Kapstadt mit dem Tafelberg aus der Vogelperspektive – wunderbar! Das Bild habe ich hier nachgetragen.

Meine Südafrika Rundreise ist dicke zugepackt mit Unternehmungen, wir wollen ja nichts verpassen, und leider ist Südafrika ein bisschen wie Island, was die Vorplanung so einer Rundreise angeht: Das Meiste ist lange im Vorhinein ausgebucht. Wer spontan sein möchte, braucht ein dickes Portemonnaie, darauf wollte ich es nicht so gerne ankommen lassen, Trekken gehen kann man völlig vergessen, denn die „Pässe“ dafür sind schon Monate vorher ausgebucht.

Daher ist die Route nun bereits ziemlich festgelegt und vieles gebucht, was sonst nicht so mein Fall ist und Katrin und mir zwischendurch schon ziemlich viele graue Haare beschert hat.

Im Folgenden findet Ihr meine Route, eine sehr lapidare Packliste und ein paar Tipps zu dem, was ich im Vorhinein recherchieren konnte.

Vier Wochen Südafrika: Die Route

Südafrika Rundreise - Karte der Route

4 Wochen Südafrika-Rundreise: Die Route

  1. Wir starten in Kapstadt. Wir, das sind Martina von Talk around the World, Madlen von Puriy, Anja von Travel on Toast und Katrin von viel unterwegs. Knapp eine Woche lang erkunden wir Kapstadt und die Winelands und haben ein irres Programm, das ich hier jetzt nicht verraten werde.
  2. Nach einer Woche trennen sich die Wege und ich reise mit Katrin weiter. Wir besuchen das Schulprojekt iThemba, das von ConTribute unterstützt wird. Genau, das sind die Leute, die ich in Brasilien kennen gelernt habe, und als klar war, dass wir nach Kapstadt reisen, habe ich einfach mal nachgefragt, ob wir vor Ort ein Projekt besuchen können. Begleitet werden wir ab jetzt von Katrins Bruder Michi.
  3. Weiter geht es mit dem Flugzeug nach Johannesburg. Hier werden wir im Township in Soweto übernachten. Dieses Projekt ist, so wurde uns vermittelt, ein Projekt, um aufzuklären und Gelder ins Township zu bringen und ich hoffe sehr, dass wir uns da nicht wie bescheuerte weiße Popos vorkommen, die glotzenderweise durch Armenviertel rennen. Toitoitoi.
  4. Am Nikolaustag fahren wir per Mietauto weiter in den Krüger Nationalpark, wo wir am Bush-Airport den Mann abholen, juchuu! Ein paar Tage verbringen wir hier nun zu viert, teils in, teils in der Nähe vom Park in verschiedenen Unterkünften und Lodges und hoffen, viel über die Ausbildung der Guides zu erfahren, ob und inwiefern nachhaltig mit der Natur umgegangen wird und selbstverständlich gehen wir auf Safari. Außerdem habe ich tausend Fragen, was den Wildschutz angeht. Drückt mal die Daumen, dass wir da interessante Ansprechpartner finden, per email hat das leider nicht funktioniert.
  5. Nach ein paar Tagen verlassen wir den Krüger und fahren zur Küste, zwischendurch übernachten wir in Swaziland, von dem ich überhaupt noch gar keine Vorstellungen habe und mir im Flugzeug dringend ein bisschen Geschichte durchlesen muss.
  6. Über Santa Lucia und den Hluhluwe geht es bis nach Durban. In diesen Tagen hoffe ich auf Strand und Wasser und Berge und süße Schildkröten.
  7. Nach Durban muss der Mann leider wieder nach Hause, Katrin, Michi und ich fliegen weiter nach Port Elizabeth. Ab hier haben wir wieder ein Auto gemietet und fahren zuerst einmal in den Tsitsikamma National Park. Allerdings bin ich ab jetzt frei, habe also gar nichts vorgebucht. Nun ist es noch eine Woche bis Weihnachten und mir schwant, dass ich ab jetzt ein bisschen Kultur und „normales Leben“ gebrauchen kann.
  8. Ich liebäugle deshalb damit, anschließend nach Grahamstown zu fahren, was sich ein Stück nordöstlich von Port Elizabeth befindet, Studentenstädtchen und historisch beladen ist und wunderbar viele interessante Museen zu bieten hat.
  9. Da ich keinen Führerschein besitze, bin ich auf Busse angewiesen. Der Baz-Bus ist aber von hier bis Kapstadt sehr populär und die vielen Hostels auf dieser Strecke entlang der Garden Route sollten mir auch zuverlässig einen Schlafplatz bescheren können.
  10. Katrin und Michi hingegen werden wohl gleich die Garden Route in Angriff nehmen, die westlich von Port Elizabeth liegt. Wir treffen uns dann in Hermanus wieder, wo wir ein Appartement bei AirBnB gebucht haben.
  11. An Heiligabend geht es dann ab in den Flieger und nach Hause.

