Nachdem ich mich im ersten Teil meiner Reihe Fotoausrüstung, Tools & Tipps mit meinen Kameras und Objektiven beschäftigt habe, erzähle ich Euch heute von meinem mittlerweile recht vielfältigen Fotozubehör, was sich so im Laufe meiner Fotografie angesammelt hat: Stative, Filter, Akkus, Speicher und mehr; inklusive natürlich den jeweiligen Erfahrungswerten und Tipps.

Inhalt des Artikels

1. Stative & Gimbal

Schwer, groß, stabil, günstig: Das Slik Pro 330 DX
Handgepäckstauglich, leichter, Mittelklasse: Das Manfrotto BeFree Aluminium
Handgepäckstauglich, sehr gutes Maß zwischen Stabilität & Gewicht: Das Manfrotto BeFree Carbon
Klein, flexibel, nicht sehr stabil, trekking-geeignet: Der Joby Gorillapod
Einbeinstativ Hama Star 78 Mono 176 -3D
Gimbal

2. Filter

UV-Filter
Polfilter
Graufilter (ND-Filter)

3. Ersatzakkus

Ersatzakkus für Canon EOS 600D
Ersatzakkus für Canon EOS 80D
Ersatzakkus für Olympus OM-D E-M10
Power Bank für Smartphones und Tablets

4. Displayfolie

5. Handschlaufe & Kameragurt

Handgriff / Handschlaufe
Kameragurte
Schultergurte

6. Speichermedien

MacBook pro Retina 13“
MacBook Air 11“
Externe Festplatten
Speicherkarten

1. Stative & Gimbal

Mittlerweile habe ich mehrere Stative Zuhause und würde tatsächlich lediglich eins davon abgeben wollen (und eines gegen die höherwertige Version umtauschen). Das passt nicht mit Minimalismus zusammen? Nee, das stimmt. Ich hab auch nie behauptet, in jeder Hinsicht minimalistisch zu sein, und bei meinem liebsten Hobby der Fotografie bin ich tatsächlich auch gerne umfassend ausgerüstet. Mein zweitliebstes Hobby, draußen sein, führt übrigens dazu, dass ich eine ordentliche Menge an Rucksäcken besitze, dazu mehr im dritten Teil meiner Serie.

Schwer, groß, stabil, günstig: Das Slik Pro 330 DX

Es muss nicht immer höllisch teuer sein. Ich habe mich vor einigen Jahren für ein günstiges Slik Pro 330 DX Stativ* entschieden. Es wiegt ca. 2,3 Kilo und ist dennoch sehr windstabil, was mir wichtig war, weil ich viel draußen und in windigen Gefilden wie z.B. Island fotografiere. Die Schnellwechselplatte, mit der sich der Fotoapparat schnell und einfach am Stativ befestigen lässt, hatte ich letztes Jahr verbusselt und konnte sie sehr einfach für rund 15 Euro nachbestellen.

Das Stativ kostet unter 90 Euro und leistet mir nun schon seit vier Jahren sehr gute Dienste. Nicht einmal Sand hat bisher Probleme verursacht – ein robustes Teil. Besonders gelungen finde ich die beiden Hebel, mit dem sich die Ausrichtung sehr gut feineinstellen lässt. Einziges Problem: Fürs Handgepäck ist es nicht geeignet, denn es ist zu schwer und zu lang (62 cm), selbst in meinen Trekkingrucksack bekomme ich es nicht hinein.

Handgepäckstauglich, leichter, Mittelklasse: Das Manfrotto BeFree Aluminium

Dieses Stativ aus der neuen Reiseserie von Manfrotto* wurde mir für Grönland und Kanada geliehen. Es tut sehr gute Dienste, wiegt 1,4 Kilo und passt vor allem auch sehr gut ins (Hand-)Gepäck, was mit dem oben erwähnten Slik nicht der Fall ist: Zusammengeschoben und in praktischer Tasche geliefert ist es wirklich klein (40 cm). Es ist derzeit für ca. 140 Euro zu haben.
Die Schnellwechselplatte funktioniert gut, der Kugelkopf lässt das Stativ gut einstellen, wobei ich hier zugegebenermaßen die Variante mit den beiden Handgriffen vom Slik Pro vorziehe. Tatsächlich klappt das Festellen auch gerade noch mit der doch recht schweren Kombi Canon EOS 80D und Canon 70-200L.

