Rhabarberzeit!
Eigentlich wollte ich dieses Rezept für Erdbeer-Rhabarber-Kompott schon letztes Jahr gepostet haben, wie das aber immer so ist: Die Zeit ist mir irgendwie davongerannt. Heute also endlich.

Anlass ist hier im Hause eine Konfirmation, das Zelt und die Bierbänke stehen bereit, jeder hat seine Aufgaben, meine ist ein bisschen Mädchen für alles zu spielen und außerdem einen veganen Salat (es wird Hirsesalat) und einen veganen Nachtisch bereitzustellen. Jetzt hoffe ich nur noch, dass uns das Zelt nicht wegfliegt und kein Dauerregen über uns hereinbricht. Schön ist ja immer, nach Saison zu kochen, also kam ich ziemlich schnell auf ein Rhabarber Dessert und damit mein Rezept für Erdbeer-Rhabarberkompott. Die Oma kam außerdem auf die schöne Idee, für die Blumendeko ein paar Fliederdolden abzuschneiden, davon haben wir hier nämlich eine Menge. Es lebe die Selbstversorgung, wobei das mit den Erdbeeren und Rhabarber natürlich nicht so geklappt hat, die musste ich kaufen. Rhabarber ziehen wir im Garten (noch) nicht und die Erdbeerenpflanzen sehen zwar toll aus, tragen aber noch nicht, mit der Saison schummle ich also etwas.

Exkurs: Ein bisschen plastikfreier Einkaufen

A propos Einkaufen: Von der wunderbaren Nike habe ich ein paar ihrer Upcycling Projekte geschenkt bekommen, in diesem Fall aus alten Gardinen gemachte Beutel für Obst, wie Ihr unten auf dem Foto sehen könnt. Als ich die im Supermarkt am Warenband auspackte und das Erdbeerkörbchen darin einpackte, entspann sich ein Gespräch mit dem älteren Pärchen hinter mir. Sie: „Oh, Rudi schau mal, das ist ja praktisch“. Ich bin natürlich entzückt und erkläre, dass das ein simples und schönes Mittel ist, Plastikbeutel zu vermeiden. Er hingegen scheint etwas skeptisch. „Ah, sie sind also so ne Umweltbewusste, ja?“
Ich grinse und muss beim Blick auf das Warenband zugeben, dass ich ja offensichtlich keine sehr großen Bemühungen mache. „Aber da, wo es mit einfachen Mitteln geht, versuche ich schon, was ich kann“, sage ich, und vermeide mal tierisch geschickt den Zeigefinger.
Wieder eine kleine Idee weiterverbreitet. Danke an Nike.

Nun aber fix zum Rhabarberkompott!

Einkaufszutaten für Rhabarber-Erdbeer-Kompott

Zutaten für das Erdbeer-Rhabarberkompott*

*Jahaha, da liegen sie, die bösen Tütchen mit Vanillezucker. Echt ein totaler Blödsinn, die zu kaufen, das ist mir aber auch erst jetzt aufgegangen. Nächstes Mal dann endlich wieder echte Vanille.
Dieses Rezept habe ich letztes Jahr ausgetüftelt, ein Jahr, in dem ich überall Ingwer und Vanille hinzugeschmissen habe, und der Trend scheint sich auch dieses Jahr wieder fortzuführen. Toll an Kompott finde ich, dass da nicht so viel Zucker reinkommt, ich mag so supersüßen Krams nicht, und die Schärfe des Ingwers zusammen mit Vanille finde ich einfach grandios.

Rhabarber-Erdbeer-Kompott

Die Zubereitung vom Erdbeer-Rhabarberkompott ist so simpel, dass ich mal aufs Fotografieren neben dem Kochen verzichtet habe.

Zutaten

  • 500 g Rhabarber
  • 400 g Erdbeeren
  • 100 g Zucker
  • 1 Limette (Zitrone geht auch, ich mag Limette lieber)
  • 3 cm Ingwer
  • Vanille – und ja, man möge mir verzeihen, echte Vanille ist natürlich besser!

Zubereitung des Rhabarberkompotts

  • Den Rhabarber waschen und schälen und in kleine Stücke schneiden. Winzig müssen sie nicht sein, Rhabarber zerfällt beim Kochen sehr gut.
  • Eine halbe Limette darüber auspressen, den Zucker dazugeben und ordentlich durchrühren.
  • 1-2 Stunden stehen lassen. Der Rhabarber lässt dabei ordentlich Saft und wird glasig.
  • Nun den sehr klein geschnittenen Ingwer dazugeben, durchrühren.
  • Alles einige Minuten aufkochen lassen, bis der Rhabarber gut zerfallen ist.
  • Herd ausmachen und die Nachhitze nutzen (oder beim Gas auf sehr kleine Flamme stellen) und die geviertelten Erdbeeren dazugeben.
  • Die Mischung ca. eine Stunde durchziehen lassen und immer mal wieder durchrühren, dabei zerfallen die Erdbeeren bereits. Ich habe das Kompott anschließend durchpüriert, weil ich erstens nicht so viele Ingwer-Stückchen drin haben wollte und wir das Rhabarberkompott gerne auf Eis als Sauce essen. Wer mag, kann die Erdbeeren aber auch einfach grob zerdrücken.
  • Abschmecken. Wer mag, kann nun noch den Saft der restlichen Limette zugeben oder ggf. nachzuckern. Manchen schmeckt übrigens auf Pfeffer darin, die passen zu Erdbeeren besonders gut. Spätestens dann dürfte das Kompott aber nicht mehr kindertauglich sein.
  • Zum Schluss noch einmal aufkochen.
  • In ausgespülte, saubere Gläser einfüllen (kurz vor dem Einfüllen gieße ich in Gläser und Deckel noch einmal kochendes Wasser zum Bakterien abtöten hinein) und ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Voilá.
Erdbeeren Rhabarber Kompott Gläschen

Und fertig ist das leckere Kompott mit Erdbeeren und Rhabarber.

Verwendung

Besonders toll schmeckt das Rhabarberkompott warm gemacht auf Eis. Öh, sollte das nicht vegan sein? Ja, genau. Für die vegane Fraktion habe ich das erste Mal ausprobiert, veganes Eis total simpel mit gesüßter Sojamilch herzustellen. Fazt: Klappt! Das Einzige, worauf man achten muss: Alle paar Stunden das Eis durchrühren. Wenn es dann dennoch mal durchgefroren ist, leicht antauen und nochmal ordentlich pürieren. Das Soja-Eis schmilzt natürlich dann noch schneller als Sahne-Milch-Eis, dennoch: Als einfache Variante finde ich das super.

Sojamilch-Eis mit Rhabarberkompott

Veganes Eis aus Sojamilch mit dem Rhabarberkompott. Das übliche Vanille-Speiseeis geht natürlich auch.

Kauftipp: Wer wie ich keine Lust aufs Nähen hat, kann ich übrigens die praktischen Obst- und Gemüsebeutel* auch kaufen. Diese Bio-Baumwollbeutel sind ein klein wenig schwerer (ca. 40 Gramm) als die ziemlich coolen Upcycling-Beutel von Nike (ca. nix), aber immer noch sehr klein, so dass man sie bequem immer in der Tasche haben kann.

 

Rezept Mandarinenmarmelade


Mandarinenmarmelade
finde ich übrigens ebenfalls köstlich, ich habe ein relativ simples Rezept hergestellt. Beim Klick auf das Bild kommst Du zu dem Artikel.

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