern schon am Nachmittag und bekommt somit „gefühlt“ einen Tag dazu.

4. Meine Empfehlungen und Tipps für einen Hausboot Urlaub

Der Charterschein wird zentral mit allen Anwärtern auf einem BunBo gemacht. Das war uns vorher nicht klar, wir dachten, wir werden auf unserem BunBo eingewiesen. Ich hätte mich sonst auch angemeldet, um das Prozedere und einige Feinheiten ebenfalls zu lernen, somit hat das bei uns nur der Mann gemacht und ich war bis zum Schluss ein bisschen unsicher. Wenn Ihr nicht total geizen müsst bzw. nur zu zweit seid, würde ich also dringend empfehlen, dass beide den Charterschein machen (und nein, alleine kann man nicht fahren).

Uuuuunbedingt ein Beiboot mieten, wenn man selbst keines hat! In Fürstenberg gab es häufiger Anlegemöglichkeiten, in Plaue jedoch nicht, wir hätten also meist ans Ufer schwimmen müssen, was natürlich etwas uncool ist. Zudem war das Beiboot der größte Spaß für die Kids und Rudern lernen ist eh klasse. Außerdem würde man sonst so tolle Orte wie Kirchmöser verpassen, eine alte Eisenbahnersiedlung, die ich unbedingt empfehlen möchte. Die pittoresken Häuser sehen aus wie eine Filmkulisse.

Kirchmoeser - altes Eisenbahnerdorf am Plauer See

Kirchmöser – das alte Eisenbahnerdorf sieht aus wie eine Filmkulisse und ist einen Abstecher wert (hier die Grenzstraße).

Bei Ankunft an der Leihstelle (im Sommer um 14 Uhr) am Besten sofort eine Nummer holen. Dann ist man umso früher dran beim BunBo-Check und kann anschließend bis zum Charterschein in Ruhe was Essen (Essen bereithalten!). Wir haben das leider nicht gemacht und saßen ewig blöd rum und haben uns gefragt, wann nun wer kommt und wie lange das alles noch dauert. Am Abgabetag am Besten spätestens um 9 Uhr da sein und wieder sofort eine Nummer holen, dann geht es mit dem Auschecken schneller.

BBunBo-Hausboot-Kolonie Plaue

Schleusen will ein wenig gelernt sein. Sagen wir so: Was beim kleinen Natur Floß kein Problem war, war beim knapp 12 Meter langen BunBo schon eine andere Nummer. Definitiv sollte man sich beim Schleusenwärter als Anfänger outen, damit der einem hilft. Bei uns hat ein Kommunikationsproblem (hüstl) dafür gesorgt, dass das „Hinterteil“ des BunBos sich fast losgerissen hätte, blöderweise hat uns der Schleusenwärter wohl für Pros gehalten und uns nach vorne geschickt – definitiv keine gute Idee, weil die Wasserkraft vorne immens sein kann. Also immer schön hinten anstellen. Alles weitere lernt Ihr beim Charterschein.

Ankern darf man überall, außer natürlich in der Fahrrinne und ausgeschilderten Gebieten oder Privatgrundstücken. Der Anker kann nur eine bestimmte Tiefe +/- ca. einem Meter, die müsst Ihr ausloten. Das ist grundsätzlich nicht so schwierig, aber eine plötzliche, nicht ausgewiesene Sandbank kann einem mal blöd dazwischenkommen und dann steckt Ihr fest. Das ist kein Drama, kostet jedoch 250 Euro, falls Euch die Leute vom BunBo helfen müssen. Das ist leider auch bei anderen BunBo Mietern vorgekommen, uns selbstredend nicht, newahr, der Mann ist halt ein echter Pro…

Die Karten, die man vor Ort bekommt, reichen absolut aus, sind aber nur Überblickskarten. Den Maßstab weiß ich nicht mehr, das müssten ca. 1:20.000 gewesen sein. Wassertiefen o.ä. kann man dort nicht erkennen.

So ein Hausboot zu steuern ist nicht schwer. Grundsätzlich braucht man vermutlich ein bisschen Fingerspitzengefühl, wann das BunBo auf die Steuerung reagiert oder wie der Motor abgeht, das ist aber fix gelernt. Und keine Angst, wenn man mal etwas vergessen hat: Die BunBo-Leute hatten die geniale Idee, ein Tablet zur Ausstattung zu geben, auf dem für die Vergesslichen kleine Filme vorhanden sind, die sehr anschaulich erklären, wie etwas funktioniert. Einfach und genial.