Allerdings würde ich, wenn ich schon auf das Gewicht achte, dann doch gleich tiefer in die Tasche greifen und die Carbon-Variante kaufen:

Handgepäckstauglich, sehr gutes Maß zwischen Stabilität & Gewicht: Das Manfrotto BeFree Carbon

Die Carbon Variante des Manfrotto Reisestativs* konnte ich mir auf einem Workshop anschauen. Es ist tatsächlich das gleiche Stativ, bringt die gleichen Werte (Traglast bis 4 Kilo, zusammenklappbar auf 40 cm) mit sich und wiegt gerade 1,1 Kilo – das ist ziemlich grandios. Würde ich mir noch einmal ein Stativ kaufen, wäre es dieses.

Klein, flexibel, nicht sehr stabil, trekking-geeignet: Der Joby Gorillapod

Der Jobi Gorillapod* für rund 36 Euro wiegt gerade einmal 240 Gramm und ist das Stativ, das man als „immerdabei“ bezeichnen kann. Na klar, es ist weder sehr komfortabel, da gerade einmal 25 cm hoch, noch kann es schwere Kameras halten (Belastung bis 3 Kilo ind angegeben, ich würde höchstens 2 kg empfehlen). Dafür kann man es um Äste schlingen und bei der Trekkingtour dabei haben. Im nachhinein habe ich mich geärgert, auf dem West Coast Trail in Kanada aus Gewichtsgründen darauf verzichtet zu haben, bei einigen Nachtaufnahmen wäre es wirklich hilfreich gewesen, zumal die Kombination mit einer leichten Olympus Systemkamera sehr gelungen ist.
Einen Kugelkopf habe ich dafür übrigens nicht, was die Feinjustierung einigermaßen schwierig macht. Der ist also zu empfehlen.

Einbeinstativ Hama Star 78 Mono 176

Warum ich gedacht habe, dass ich ein Einbeinstativ brauche, weiß ich selber nicht mehr genau. Das hatte irgendwas zu tun mit Antarktis = Schiff = Stativ ohnehin nur mitteltauglich + Zodiacs = zu klein für große Stative. Sprich, ich hatte gedacht, dass es sinnvoll sei, ein leichtes, schnelles Stativ „wenigstens für ein bisschen“ sei besser als keines. Bis heute habe ich das Ding nicht benutzt, denn „ein bisschen“ ist eben auch nur ein bisschen sinnvoll.
Moderne Kameras haben einen recht guten Stabilisator, und wenn Du wirklich ein Stativ brauchst, nützt Dir dieses hier auch nichts. Zudem: Pinguine laufen zu schnell. ;) Spaß beiseite: Wer meint, er benötige ein Einbein und hat keine Lust, viel Geld auszugeben, scheint mit diesem hier ganz gut bedient zu sein. Für schnoddrige 20 Euro wirkt es erstaunlich stabil und bekommt bei Amazon* auch sehr viele sehr gute Bewertungen. Wer mich über den Sinn aufklären kann, ist in den Kommentaren herzlich eingeladen.

Gimbal

Im nachhinein könnte ich mir in den Hintern beißen, dass ich nicht schon in der Antarktis einen Gimbal* besessen habe. Wie genial so ein Ding ist, weiß ich jetzt, da ich einen zur kürzlich erworbenen Drohne dazubekommen habe. Ein Gimbal, sehr knapp erklärt, bedient sich des Prinzips der kardanischen Aufhängung und ersetzt eine Steadycam: Durch Drehlager werden Neigungen ausgeglichen und Bewegungen vermindert. Im Klartext: Mit dem Ding könnt Ihr im Prinzip durch die Gegend rennen und habt kaum unruhige Bewegungen im Bild, auch Schiffstouren sind daher kein Problem mehr.
Meiner ist allerdings „nur“ für die GoPro, ein größeres Modell steht also noch aus. Empfehlungen möchte ich hier direkt nicht aussprechen, da ich mich nicht genügend auskenne, sondern nur generell ein bisschen rumschwärmen. Meiner gehört wie erwähnt zur Typhoon dazu. Aber Gimbals sind genial, das kannst Du mir glauben. Filmische Beweise sind gerade in Arbeit. ;)

