Morgen reise ich mit dem Mann nach Island, towanda! Es wird die Reise sein, die wir im Oktober ausfallen mussten, weil uns ein Baum aufs Haus geknallt war. Sturm Xavier hatte in unserer Straße ganze Arbeit geleistet und ich musste von meiner Island-Reise frühzeitig zurückkehren. Ja, in den letzten Monaten war so einiges los und ich komme leider viel zu selten dazu, Euch davon zu berichten.

Aufräumarbeiten, Beton und Garagenaufbau

Mit den Aufräumarbeiten von Sturm Xavier sind wir immer noch beschäftigt.

Sturmschaden: Baum in der Garage

Ein Baum war mitten in die Garage und aufs Dach geknallt.

Gottseidank war nur ein kleiner Teil des Hauses beschädigt, dafür hat der Baum die Garage komplett zerlegt. Ein Großschadensfall, mit dem wir mehrere Wochen gut beschäftigt waren, um erstmal zu klären, was davon bezahlt wird. Das war allerdings nichts im Vergleich zu den Sorgen, die wir während des Sturmes hatten: Ich am Strand von Vik in Island, immer mal wieder meine Nachrichten vom Mann checkend, der auf der Arbeit festsaß und nicht nach Hause konnte, wo der große Sohn alleine im Haus war und berichtete, dass sich der Baum bedenklich neigte. Noch nie habe ich den Mann so besorgt erlebt, und das war natürlich weniger die Sorge ums Haus denn um den Sohn.

So eine Garage reißt sich leider nicht mal eben selber ab, und auch der Neubau dauert nun länger, weil der Mann sich entschlossen hat, die kleine Garage aus den 20ern gleich etwas zu vergrößern. Deshalb hieß es in den letzten Wochen auch: Beton. Irgendwie ärgerlich, wenn man Tonnen von diesem Zeugs schon mal aus dem Garten entfernt hat, jetzt wieder eine Menge davon in den Garten zu kippen.

Betonschmiss gif

Manche LeserInnen erinnern sich vielleicht an den Betonschmiss…

Wir haben dann auch den Ausbau der Grundplatte und den Graben für den Frostschutz in Eigenregie selber gebaut – puh.

Beton und Steine im Garten

Ausbaggern, Steine schleppen, Sand wegtragen, Gräbenschutz bauen…

Gestern dann endlich der Beton, und nun sieht es doch schon viel besser aus (auch wenn ich ja viel lieber ein Tinyhouse oder noch besser: ein wunderschönes großes Glasgewächshaus drauf bauen würde, aawwwww!).

Betonfundament Garage

Das Betonfundament ist fertig. Zwischen den Fotos liegen gerade mal ein paar Wochen.

Nichts desto trotz liegt natürlich eine Menge Zeugs noch im Garten rum und wir müssen mal wieder Betonreste abfahren. Immerhin haben die Wildbienen unsere IKEA-Regale entdeckt, das hat ja auch was für sich. :)

Wildbienen-Hotel in IKEA-Regal

Viele Löcher sind bereits verfüllt, dahinter wartet der Wildbienen-Nachwuchs.

Dennoch, ich trauere unserer kleinen „Lissabon-Terrasse“ und der verwunschenen Garage hinterher.

Garage mit bunten Fliesen und Tomaten

Die hübsche, leicht marode und romantische Garage. Wir wollen die Fenster übrigens wieder so einbauen.

Mein ökologischer Fußabdruck in Europa

In Island warten nun die Westfjorde auf uns und ich finde, wir haben uns diese Reise verdient. Ich bin schon total gespannt, denn auf den Westfjorden war ich noch nie, und habe mir Tipps von Marc vom Blog Island Ringstraße geholt.

Kirche auf schwarzem Untergrund

Dir Kirche von Vik am schwarzen Strand in Südisland – natürlich nicht auf den Westfjorden. :)

Netterweise unterstützt mich Wow Air bei der Reise noch einmal, obwohl letztes Mal ja nun einigermaßen viel schief lief. Dafür sage ich an dieser Stelle nochmal danke! Ich reise ja mittlerweile sehr viel bedachter und seltener mit dem Flugzeug und versuche, meinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern, der wirklich grauslig in vorherigen Jahren war (und es natürlich immer noch ist). Habt Ihr mitbekommen, dass deutsche Touristen den dritten Platz im Ranking der Treibhausgasverursacher belegen?