Die Geschwindigkeit beträgt ca. 7-8 km/h, wir sind vermutlich im Schnitt eher 6 gefahren.

Es ist normal, dass man ab und an in Schlingpflanzen gerät und die vom Motor wieder abfummeln muss. Wir haben extra ausprobiert, ob ich als zartes Wesen den Motor hochgehievt bekomme, um das Ding zu reinigen: Ja, geht.

Mit ins Gepäck sollten

  • Geschirrhandtücher (2 sind vorhanden, die haben aber nicht gereicht)
  • Mückenzeug
  • Essen natürlich & Wasser
  • Sonnencreme
  • Spiele bieten sich an
  • Gerne ein gutes Fernglas, um die vorbeischwimmenden Otter zu beobachten
  • die Solarlichterkette war eine tolle Idee
  • Haken, oder einfachen Draht, mit dem man die fehlenden Haken für die Küche basteln kann
  • Ein Notfallkit, das ist bei mir aber ohnehin im Gepäck.
  • Grillkohle, wie oben erwähnt
  • Ohrenstöpsel! Janee, das ist kein Witz. Die Wildenten waren in solchen Heerscharen unterwegs und haben so einen Krach bis in die Dunkelheit gemacht, dass der ein oder andere von uns nicht schlafen konte (ich allerdings kann da ganz gut bei schlafen).
  • Flache Kartons oder Kisten, die man mit den Essensvorräten bepacken und dann unter die Schränke der Miniküche schieben kann, in der wie beschrieben leider kein Platz für die Vorräte ist.
  • Den Polfilter für die Kamera wegen der Wasserspiegelungen nicht vergessen und auch das Stativ. Zwar nützt das Stativ auf dem BunBo selbst wenig, aber von Land aus sind tolle Bilder möglich, wenn z.B. nachts die Wolken aufreißen und den Sternenhimmel freigeben…
BunBo bei Nacht: Hausboot unter dem Sternenhimmel

Ein BunBo unterm Sternenhimmel.

Auf jeden Fall ist das auch ein geeigneter Urlaub für alle Kinder zwischen 5 und 18. Unsere drei sind recht unterschiedlich und fanden es alle gut. Wichtig ist, dass die Kinder schwimmen können und verstehen, dass sie bei einigen Dingen vorsichtig sein müssen bzw. nichts zu suchen haben (z.B. hinten am Motor, oder auch Beine vorne runterbaumeln lassen ist bei Fahrt absolut gefährlich). Ansonsten gibt es genug zu tun, ob Schwimmen gehen, sich ein Spiel ausdenken (der Große hat sich doch echt in Ermangelung eines Rechners ein supercooles Brettspiel ausgedacht), Rudern lernen, die Natur erkunden, basteln, lesen, fotografieren, Filme drehen, Tiere beobachten…
Durch die zwei Schlafzimmer gibt es für die Älteren immer einen Rückzugsort, auf der Couch und in der Hängematte kann gegammelt werden. Mehr als eine Woche dürfte für Kinder evtl. ein bisschen zu langweilig werden, das kommt sehr auf das Kind an, bei uns stand es 3:2 für eine Verlängerungswoche.

Im Natur Floß Artikel habe ich die Spinnen erwähnt. Was dort gerade so erwähnenswert ist, ist hier, nunja, im Spätsommer eher Pflichtanmerkung: Das Ding war voll mit nachtaktiven, ziemlich großen Spinnen. Sagen wir’s so: Ein Urlaub mit vier Inkas wäre hier nicht wünschenswert gewesen, denn auch, wenn ich mich zur Abhärtung verdonnert habe, habe ich dennoch eine recht ausgeprägte Spinnenphobie und der Mann musste jeden Abend bei Dämmerung die herumturnenden Viecher mit dem Besen verscheuchen (was nicht soooo viel bringt, die schwimmen nämlich wassertretenderweise zum Floß zurück, das haben wir empirisch untersucht). Vom Innenraum konnten wir die Großen aber glücklicherweise ganz gut fernhalten, es gibt vor allen Fenstern auch Netze. Wer hier empfindlich ist, fährt vielleicht eher im Hochsommer oder noch besser im Spätherbst.