2. Filter

UV-Filter

UV-Filter* sind schwer umstritten, ich persönlich hatte nie einen, denn das zusätzliche Linsenglas macht die Qualität des Bildes sicher nicht besser. Der einzige Grund für mich, einen zu nutzen, wäre in der Wüste, um die Linse vor Sandabrieb zu schützen. Der UV-Filter sei deshalb hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Polfilter

Polfilter machen den Himmel hübsch blau und nehmen vor allem ungewollte Spiegelungen weg, z.B. auf Wasserflächen. Mein erster Polfilter war irgendein Superbilligteil für um die 10 Euro. Spart Euch den Scheiß und kauft gleich einen Besseren. Die Hama Polarisations-Filter* sind keine Weltklasse aber tun für knapp 40 Euro ihren Job sehr ordentlich.
Um den Himmel etwas blauer zu haben, benutze ich Polfilter übrigens nur noch sehr selten, denn das kann man auch in Lightroom sehr gut machen, und ein Polfilter hat manchmal auch recht unschöne Nebeneffekte, wie das Gunter Wegner in einem Artikel mal – mir persönlich etwas zu negativ, aber dennoch gut – dargestellt hat. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings die Entspiegelung bei Wasserflächen. Sobald ich weiß, dass ich auf einer Reise mit Wasser zu tun habe, ist der Polfilter im Gepäck – wenn ich ihn nicht wie gerne üblich vergesse. Stellt Euch mal vor, ich hätte ihn hier bei der Eislagune Jökulsarlon dabei gehabt, dann hätte ich die Spiegelung schön wegdrehen und das Eis unterhalb der Wasserfläche schön ablichten können. So sieht man leider recht wenig:

Eisberg im Wasser

Durch die Spiegelung auf der Wasseroberfläche sieht man wenig vom unterhalb schwimmenden Eis – zu schade, dabei leuchtet das Eis sogar hübsch türkisblau.

Natürlich kann man aber auch bei Wasserspiegelungen in Lightroom* noch einiges machen. Hier habe ich dieses Bild etwas bearbeitet:

Bearbeitung von Wasserspiegelungen in Adobe Lighroom.

Bildbearbeitung in Lightroom: „Kontraste erhöhen“ und „Klarheit“ übertönt so manche Wasserspiegelung ganz gut.

Ebenfalls verstärke ich mit dem Polfilter gerne auch mal die Wasserspiegelungen. Wäre das nicht schade, wenn man diese schöne Spiegelung durch den Polfilter reduzieren würde?

Spiegelnder Eisberg im Wasser; Eislagune in Island

Die Windstille an diesem Tag an der Eislagune Jökulsarlon in Island mit dem grauen Himmel waren absolut fantastisch für Aufnahmen mit Spiegelungen der Eisberge auf der Wasseroberfläche. Das Grau ist übrigens „real“, hier habe ich keine Sättigung entfernt.

Graufilter (ND-Filter)

Graufilter sind für mich nur so mittelmäßig zu gebrauchen. Ich habe mir welche angeschafft, um Langzeitbelichtungen zu machen, das bietet sich z.B. an, wenn man volle Plätze menschenleer machen möchte, oder in der Dämmerung die Lichter von Autos „nachzeichnen“ möchte.

Lichtmauer in Berlin zum Mauerfall-Jubiläum

Die Lichtmauer in Berlin zum 25 jährigen Jubiläum des Mauerfalls war einigermaßen überlaufen. Durch Langzeitbelichtung sind die meisten Menschen verschwunden, nur die Spuren eines Fahrradlichtes ziehen sich durchs Bild.