In Deutschland und dem nahen Europa fahre ich deshalb möglichst nur noch mit dem Zug, und das hat die letzten 12 Monate gut geklappt und war auch viel stressfreier (es sei denn, bei der Bahn ist mal wieder Land unter, aber das ist dann eben so). So war ich zum Beispiel endlich auf dem Keukenhof in den Niederlanden, um die Tulpenblüte zu bewundern, ein schon lang gehegter Wunsch von mir, denn ich bin ein riesiger Tulpen-Fan.

Buchstaben Love mit Blumen

Biddeschön, hier is der Ohrwurm: „Love, love, love.“

Außerdem bin ich ebenfalls mit dem Zug in die Schweiz gefahren und habe einen grandiosen Fotoworkshop mit Markus Eichenberger gemacht, auf dem Berg gegenüber dem Aletsch-Gletscher haben wir die Milchstraße fotografiert. Woowww. Und nochmal wooooow!

Milchstraße über schneebedeckten Bergen

Die Milchstraße über dem Aletsch in der Schweiz – unglaublich toll!

Darüber werde ich dann bald hier genauer berichten.

So eine Reise wie Island geht aber dann schwerlich per Land, und da wir lediglich eine Woche Zeit haben, fällt auch die Fähre aus, da bleibt nur der Flieger. Da ich für das Blog meine Arbeitszeit reduziert habe, verdiene nicht gerade unfassbar viel Geld, sondern versuche, recht minimalistisch und sparsam zu leben. Daher bin ich immer sehr dankbar, auf meinen Reisen unterstützt zu werden.

In Island werden wir nun erstmal die ganze Woche auf den Westfjorden sein, Fähre fahren, Schiffswracks besuchen und hoffentlich tolle Unterkünfte finden. Ich habe natürlich wie für Island üblich alles vorgebucht und alle Unterkünfte sind mit sehr gut bewertet, ich bin total gespannt. Natürlich werde ich hier anschließend berichten, aber wie Inka-üblich wird das ein bisschen dauern. Meine Artikel brauchen einfach immer ein bisschen Zeit.

Wer nicht warten möchte, kann sich ja schon vorher mit meinem beliebtesten Island-Artikel belesen.

Freelance-Schreiberei

In den letzten Monaten hatte ich tatsächlich ordentlich zu tun. Wer meine Über mich-Seite gelesen hat weiß, dass ich seit längerer Zeit auch noch für andere Medien schreibe und fotografiere. Seit wenigen Tagen ist nun mein erstes Buch als Allein-Autorin erschienen und ich bin natürlich einigermaßen stolz, whoopwhoop!
52 Eskapaden Berlin Buch Die 52 Eskapaden in und um Berlin stehen nun also mittlerweile bei Dussmann und Hugendubel und wie sie alle heißen und sind natürlich auch auf Amazon erhältlich*. Mehr über Inhalt und ein Gratis-Kapitel zum Download gibt es hier.

Eventuell hat sich der eine oder die andere gewundert, warum mein letzter Artikel darüber so „werbesprachig“ daherkam. Das ist quasi die Landingpage für LeserInnen, die das Buch gekauft haben oder kaufen wollen. Denen wollte ich nun keine Litanei aufdrücken, wie es ist, ein Buch zu schreiben, mit allen Höhen und Tiefen. (Und ja, die Tiefen waren da. Kennt Ihr Maca-Pulver*? Das habe ich während dessen für mich entdeckt, weil ich aus lauter Sorge, dass das Buch nicht gut wird, nicht mehr schlafen konnte…)

Falls jemand von Euch das Buch hat, würde ich mich übrigens schwer über eine ehrliche Amazon-Rezension freuen. Und wer das Buch nicht hat, hat in den nächsten Wochen auf einigen Portalen die Chance, es zu gewinnen. Auf meiner Facebook-Seite werde ich natürlich darüber informieren.