Spinnennetz in der Morgensonne

Spinnennetz – gottseidank war von den Viechern tagsüber nicht zu sehen.

Und am Allerwichtigsten: Nichts vornehmen! Am Schönsten ist es doch, spontan sein zu können, schließlich könnt Ihr bleiben, wo Ihr wollt, so lange fahren, wie Ihr wollt (außer bei Dunkelheit, das ist nicht erlaubt), und es gibt so viel zu entdecken! Eidechsen, Frösche, Graureiher, unzählige Wildenten, Bettelschwäne (bitte nicht füttern!), Kraniche. Otter, die seelenruhig an unserem Hausboot vorbeischwammen. Ich kann es gar nicht alles aufzählen.

Ein verlassenes Schiff haben wir erforscht, sind im See geschwommen, haben alte Bauernhöfe bewundert, bewohnte Muscheln gefunden, uralte Flaschen aus dem Wasser gezogen, gespielt bis uns langweilig war, sind gerudert, haben gelesen, uns gesonnt, mit dem Fotoapparat herumgespielt und ich habe einmal wieder entdeckt, wo es die schönsten Sonnenuntergänge gibt: in Brandenburg überm See. Fazit dieser Woche:

Zuhause umme Ecke ist’s doch am Schönsten. Brandenburg.

Schwanfamilie

Bettel-Schwanfamilie: Die Schwäne der Gegend sind Hausboote gewöhnt und wisen, dass sie häufig etwas bekommen. Bitte nicht füttern, diese Schwäne müssen lernen, sich selbst zu versorgen.

Plauer See am Morgen

Der Plauer See am frühen morgen – die schönste Tageszeit auf einem Hausboot.

Sonnenuntergang am Hausboot BunBo

Aufgabe des Tages: Den besten Ankerplatz finden: Wo ist der schönste Sonnenuntergang, und wo geht am Morgen die Sonne auf?

Sonnenuntergang am Hohennauenersee

Am Hohennauener See

Ruderboot im Sonnenuntergang auf dem Hohennauener See, Brandenburg

Rudern in den Sonnenuntergang

BlauesBoot im Sonnenuntergang

Unser knallblaues Beiboot im Sonnenuntergang auf dem Hohennauener See

Sonnenuntergang in Brandenburg auf dem Hohennauener See

Wir waren mehrere Nächte auf dem Hohennauener See und haben die riesigen Schwäme von Wildenten im Sonnenuntergang bewundert.

Weiterlesen hier im Blog:

Weiterlesen bei anderen Bloggern:

43 Kommentare

  • Reply Katrin Vogel 9. Juni 2016 at 14:50

    Die Vorfreude auf unseren Bunbo Hausboot Urlaub steigt und steigt. Zu verdanken haben wir es Euch Bloggern, von Bloggerin Sabine „das blaue Gnu“ direkt zu Deinem Reisebericht hier im Blog. Erst schien es fast über mehrere Sommer Saisons aussichtslos ausgebucht, doch dann konnten wir nachrücken, Jahh!
    Vielen Dank für Deinen Reisebericht.
    Katrin
    P.S. … und auf die Toilette bin ich gespannt ;)

  • Reply Zypresse 17. Februar 2016 at 23:56

    Mit demBunBo über die Havel, in lauschigen Buchten ankern, abends den Grill anwerfen… hach ist das toll. Dein Bericht, den ich jetzt erst entdeckt habe (wie konnte das passieren??) ruft die Sehnsucht nach einem Hausboottörn wieder wach…

    Wir haben auf einem BunBo den Sportbootführerschein gemacht, das geht auch – und es gibt sogar barrierefreie BunBos (mit 12 und 10 Metern Länge).