Die ewigen wasserweichgespülten Langzeitbelichtungen am Meer oder von Flüssen kann ich allerdings ehrlich gesagt schon lange nicht mehr sehen, denn das macht irgendwie jeder und ist immer das Gleiche. Ich benutze ND-Filter daher nur sehr selten, warte auf meine Offenbarung und bin wahrlich keine Expertin.
Ich habe meine sehr günstigen Graufilter im Set von Walimex* gekauft. Sie haben einen starken Rotstich, der mich persönlich nicht so stört, ich bearbeite den Weißabgleich bei meinen Fotos ja ohnehin hinterher in Lightroom.

3. Ersatzakkus

Da ich sehr viel unterwegs bin und auch bei meinen Wandertouren viele Fotos mache, bin ich darauf angewiesen, viele und verlässliche Akkus vor allem für Kameras und Handy zu besitzen. Meist kosten die Original-Akkus ein kleines Vermögen, ich bin deshalb wie so viele andere auf günstigere Alternativen umgestiegen, allerdings nicht immer erfolgreich.

Ersatzakkus für Canon EOS 600D

Ich habe drei Mal Ersatzakkus von verschiedenen Anbietern (u.a. die von Patona*) für die 600D gekauft. Alle waren sehr gut und haben jetzt bereits mehrere Jahre Nutzung hinter sich. Bis zu 300 Fotos kann ich mit allen Akkus machen. Sie konsten rund 15 Euro statt der 50 Euro für die Originalen.

Ersatzakkus für Canon EOS 80D

Der Originalakku für die 80D kostet sogar 70 Euro, ich habe mich daher wieder für Ersatzakkus von Patona entschieden, die Patona Premium Akkus für Canon LP E6N*, und bin extrem zufrieden. Ca. 300 Aufnahmen (RAW + JPG) sind mit diesen jeweils möglich, die Anzeigen funktionieren gut und ich kann eigentlich keine Einbußen in der Leistung feststellen. Bei Amazon kostet dieser rund 30 Euro, ich habe ein Doppelpack auf ebay für 36 Euro geschossen.

Ersatzakkus für Olympus OM-D E-M10

Trotz allgemein guter Urteile bin ich mit den Ersatz-Akkus von MTEC Kameraakku 1150mAh* total auf die Nase geflogen, bitte daher AUF KEINEN FALL kaufen! Ich hatte zwei von dieser Sorte, beide haben nach wenigen Ladungen nur mehr Kapazitäten für ca. 20 Bilder. Woher die guten Bewertungen kommen ist mir schleierhaft.
Besser aber auch nicht annähernd wie der Originalakku sind die Bundlestar PATONA PREMIUM Akkus (echte 1100mAh)*, ich habe zwei für den aktuellen Preis von 18,90 Euro bekommen. Manko: Die Anzeige springt von voll auf null, Ihr habt also keinerlei Vorwarnung, dass der Akku sich dem Ende neigt. Ich bekomme mit diesen Akkus etwa 50 Fotos (in RAW) hin, trotz ausgeschaltetem Display.
Meine Empfehlung wäre daher, die teuren Orginalakkus von Olympus* zu kaufen (ca. 50 Euro). Mit denen schaffe ich ca. 150 Fotos, was auch nicht gerade der Bringer ist, aber eine bessere Alternative gibt es nunmal nicht. Auf meinen Touren in Kanada, auf denen ich keinen Stromzugang hatte, musste ich daher etwas oldschool die Fotos gut einteilen. Ich hoffe sehr, dass Olympus hier den Nachholbedarf erkennt.

Power Bank für Smartphone & Tablets

Man kennt das ja – das liebe Smartphone und der Akku. Ich habe mir mein iPhone 5C damals unter anderem gekauft, weil der Akku in den Bewertungen gut war. Dieser Vorteil war jedoch spätestens nach dem ersten Update dahin.

Die Power Bank von EasyAcc* begleitet mich jetzt schon seit zwei Jahren zuverlässig. In meiner Variant mit 5000 mAH wird sie nicht mehr verkauft, die Variante mit 10.000 mAH hat allerdings ebenso gute Bewertungen und ist anscheinend genauso kompakt und leicht. Einziges Manko: Sie braucht – wie auch viele andere – sehr lange, bis sie wieder voll geladen ist.

