Ich wollte ja auch mal aus diesem Geschenkewahn raus. Das hat aus mehreren Gründen nicht geklappt, aber insbesondere, wenn sich im Umfeld Kinder tummeln, die sich nicht nur, wenn sie klein sind, sehr über Geschenke freuen, sondern die sich vor allem nach Ihrem Auszug nicht alles leisten können, dann sehe sogar ich ein, dass Geschenke nicht nur Spaß machen, sondern manchmal auch sehr viel Sinn ergeben.

Nun möchte ich aber nicht auf den kompletten Konsumtrip springen und überlege deshalb immer relativ (ja, relativ) gut, ob ein Geschenk wenigstens ein bisschen nachhaltig ist. Am liebsten würde ich Euch natürlich meine diesjährigen Geschenke verraten, von denen ich viele richtig cool finde, aber das geht natürlich nicht. Deshalb habe ich mal in den Geschenken der letzten Jahre gestöbert und mein persönliches 1×1 der schönen Geschenke aufgeschrieben – die hoffentlich fürs Gegenüber auch schön waren, denn das ist es ja, worauf es ankommt.
Bei den Geschenkideen ist für jeden Geldbeutel etwas dabei, auch für diejenigen mit sehr knappen Portemonnaie.

Natürlich hat das keine Allgemeingültigkeit, sondern ist mein persönlicher Ratgeber, den ich mir aber wiederum durch die Überlegungen anderer zusammengestellt habe. Dieser Artikel soll daher nichts anderes tun, als Euch inspirieren.

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1x1 des schönen Schenkens

1×1 Was man Dir tu, sei nachhaltig: Fang bei Dir an

Die einfachste Sache der Welt: Posaune hinaus, dass Dir Nachhaltigkeit wichtig ist. Dass Du vielleicht selbst einfach gar nichts geschenkt haben möchtest. Oder dass Du Dich auch einfach über Naschereien freust, oder über eine tolle Auswahl an Hülsenfrüchten mit einem indischen Kochbuch.
Vor vielen Jahren habe ich mir mal ausschließlich Musik gewünscht. Die großartigen Mixtapes und Mix-CDs, die ich damals bekommen habe, habe ich immer noch. Und vor einem Jahr habe ich den Kindern verkündet, dass ich mich sehr über Bücher freue und dass die auch gebraucht sein dürfen. Das freut nicht nur das Portemonnaie der Kinder, sondern auch die Umwelt.
Und ja, natürlich kaufe ich als Autorin auch neue Bücher, die Autor:innen bekommen ja sonst keine Tantiemen. Aber ich finde, rund die Hälfte darf auch gebraucht sein.

1×2 Nicht mehr, sondern besser: Dinge sinnvoll (und schön) ersetzen

Mittlerweile sollten wir es wissen: Nachhaltig ist nur ein Produkt, das nicht erschaffen wurde. Soll heißen: Jedes Produkt verbraucht Ressourcen. Daher können Produkte beim Umweltaspekt nur nachhaltig sein, wenn sie andere Produkte ersetzen, die eine schlechtere Klimabilanz haben. Was so trocken klingt, kann in der Praxis aber außerordentlich hübsch sein. Ich persönlich liebe hübsche, spannende Helferlein, für die ich andere Produkte nicht mehr kaufen muss.
Ein Beispiel: Ein ressourcenschonend hergestelltes Seifenstück statt immer neu gekauften Plastikbehältern. Bislang konnte ich den Mann davon noch nicht überzeugen, daher habe ich einen nachfüllbaren Seifenständer mit den weniger Plastik verbrauchenden Nachfüllpacks. Da ich das immer noch doof finde, wird’s hier bald einfach beides nebeneinander geben und wir schauen mal. Ich muss meine ganzen gekauften Seifen schließlich auch mal aufbrauchen.

Idee 1: Schöner Seifenbehälter und selbstgemachte Seife. Von der Beutetochter habe ich mal einen schönen Glas-Seifenbehälter mit selbstgemachter Flüssigseife (Rezept) bekommen. Fand ich wirklich mega gut. Vielleicht ja auch eine Idee für Euch zum wünschen oder verschenken.