Was kommt mit? Eine lapidare Packliste

Packliste Südafrika Rundreise

Packliste Südafrika Rundreise

Weil mich Leute immer fragen, wie ich mit so wenig Gepäck auskomme, zeige ich hier kurz die hunderttausendste Packliste der Bloggergeschichte.
Dieses Mal nehme ich ein klein wenig mehr mit, was einmal daran liegt, dass wir von Condor das ein oder andere Mal zum Dinner eingeladen werden und ich wenig Lust auf Inka in lotterigen Trekkingklamotten habe, wenn die anderen vermutlich ihr Abendkleidchen tragen, außerdem habe ich etwas mehr Fotokrempel dabei als sonst, was mit den geplanten Safaris zu tun hat.

Der Reihe nach (siehe Bild):

  • Sternchen: Schuhe. Wie üblich zwei Paar, Sandalen und Sport-Outdoor-Schuhe. Die klassischen Wanderschuhe bleiben dieses Mal zu Hause, weil ich davon ausgehe, bei der Wärme eher meine Trekkingandalen* zu tragen. Die ersten übrigens, die nicht nur eine richtig gute Sohle haben sondern auch noch bezahlbar und außerordentlich hübsch sind, wie ich finde.
  • 1.: 4 Unterhemden/Shirts, 2 T-Shirts, 3 Langärmelshirts. Mehr als genug.
  • 2.: 1 Jeans, 1 Leinenhose, 1 Jogginghose. Yeeeah, ich hab mir das erste Mal eine richtige Jogginghose gekauft, im Schicksensprech „Yogahose„*, sieht extrem lässig aus und dürfte mir den langen Flug versüßen. Außerdem eine Schlafhose und eine kurze Hose sowie ein dünnes Kleidchen. Das ist ungefähr das Doppelte von dem, was ich sonst dabeihabe.
  • 3. Unverzichtbar: Handtuch, Bettbezug, Luftmatratze (wiegt nur 70 Gramm, ich liebe dieses Teil für Notfälle! Wird leider von Therm-A-Rest nicht mehr hergestellt), Tuch-für-Alles (als Tragetuch, Rock, Sitzunterlage, Kopftuch) und mein Buff-Halstuch* (besonders wichtig für die dusseligen Klimaanlagen überall; besonders gerne werd ich ja auf Flügen krank).
  • 4.: Mitbringsel: Nach längerer Suche, Entscheidungsschwierigkeiten und eines sehr hilfreichen Threads auf Facebook (danke dafür!) habe ich nun einen Batzen Buntstifte, Notizhefte, kleine Spielautos und Gummibärtütchen dabei und hoffe, dass das bei dem ein oder anderen Kiddie gut ankommt.
  • Doppelsternchen: Unterhosen, BH, Bikini, Socken und – Luxus! – 2 Gürtel.
  • Schneeflocke: Meine geliebte Merinowolljacke und eine Windshell von Northface. Letztere eigentlich nur, damit ich mir auf dem Weg zum Flughafen nicht den Hintern abfriere.
  • Dreifachsternchen: Meine billige Ersatz-Bridge-Kamera. Dass ich sowas häufiger brauche habe ich ja schon hier und hier bewiesen. Daneben und darüber außerdem der Kleinkrempel: Mein Notfall-Kit, was etwas größer ist als sonst, weil ich Zeugs eingepackt habe, um im Erkältungsfall dennoch fit zu sein (jaja, das ist ja kein Urlaub, wo man sich auf die faule Haut legen kann, nech), Kosmetika (im blauen Täschchen) mit Zahnseide, Nadel & Faden, Gesichtsöl, Waschzeug, Sonnencreme etc., Messer, Stirnlampe (niemals ohne!), Sonnenbrille, iPhone, externer Akku fürs iPhone*, Outdoor-Handy, Ladegeräte, Reisepass, Notizbuch und so nen Krempel. Nicht zu vergessen: Der Reiseführer*. Ja, ich bin altmodisch, der muss mit. TIPP: Der Loose Südafrika ist meiner Ansicht nach wesentlich besser als der Lonely Planet.
  • Es fehlt: Die Emma (Canon EOS 600D) mitsamt einem Objektiv. Drum herum dann das ganze Fotogedöns: Kleines Stativ, die Lomo mit Filmen, das MacBook Air, weitere Objektive und Filter (Grau- und Polfilter), Ladegerät usw. Man beachte bitte mein unglaublich pompöses neues Suppenzoom, das Sigma 50-500 mm*, uiiiiiiiii!
Sigma_50-500