  • Reply Zeit zu Zweit! - Blogger verraten ihre romantischen Geheimtipps! - Teilzeitreisender.de 24. Januar 2016 at 21:02

    […] kühleren Jahreszeit zu fahren. Je nach Ausstattung kostet so ein Wochenende grob um die 300 Euro, genauere Beschreibungen und Kosten vom BunBo habe ich in meinem Artikel […]

  • Reply Maria-Bettina 14. Januar 2016 at 18:45

    Liebe Inka,
    hoffe, es ist okay für Dich, dass ich Deine Hausboot-Geschichte auf einem Pinterest-Familytravel-Board von verschiedenen Familienreisebloggern geteilt habe: https://de.pinterest.com/koelnformat/familytravel-reisetipps-von-familien-f%C3%BCr-familien/ Ansonsten bitte melden!
    Maria

    • Reply inka cee 14. Januar 2016 at 21:55

      Au backe Maria,
      nur weil ich so Pinterest-faul bin, übernimmst Du jetzt auch noch meine Arbeit. Und dann fragst Du noch so nett, ob Du das darfst? :D Also: NATÜRLICH, eine tolle Idee, lieben Dank dafür! :)
      Liebe Grüße
      /inka

  • Reply Mein erster See in Brandenburg 28. Oktober 2015 at 6:13

    […] es soweit ist, lese ich aufs Inkas Blog blickgewinkelt über den Zauber brandenburgischer Seen. Und treibe mich ansonsten an den Meeren […]

  • Reply Stefanie 8. Oktober 2015 at 5:19

    Liebe Inka, ein toller Bericht. Gleich zu Anfang habe ich mich schon gefragt, ob ich mich am Ende trauen werde, nach Spinnen zu fragen (oder ob ich das zu peinlich finde). Et voilá; alles beantwortet. Das nenne ich mal Nutzwert. Mit mir und den Spinnen geht das nicht – umso mehr freue ich mich über Deine tollen Bilder. Die sind wirklich wunderschön. Liebe Grüße, Stefanie

    • Reply inka cee 9. Oktober 2015 at 11:13

      Och schade Stefanie, Du solltest es dennoch definitiv probieren! Vielleicht ist da der Frühling oder frühe Sommer für Dich eher geeignet, oder eben der Spätherbst. Wir waren ja nun fast genau im Altweibersommer dort, und der wird ja nicht ohne Grund so genannt… ;)
      Lass es Dir durch die doofen Spinnen nicht verderben, towanda!
      Dankeschön für Deinen Kommentar und viele Grüße
      /inka

  • Reply Planet Hibbel 29. September 2015 at 20:55

    Toll Toll Toll! Unser Hausboot war nicht mal annähernd so wie Euer Bunbo. Da gibt es in der Tat erhebliche Unterschiede. Aber der Preis….da muss man als Familie ja dann doch ein bisschen schlucken. Trotzde. Einfach nur traumhaft und kaum zu glauben, daß das in Deutschland ist. LG, Nadine

    • Reply inka cee 1. Oktober 2015 at 8:57

      Ja, ich habs gesehen, Ihr hattet da… ein wenig Pech, glaube ich. Und echt, Du findest den Preis teuer? 1400 Euro zu fünft für eine Woche? Das sind übersetzt drei Zimmer, oder zwei Zimmer und ein Wohnzimmer. Günstiger haben wir sowas bisher nur außerhalb Deutschlands bekommen, aber dann kommt ja immer noch die Anfahrt dazu (von Flügen brauchen wir gar nicht reden, das ist zu fünft einfach viel zu viel).
      Danke & LG
      /inka

      • Reply Planet Hibbel 1. Oktober 2015 at 10:42

        Also für 1400 € die Woche bekommt man schon ein recht fettes Ferienhaus mit mehreren Schlafzimmern. Sowohl in Deutschland als auch im Rest der Welt. Aber klar, die Flüge spart man sich, weil man ja in Deutschland bleibt. Aber Hausboote sind halt gerade ein Hype und sowieso schon Ewigkeiten vorher immer ausgebucht. Die Preise können sie also locker nehmen. LG, Nadine

  • Reply 6 Dinge, die ich diesen Herbst unbedingt machen möchte [Meine Herbst Bucket-Liste] | Planet Hibbel - Ein Reiseblog für Familien 29. September 2015 at 20:51

    […] sie haben z.T. wenig gemein mit unserer Hausboot-Tour in Brandenburg im Sommer. Aber wenn ich mir Inka´s Bilder so anschaue, weiß ich dann doch was ich wieder auf meine Reise-Bucket-Liste setzen werde. Ist das […]

  • Reply Thomas 28. September 2015 at 10:26

    Hallo Inka,
    deine Bilder begeistern mich immer mehr. Wahnsinn das Bild mit dem Feuer und dann noch wahnsinniger das mit dem Sternenhimmel.
    Klingt sehr schön entspannend. Ich habe vor vielen Jahren den Segelschein (für offene Gewässer) und den Motorbootführerschein gemacht und war dann schon mit dem Segelschiff unterwegs (Das Klo ist dort übrigens auch immer das Thema).
    Lg Thomas