Idee 2: Seifenmühle statt aufgeweichtem Seifenstück. Die Seifenmühle Ocean Mylly löst ein Problem, dass ich mittlerweile seit Jahren habe: Das „matschige Seife auf Reisen“-Problem. Die Mylly hatten wir neulich auf dem Hausboot dabei. Als Handseife kann ich sie sehr empfehlen und sie wird künftig auch im Brandenbulli mitreisen. Tipp: Als Seife kann allerdings nur die zurecht geschnittene Seife von Mylly genutzt werden, die für meine empfindliche Körperhaut nicht geeignet ist, weil sie etwas austrocknet. Daher: Super für Bulli & Hausboot als Handseife, für Körperseife m.E. eher ungeeignet. Ich hoffe, diese Idee entwickelt sich noch weiter.

Ocean Mylly

Bei der Ocean Mylly wird die Seife gemahlen und daher nicht matschig.

Idee 3: Waschbare Küchenlappen aus Stoffresten. Von den des Nähens fähigen Familienmitgliedern habe ich mir mal die wunderbaren Küchenlappen nach der Anleitung von Luzia Pimpinella gewünscht. Ich LIEBE die Dinger. Sie sind jetzt seit mehreren Jahren ständig im Einsatz. Wunderbares Recycling und ersetzt diese schrecklichen Plastik-Wegwerf-Lappen. Der Frotteestoff stammt übrigens vom heißgeliebten alten Bademantel des Mannes.

Waschbare Küchenlappen

Die waschbaren Küchenlappen sind bei uns ständig in Benutzung

Idee 4: Sodastream statt Plastikflaschen. Kennt Ihr alle, findet Ihr eventuell lame, war hier Lifechanging: Einen Sodastream. Der Mann hat sich gesträubt, ich hab irgendwann einfach so ein Ding angeschleppt, obwohl ich selbst nur stilles Leitungswasser trinke. Und endlich, endlich sind diese Plastikflaschen verschwunden.

Idee 5: Eis-DIY-Kit statt Wassereis in Plastik. Der Mann guckte etwas komisch, als ich sowas damals anschleppte, aber bei mir gab’s das schon in meiner Kindheit: diese Plastikdinger zum Wassereis selber machen. Gibt es mittlerweile in vielen Formen und es gibt außerdem grandiose Anleitungen im Netz. Wer will, kann gleich ein Buch mit Rezepten dazu verschenken. Profi-Tipp: Bloß so ein Ding nehmen, wo man ein Eis einzeln entnehmen kann und nicht so ein ganzes Ding mit 6 Eis unters heiße Wasser zum Rauslösen halten muss. Dann muss man nämlich 6 Eis gleichzeitig essen.

Idee 6: Periodenunterwäsche statt Tampons. Naja, zugegeben: Ganz ersetzen sie bei mir Tampons nicht, aber doch schon recht viel. Ich habe mittlerweile welche von Ooia, Kora Mikino und Modibodi und die sind alle sehr gut und echte Alltagshelferlein. Wer eine schwache Periode hat, kann sich Tampons sparen, wer eine starke hat, freut sich über den zusätzlichen Schutz. Gold wert.
Tipp: Nehmt bekannte Marken, nicht diese Billig-Dinger. Einmal drauf reingefallen und das sind üble Plastikunterhosen die garantiert sehr schädlich für die Scheidenflora sind. Bei allen Shops kann man auch Gutscheine erwerben, damit sich die Beschenkte selbst ihre Variante aussuchen kann.

Periodenunterwäsche

Periodenunterwäsche – bitte lacht nicht über das Foto, habt Ihr mal versucht, Slips stylisch zu fotografieren? ;)

Idee 7: Bienenwachstücher statt Plastikfolie. Kaufen lohnt sich hier nicht, eindeutig. Bienenwachstücher haben horrende Preise, finde ich, und die kann man perfekt selber machen und dafür auch noch Stoffreste verwenden. Einfach einen dünnen Stoff nehmen, flüssiges Bio-Bienenwachs vom Imker nebenan (oder Online, bitte in Bio, weil das nachhaltige und pestizidfreie Wirtschaft unterstützt) mit dem Pinsel verteilen, je zwei schichten Backpapier unten drunter und oben drauf und bügeln. Beim ersten Stück ausprobieren, beim Zweiten hat man dann den Dreh schon raus. Bienenwachstücher können außerdem gut in kochendem Wasser ausgewaschen und erneut mit Wachs imprägniert werden. Fleisch, Käse und Fisch sollte man damit allerdings nicht einwickeln, hier entstehen wohl unschöne Bakterien.