Druckfrisch erschienen ist außerdem die LandKind, für die ich einen Artikel verfasst habe, den ich selbst sehr gelungen finde, und das ist selten genug der Fall. :)

Zeitschrift

Ein Artikel von mir über das Bunbo im LandKind-Magazin

Die ganze Zeitschrift ist übrigens schön aufgemacht und mir gefällt auch die Haptik.

Ich bin in letzter Zeit magazinsüchtig geworden. Das war lustigerweise früher nie so, aber jetzt durch das Schreiben für Magazine bin ich schwer angefixt. Von der Flow* habe ich z.B. gedacht, das sei so ein Bastel-Frauenmagazin. Stellt sich heraus: Tolle Texte, tolle Haptik, unfassbar schöne Grafiken.

So, nun bin ich irgendwie vom Thema abgekommen, aber war mal wieder schön, so herumzulabern, das habe ich hier schon ewig nicht mehr getan. Und da ich nicht weiß, wann ich das wieder tue (erwartungsgemäß vermutlich erst wieder an meinem Geburtstagsjahresrückblick) hier noch eine kleine Vorschau für die nächsten Monate.

Vorschau

Ich habe einige Projekte, die ich in Ruhe bearbeiten möchte, deshalb werde ich wieder häufiger in meiner kleinen Berliner Bude zu finden sein. Überlegungen über nächste Buchprojekte stehen an. Ja, ich habe im Hintergrund schon zwei eigene Projekte, allerdings habe ich jetzt auch noch zwei Verlagsangebote.

Baustellenbeseitigung ist das zweite wichtige Kapitel, wir wollen hier endlich wieder ein bisschen Ruhe haben, und ich einen Garten, das wäre schön.

Aber natürlich geht es auch wieder auf Tour. Einiges ist noch nicht fix, andere wirklich sehr schöne Angebote habe ich abgelehnt, weil mir das gerade zuviel war. Wenn ich beim Gedanken an eine Reise schon irgendwie Stress fühle, macht das ja irgendwie keinen Sinn, schon gar nicht, wenn es dabei in den Flieger geht.

Am allerallermeisten freue ich mich wohl auf meine #Brandenbulli-Tour, die schon im Juni stattfinden wird. Aaaaawwww. Das wird hier gerade ganz exklusiv und das erste Mal verraten. Mit einem Bulli geht es ein paar Tage durch den Osten Brandenburgs und ich bin so, so gespannt, was wir alles erleben! Übrigens werde ich dafür vorher auf Facebook eine Umfrage für tolle Stellplätze, Cafés etc. machen. Wer hier schon einen Tipp loswerden möchte: Immer her damit, die Route steht bisher nur ganz grob!

Kompletter Zufall, dass vor kurzer Zeit das Walden-Magazin mit einer Bulli-Ausgabe kam mit dem Titel „Endlich zu Hause“ (wie extrem cool und passend ist bitte dieser Titel!). Kauft Euch die bloß nicht, Ihr wollt dann nämlich sofort losdüsen! #magazinsüchtig

Fest stehen weitere kürzere Reisen durch Brandenburg und Deutschland. In den brandenburgischen
Fläming wird es gehen. Wie toll es dort ist, könnt Ihr im nächsten Artikel auf blickgewinkelt lesen.

Auf Fehmarn macht dann der Mann einen Kitesurfkurs und ich werde ein bisschen zur Geschichte Fehmarns forschen, habe ich mir vorgenommen. Vielleicht liege ich aber auch nur faul im Garten herum.

Außerdem besuche ich in Hamburg einen ganz sicher grandiosen Fotoworkshop von Gunther Wegner und „Paddi“ vom Fotoschnack, juchuu. Das habe ich mir mal geleistet, denn ich möchte mich unbedingt in der Fotografie weiterentwickeln.

Im August machen wir erneut eine Tour mit dem Hausboot durch Brandenburg, und da freut sich schon die ganze Familie drauf.

Soweit meine Sommerpläne, die also komplett in Deutschland verbracht werden – außer, mir kommt mein Fernweh dazwischen oder der Sommer wird so verregnet wie im letzten Jahr.  Jetzt aber erstmal: Auf nach Island!

Macht es fein
/inka