    • Reply inka cee 29. September 2015 at 10:43

      Hach Thomas, ganz herzliches Dankeschön für das tolle Kompliment! :))
      Und gut zu wissen, dass ich nicht die einzige bin mit dem Klo-Thema… oder doch schlecht, denn dann habe ich mich viellicht doch nur total blöde angestellt (wie eingie andere)? :D Und so einen Führerschein hätte ich auch gerne.
      LG /inka

  • Reply vielweib 28. September 2015 at 9:57

    Ein absoluter Traum!!! Danke auch für die tollen Infos und wunderschönen Fotos <3

  • Reply Christina 25. September 2015 at 14:01

    Hach Inka, so schön!
    Ich trauma schon ewig von einem Urlaub auf dem Hausboot, bisher aber in Frankreich und wusste nicht mal, dass das auch in Deutschlang geht. Hach, wie toll!
    Und endlich mal was positives, wenn man den Binnenschifffahrtsschein hat. XD Haha.
    Liebe Grüße und wunderschöne Bilder!
    Christina

    • Reply inka cee 29. September 2015 at 10:44

      Ha! Und wieder einen kleinen Bildungsauftrag erfüllt! :D
      Danke Dir und jep, auch Brandenburg ist für die Ösis eine Reise wert! ;)
      LG /inka

  • Reply Kathi 25. September 2015 at 6:50

    Liebe Inka,
    ich will ja immer weit, weit, weit weg, aber was du uns hier zeigst, sieht echt ziemlich geil aus! Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich so eine Hausboot-Tour vermutlich echt dem ein oder anderen Italien-Urlaub vorziehen würde (gegen Afrika kommt eh nix an thihihi).
    Und: Hut ab, dass du das Boot mit Spinnen geteilt hast (wenn auch widerwillig) ;)
    Alles Liebe,
    Kathi

    • Reply inka cee 29. September 2015 at 10:45

      Hach, dankeschön Kathi! Und mein Brandenburg verteidige ich natürlich gegen die Spinnen, klar! :D

  • Reply Nellie Berger 24. September 2015 at 8:50

    Ich glaube ich bin verliebt! <3

  • Reply Nina 24. September 2015 at 8:20

    Hach, ja, da kommen auch bei mir Erinnerungen hoch. Wir hatten ja auch wirklich nur so ein Basic-Boot, aber es war tatsächlich soooo schön :-) Bin ich froh, dass wir das mit der Kleinen gemacht haben, solange sie sie noch nicht bewegen konnte, dann bin ich nicht ganz so wehmütig, weil wir es erst in 4 Jahren wieder machen können :-D
    Aber zu den Fotos, Inka!!! MEGA!!! Jetzt muss ich mal ganz blöd fragen: hast Du die jeweils mit dem Stativ gemacht? Die sind alle so glasklar! Und nachdem Du jetzt vom Beiboot geschrieben hast, hab ich jetzt auch kapiert, wie das sitzende Bild von Dir zustande gekommen ist :-D Ich bin ja damals mit dem Handy im See geschwommen, um ein Bild von außen zu machen :-D
    LG Nina

    • Reply inka cee 29. September 2015 at 10:47

      Oder in drei, vielleicht ist Deine Süße ja so schlau und kann super schwimmen und macht nicht den ganzen Tag Blödsinn! ;)
      Und genau so ist das Bild entstanden, ja. :)

      Liebe Grüße
      /inka

  • Reply Nancy 23. September 2015 at 12:23

    Sooooooo schöne Bilder! Toller Artikel!

  • Reply Mirtana 23. September 2015 at 6:34

    Liebe Inka,

    jetzt möchte ich auf so ein Boot ziehen! Sofort und trotz Spinnen. Allerdings vermute ich, daß ich dann alleine Spinnen wieder raus werfen muß und mir der Mann höchstens einen Vogel zeigt. Der liegt dann vermutlich den ganzen Tag in der Hängematte, liest Bücher und ich muß fahren.