4. Displayfolie

Ja, auch wenn das dann nicht so megasuper auf dem Display aussieht: Ich nutze einen Displayschutz. Bei der alten Canon 600D war dieser irgendwann oll, ich zog ihn ab und verpeilte, einen Neuen draufzumachen. Ein halbes Jahr später hatte ich ein ordentlich zerkratzes Display und habe mich mega geärgert. Deshalb ab jetzt: Nur noch mit Displayschutz, das ich dafür regelmäßig erneuere. Dafür nehme ich dann die optischen Einbußen des Displays in Kauf.

Die günstige Olympus OM-D Schutzfolie* habe ich jetzt übrigens sowohl auf der Olympus wie der Canon 80D aufgebracht.

5. Handschlaufe & Kameragurt

Wer mich häufiger liest weiß, dass ich nicht aus Überzeugung auf eine Vollformat-Kamera verzichte: Sie sind mir schlicht zu groß (jedenfalls die, die mir gefallen). Ich habe nicht nur ziemliche Kinderhände sondern auch noch sehr schwache Handgelenke, weshalb ich früher nach längeren Touren mit der Kamera in der Hand immer Handgelenkschmerzen hatte.

Handgriff / Handschlaufe

Abhilfe verschaffte mir endlich der Tipp eines Bekannten zum Handgriff, auch Handschlaufe oder Handgelenkschlaufe genannt. Ich habe hier die günstigsten von Meymoon* genommen, die jeweils unter 10 Euro kosten und seitdem liebe ich diese Griffe ohne Ende.
Achtung, die Halterung zum Festschrauben an der Kamera ist aus Plastik, also nicht super stabil, deshalb eine Stativschelle nicht drunter geschraubt werden (auf diese Weise habe ich meinen ersten Haltgriff geschrottet)! Man sollte außerdem regelmäßig prüfen, dass der Griff unten noch festgeschraubt ist, sonst fällt einem die Kamera aus der Hand. Allerdings habe ich dafür die Kamera ja zusätzlich immer noch um den Hals.
Ob die Oberfläche tatsächlich echtes Leder ist, kann ich nicht beurteilen, an der Innenfläche ist jedenfalls kein Leder, das dürfte irgendein Plastikstoff sein, der sich aber gut auch mit Schwitzen und Haut verträgt. Vermutlich will ich auch gar nicht wissen, wie diese Griffe hergestellt werden, Pluspunkt ist aber, dass sie wirklich lange halten, wenn man auf die Halterung etwas acht gibt. Seitdem hat mir tatsächlich nie wieder das Handgelenk wehgetan, ich kann das nicht oft genug betonen.

Kameragurte

Kameragurt

Zu meinem Entzücken ist dieser Gurt – von meiner Schwester angefertigt – in Lieblingsfarben plus Nähband von Luzia Pimpinella.

Tatsächlich trage ich auch immer, immer, immer den Kameragurt um den Hals, aus Sicherheitsgründen und auch, weil es meine Hand schont.
Die mitgelieferten Gurte sind ja schon länger ein ziemlicher Graus, weil sie hart und kratzig sind und ich persönlich finde es auch nicht so toll, wenn da riesig groß „Canon“ draufsteht. Ich habe mir daher von meiner Schwester einen nähen lassen, der schön weich ist und angenehm zu tragen.

Schöne Gurte findet man übrigens auch auf Dawanda, aus Stoff und Leder.
Ich würde bei solchen Sachen immer auf Dawanda setzen, das ist nachhaltiger als das aus China importierte Billigzeug auf Amazon, ist bezahlbar und Ihr unterstützt den lokalen Handel damit.

Schultergurte

Es gibt außerdem diese Schulter-Gurte, z.B. von SanSniper*. Ich bin mit denen nicht warm geworden, ich trage die Kamera tatsächlich lieber vorne statt seitlich, zudem scheint sich das Gewinde doch sehr schnell locker zu machen – das ist mir ehrlich gesagt einfach zu heikel bei einem 2000-Euro-Equipment.