Fast eineinhalb mal so groß wie mein Fuß! Und nein, ich habe keine Haare an den Beinen! Warum das so aussieht weiß ich auch nicht…

Da ich kein Tele besaß, was über 200 ging (und auch das ist ein echtes „Suppenzoom“, macht also relativ schlechte Bilder) habe ich mich nach einer kurzen Testphase für dieses entschieden. Natürlich ist das von der Qualität her kein Canon L-Objektiv, mit dem ich geliebäugelt habe, der Vorteil ist aber, dass ich auch noch Fotos machen kann, wenn der Elefant mal am Wagen schnuppern kommt, man weiß ja nie. Gunther Wegner hat nämlich mal die Rechnung bezahlen müssen, als er so ein hübsches Tele drauf hatte und der Buckelwal so nahe kam, dass er nur noch die einzelnen Pocken auf dem Rücken ablichten konnte. Tja, das ist Pech. Also verzichte ich auf ein bisschen Qualität, komme sehr nah ran, kann aber auch rauszoomen.

Da wir gerade schon beim Geld sind:

Wie finanziert Inka so eine Riesengaudi eigentlich?

Ich habe mich entschlossen, hier mal ein paar Worte dazu zu verlieren, erstens, weil das die Kennzeichnung meiner Beiträge einfacher macht und ich sehr viel Wert auf Transparenz lege, damit die Leser wissen, wo etwas gesponsert wurde und eventuell ein bisschen mehr Dankbarkeit an den Tag gelegt wird als wenn man etwas selbst bezahlt hätte, und dass dem so ist, da braucht sich ja niemand etwas vormachen. Dennoch berichte ich natürlich immer meiner Schnauze nach, auch darauf lege ich Wert.
Zweitens werde ich häufig gefragt „wie sowas denn geht“, also hier mal Tacheles:

Das Southafrican Tourism Board, Condor und Thomas Cook haben mich und oben genannte Reisebloggerinnen zu einer Bloggerreise eingeladen, um für knapp 6 Tage Südafrika kennen zu lernen. Das bedeutet, mir wird der Flug und der gesamte Aufenthalt mitsamt eines grandiosen Programmes vor Ort (und ich meine wirklich gran-di-os, macht Euch auf was gefasst!) bezahlt. In dieser Zeit werden wir Kapstadt und Umgebung besichtigen.
Netterweise durften wir kostenlos den Flug nach hinten verschieben, daher haben Katrin und ich die Gelegenheit am Schopf gepackt und hängen nun noch drei Wochen auf unsere eigenen Kosten an und machen eine komplette Südafrika Rundreise. Das bedeutet: Wir haben in den letzten Wochen an einigen Klinken geschruppt und bekommen ab und an etwas gesponsert, z.B. wird uns von Sunny Cars teilweise ein Mietwagen gestellt, außerdem hat die eine oder andere Lodge uns einen Preisnachlass gegeben, in der Regel um 50%, soweit ich das verstanden habe (bei den meisten Lodges stehen die Preise nicht dabei). Auch AirBnB unterstützt uns mit zwei Appartements.
Teils haben wir auch sehr günstige Unterkünfte über booking.com* bekommen, in Hostels bekommt man ein Doppelzimmer für 30 Euro, oder wir nächtigen im Township, das kostet auch nicht viel. Hier sind wir meist Empfehlungen von Bekannten gefolgt.
Der Mann hat übrigens meinen Fluggutschein bekommen, den ich bei einem Gewinnspiel bei Opodo gewonnen habe. Ja, kein Witz, ich bin eben wirklich ein Glücksschwein. Das ist auch der Grund, weshalb er dabei sein kann. Danke dafür! Nee, das war jetzt echte Dankbarkeit und keine bezahlte Werbung. ;)

Wir haben uns natürlich sehr genau überlegt, wo wir Kooperationen eingehen und wo nicht. Wenn das Bauchgefühl sagt: ‚Das wird genial!‘, dann habe ich kein Problem, für meine Geschichten gesponsertes Material zu bekommen. Und wenn es nicht genial ist, sage ich das auch.
Das macht es also alles in allem preislich mehr als erträglich, wobei ich für diese vier Wochen unbezahlten Urlaub nehmen musste, was natürlich ein ziemliches Loch hinterlässt, weshalb ich jetzt auch statt mit einer schicken Olympus als Straßenkamera nur mit einer billigen Bridge unterwegs bin. Um das noch einmal zu betonen: Nein, ich werde natürlich für diese Reise nicht bezahlt! Die Spesen verdiene ich mit meinem alltäglichen Job, wie die meisten anderen auch, was ich auch ganz gut finde, das macht beim Schreiben freier.

Also dann:

Tschüss Herbst – Hallo Sommer!

Herbstblätter

Herbst

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