    Deine wunderschönen Bilder haben mich echt angefixt: ich möchte das auch, mit einem Hausboot durch die Gegend schippern. Mal sehen, was der andere Mensch hier so dazu sagt. Oder ob er überhaupt was dazu sagen darf :-D

    Liebe Grüße,
    Mirtana

    • Reply inka cee 24. September 2015 at 21:10

      Chichi, aber ich schwöre Dir: Auch wenn Du alles alleine machen musst, es lohnt sich. Ich würde zur Not auch die Spinnen selber… (aber pssssst). Und fahren sowieso, das macht Spaß.
      Und jetzt zwick ich Dich noch ein bisschen: Stell Dir vor, Du stehst ganz früh auf, schnappst verschlafen Deine Kamera, gehst auf die Terrasse und knippst ein paar Fotos vom superschönen See im Morgenlicht, dann stellst Du die Kaffeekanne auf den Gasherd, und während der Kaffee blubbert, machst Du den Motor an, damit der sich aufwärmt. Dann setzt Du Dich mit Deinem Kaffee ans Steuer und schipperst einfach los ins Morgenlicht rein. Aaaaawwww. Ja, so ist das da.
      Na? Hatte er noch was zu sagen? ;)
      Ganz liebe Grüße
      /Inka

  • Reply Nummer Neun 22. September 2015 at 20:40

    Fantastischer Bericht!

  • Reply Yna 22. September 2015 at 17:47

    Oh Inka, das ist ja der Hammer,
    das will ich auch. Mich schreckt das Klo ehrlich gesagt am wenigsten. Und mit kleinen Spinnen kann ich auch leben. Auf unsren Reisen durch die Welt sind wir echt anderes gewohnt :) Und dann diese tollen Fotos, ich bin hin und weg. Das wäre echt mal was. Könnte ich mir gut auch mit meinen Mädels vorstellen. Das einzige Problem wäre da wahrscheinlich sie alle zu einem Termin zusammen zubekommen …! Aber auch mit meinem Angetrauten, ganz romantisch da lang schippern, hach! Und vor allem die Gegend ist einfach wunderschön. Warum zieht es uns immer so weit weg, wenn unser Land doch so viel zu bieten hat. Vielen Dank für diesen wahnsinnig tollen Bericht.
    Lieben Gruß, Yna

    • Reply inka cee 24. September 2015 at 21:04

      Dankesehr meine liebe Yna!
      Naja, das Klo… also dass der Mann da jedesmal – das war blöd, aber zu verkraften. Was weniger zu verkraften war, war, wenn der umgekehrte Druck den Inhalt der Kloschüssel… gell… Das war nun – nicht mein Ding. Ich nehme mir fürs nächste Mal sicherheitshalber eine Sägespäne-Eimer mit. :D
      Und die Gegend ist wirklich traumhaft, ich würde Dir das dringend raten! Aber ich bin da definitiv vorbelastet, was meine Liebe zu Brandenburg angeht. ;)
      Liebe Grüße
      /inka

  • Reply Kerstin 22. September 2015 at 17:22

    Oh wow! Das sieht in der Tat echt wundervoll aus! Und um einiges luxuriöser als das Minifloß im letzten Jahr (und auch unser doch rustikales Flößchen vorletztes Wochenende)! Jetzt muss ich ernsthaft darüber nachdenken ob mein „zweites Mal“ nächstes Jahr nicht doch lieber auf einem BunBo stattfinden soll! Wunderbarer Beitrag! <3 LG, Kerstin

    • Reply inka cee 24. September 2015 at 21:00

      Herzlichen Dank liebe Kerstin!
      Ich hätte ja Lust, mal alle Boote nacheinander durchzuprobieren. :D Und ich finde, alle Varianten haben etwas: Die rustikalen sind toll, man fühlt sich noch mehr wie Huckleberry, aber luxuriöser ist natürlich angenehm. Richtige Boote würde ich tatsächlich eher auslassen, man ist so weit vom Wasser weg. Und diese Teile, die nicht aus Holz bestehen finde ich auch nur so mittelprächtig… Na schauen wir mal, womit wir nächstes Jahr durch die Gegend schippern, denn wir sind ganz sicher auch wieder dabei. :)
      LG /inka

  • Reply Hubert 22. September 2015 at 16:16

    Bis auf die Spinnen und das Klo klingt das traumhaft! Wenn auch nicht ganz günstig zu zweit, aber wäre einen Versuch wert. Aber vllt doch erst den Binnenschiffer machen, damit das letzte Problem auch weg ist..