6. Speichermedien

Datensicherung, uaaaah, ich vermute, das ist für Dich ein ebensolches Gruselthema wie für mich. Schönerweise tritt mir der Mann immer in den Hintern, damit ich mich – wenigstens unregelmäßig – um das Sichern meiner Fotos kümmere. Ein wirklich vernünftiger Workflow steht immer noch aus, denn ich komme einfach meist mit der Datensicherung zuhause auf den Server nicht nach.
Worauf ich aber penibel achte ist die Datensicherung unterwegs. Ich habe daher immer mindestens zwei Sicherungen: Einmal existieren die Fotos auf der Speicherkarte, ein zweites Mal auf einer externen Festplatte. Muss ich aus Platzgründen eine Speicherkarte noch unterwegs leeren, speichere ich die Fotos auf einer zweiten Festplatte. Mir ist es schlicht zu heikel, kein Backup zu haben.

MacBook Pro Retina 13“ – das MacBook für Zuhause

Der Vollständigkeit halber sei auch das MacBook Pro Retina 13 Zoll* erwähnt, denn tatsächlich habe ich mir letztes Jahr dieses Notebook wegen des Retina-Displays gekauft, um meine Fotos besser beurteilen zu können. Mein altes MacBook hatte mittlerweile seine besten Zeiten überschritten und die Auflösung war zudem grottig. Natürlich nutze ich das nicht wirklich als Speichermedium, sondern eher als Zwischenspeichermedium. Meine Fotos packe ich in der Regel von der Speicherkarte sofort auf eine externe Festplatte und bearbeite sie auch von dort.

MacBook Air 11“

Ja, call me dekadent, ich habe zwei MacBooks. Ursprünglich hatte ich nur das uralte RiesenMacBook anno 2009, was unfassbar viel wog. Da ich einen Reise-Rechner haben wollte, schaffte ich mir vor einigen Jahren das kleine MacBook Air 11 Zoll* an – und liebe es bis heute. Es ist bis jetzt mein perfekter Reisebegleiter, nicht viel schwerer als ein Tablet, dafür mit viel mehr Funktionen, ich kann auch mit Lightroom von unterwegs arbeiten und darüber meine Fotos sichern.

Externe Festplatten

Dieses Thema ist für mich ziemlich grauslig, denn entweder gehen mir die Festplatten kaputt oder ich kaufe mir Macs, die ein kleines Problemchen mit der Stromversorgung zu haben scheinen. Ich habe bei meinen externe Festplatten ohne eigene Stromversorgung daher leider regelmäßig ein Zugriffsproblem, kann aber nicht ganz beurteilen, ob das nun wirklich am Mac oder einer ungünstigen Kombi liegt oder am Zufall.

Sicher ist, dass einige meiner Bloggerkollegen ebenfalls die Festplatten von Transcend Anti-Shock* nutzen und diese auch online wirklich gute Bewertungen einfahren. Ich habe mehrere hiervon und sie haben jetzt am längsten von allen durchgehalten und sind sehr schnell.

Speicherkarten

Schnellschnellschnell müssen sie sein. Da ich auch mit den Canons häufiger Videos aufnehme, ist die Schnelligkeit besonders wichtig, meine alten Speicherkarten haben alle nach wenigen Sekunden gestoppt. Problemloses Aufnehmen haben mir bisher die SanDisk Ultra 40 MB/s* beschert.
Es gibt sie auch mit 64 und 128 GB Speicher, was einerseits toll ist, weil viel raufpasst, andererseits braucht dann Lightroom auf meinem Mac relativ lange, um die Fotos anzuzeigen. Weniger ist eben manchmal schneller, ich würde eher zwei 32 GB Karten kaufen statt einer großen, zudem habe ich immer mindestens eine Ersatzspeicherkarte dabei. #ausgründen

Ich hoffe, ich konnte mit dem ein oder anderen Tipp bei der Produktsuche helfen. Solltest Du etwas davon kaufen wollen, würde ich mich total freuen, wenn Du das entweder über den lokalen Händler Deines Vertrauens machst und damit die lokale Wirtschaft unterstützt, oder Du nutzt einen oben angegebenen Link über Amazon, dann unterstützt Du wiederum meine Arbeit bei blickgewinkelt. Dankeschön!

Meine Fotoausrüstung: Kameras & ObjektiveZum ersten Teil der Serie geht’s hier entlang: Meine Fotoausrüstung, Tools & Tipps: Kameras & Objektive

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