    Und hey: tolle Bilder!

    • Reply inka cee 24. September 2015 at 20:55

      Dankeschön Hubert. Zu zweit würde ich vielleicht einfach eine Nebensaison buchen – oder ein doppelter Pärchenurlaub? Wenn man sich gut versteht, funktioniert das auch, ich finde jedenfalls das BunBo groß genug. :)

  • Reply Yvonne 22. September 2015 at 15:50

    Liebe Inka,

    ich will auch dahin – sofort!
    Das klingt Alles großartig und Deine Fotos sind der Wahnsinn! Das scheint ein perfekter Ort zum Abschalten zu sein. Toll!

    • Reply inka cee 24. September 2015 at 20:54

      Aaaww, dankeschön Yvonne! :)

  • Reply Berit 22. September 2015 at 12:49

    Liebe Inka,
    das klingt/ sieht fabelhaft aus! Deine Fotos sind total toll! Ich habe richtig Bock auf so eine Tour. Bloss der Freund möchte immer surfen. Aber ich frage ihn mal :)
    Das mit den Spinnen ignoriere ich einfach mal. Das nützt ja nix. In Australien hatte ich so einige geile Erlebnisse bei denen ich die spinnen ignorieren musste.
    viele Grüße
    Berit
    PS: Denken so viele leser das du die Reisen immer geschenkt bekommst? Ich bin etwas geschockt.

    • Reply inka cee 22. September 2015 at 13:11

      Huhu Berit!
      OMG, also vor Australien habe ich tatsächlich einen Heidenrespekt, seit meine Freundin mir mal nach einem Urlaub ein Foto par tout nicht zeigen wollte, weil sie meinte, dann fahre ich da in meinem Leben nicht hin…
      Aber ignorieren ist ja häufig eine sehr gute Lösung, was Ängste oder Sorgen angeht, da stimme ich Dir voll zu! :)
      Und ja, das ist leider so, dass viele denken, ich würde meine Reisen komplett für Umme bekommen, ich bekomme immer wieder Fragen dazu und enttäusche dann, weil ich sage, dass ich nur wenige Koops habe und meistens selbst bezahle. Deshalb habe ich mich genötigt gefühlt, das hier nochmal offenzulegen (zu einem Island-Artikel bekam ich mal den Vorwurf, ich würde nicht kennzeichnen. Dass ich alles selbst gezahlt hatte, darauf kam der „Kollege“ gar nicht… :D).
      Wenn Du jedenfalls mit dem Hausboot mal vorbeigeschippert kommst, sag Bescheid, ich mach das Picknick!
      LG /inka

  • Reply stefi_licious 22. September 2015 at 12:47

    was für ein artikel!!!! toll!!! wahnsinns-arbeit – aber wirklich super geworden! und mal abgesehen von den spinnen: ich will auch hausboot-urlaub machen!!!! diese bilder! irre….
    ganz herzliche grüße
    die frau s.

    • Reply inka cee 22. September 2015 at 13:13

      Jahaha liebe Frau S., deshalb habe ich mich auch gar nicht gemeldet! *hüstl*
      Und es ist _wirklich_ so, was die Bilder angeht. Denn das tolle ist ja: Man ist ja quasi draußen und bekommt jedes Wetter und auch jede schöne Ansicht dort mit. Und hässliche Umgebungen, also puh, da musste aber nach suchen… Seh ich Dich da nächstes Jahr? :)
      LG /inka

  • Reply Mandy 22. September 2015 at 12:10

    Ich hab eben mein Mittagessen kalt werden lassen, weil ich deinen Artikel lesen musste… herrlich!! Und die wunderhübschen Bilder! Hach je, wie schön ist das denn bitte!?
    Abgesehen von den Spinnen natürlich… aber die hab ich auch in der Mongolei „überlebt“. ;)

    • Reply inka cee 22. September 2015 at 13:15

      Hihi, dankeschön Mandy! :)
      Ja, die blöden Spinnen muss man überleben, das war tatsächlich nicht ganz so geil. Aber ich vermute, wegen Spätsommer waren da auch besonders viele. Ich werde das im Oktober 2016 eruieren… ;)
      Dankeschön & liebe Grüße
      /Inka

    Kritik? Schmeicheleinheit? Einfach Senf? Her damit!