Bienenwachstuecher selber machen

Bienenwachstücher kann man sehr leicht selber machen

1×3 Das Wie & Wo des Einkaufens

Im Internet zu bestellen ist häufig nicht klimaschädlicher als in den Laden zu gehen. Es kommt sehr darauf an, um was für ein Produkt es sich handelt, und in der Regel benötigen Läden eben mehr Energie und Ressourcen als der Transport zu Euch nach Hause, zumal letzterer optimiert ist und Ihr ja auch in den Laden fahren müsstet. Aber natürlich sollte man sich überlegen, ob man nicht doch lieber den Einzelhandel unterstützen möchte und von solchen Multis mit schlechten Arbeitsbedingungen wie dem großen A eher Abstand nimmt, obwohl das häufig schwer fällt – ich kenn’s.
Und wir wissen natürlich alle: Kurze Transportwege sind – neben nachhaltigen Materialien – super. Nur leider ist das einfach nicht immer gegeben. Selbst der Speicher für unsere Photovoltaikanlage kommt ja aus China – von den ganzen Modulen einmal abgesehen – eben weil heute vieles aus China kommt. Manches davon wird in größeren Chargen geliefert und landet dann als vermeintliches Einzelstück in regionalen Läden. Die Klimabilanz wird dadurch nicht besser. Ja, es ist leider kompliziert und ich selbst versuche, einfach ein bisschen Bewusstsein an den Tag zu legen. Trotzdem kaufe ich manchmal auf Dinge, weil ich denke, das wird jetzt Person X auf jeden Fall unglaublich gut gefallen (und ist vermutlich leider aus China).

Im Zweifel unterstütze ich natürlich dann auch lieber einen kleinen Laden vor Ort. Bytheway: Braucht Ihr evtl. noch eine Empfehlung, wo Ihr tollen Tee bestellen könnt? Ich finde ja, dass Tee immer ein schönes Gastgeschenk ist. Eine wirklich wunderbare Auswahl gibt es im Online-Shop von Mokkatee, ein winziger, super netter Laden in Köpenick, den ich erst letztens entdeckt habe. Wer besondere, nicht aromatisierte Grüntees mag, wird hier zum Beispiel sehr gut fündig. Alles mit Liebe ausgesucht.

1×4 Fair sein rulez: Sozialer Handel schlägt manchmal Nachhaltigkeit

Wir wissen mittlerweile ebenfalls: Viele Menschen in Ländern, die durch Kolonialismus, Kriege und Klimakrise stark betroffen sind, sind auf Tourismus und das Verkaufen von bestimmten Produkten angewiesen. Daher kann ein Produkt viele Ressourcen benötigen, aber im Produktionsland für mehr Wohlstand sorgen, was wiederum für das Bekämpfen von Klimakrisen wichtig sein kann. Es gibt verschiedene Untersuchungen darüber, dass die Klimakrise am besten durch Demokratien mit wenig Wohlstandsungleichheit bekämpft werden kann. So viel zur Theorie.
In der Praxis heißt das natürlich nicht, dass man sich die Billig-T-Shirts hergestellt in Indien schönreden soll, sondern nachhaltige Materialien und faire Arbeitsbedingungen unterstützen kann. Das wäre zum Beispiel bei fair gehandeltem Kaffee und Tee der Fall (wie wärs hier mit einem hübschen Präsentkorb?), bei Teppichen oder Körben oder auch Mode aus entsprechenden Produktionen.
Das ist zum Beispiel bei Hessnatur der Fall, bei alnatura, Patagonia, Urbanara oder Demeter der Fall. Letzterer ist allerdings ein Beispiel dafür, dass bei esoterischen Weltanschauungen, wie sie manchmal bei Unternehmen im Bio-Bereich vorkommen, häufiger eine Nähe zur Querdenker-Bewegung und rechten Weltanschauungen existieren kann. Bei Demeter ist das wohl umstritten, ich möchte das hier aber auf jeden Fall erwähnt haben, weil es für mich persönlich mindestens so wichtig ist, keine rechten Strömungen zu unterstützen, denn die sind eben das Gegenteil von fair. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem kann ich das kürzlich erschienene Buch von Pia Lamberti und Katharina Nocun empfehlen: Die radikale Gedankenwelt der Esoterik.

Idee 8: Körnerkissen (statt Heizung). Alle sparen ja nun auf Teufel komm raus an Energie und Gas wegen Geld, Russland und Klima. Bei diesem kalten Dezember fällt das gar nicht so leicht, deshalb ist das gute alte Körnerkissen eine gute Idee. Und das gibt es auch fair hergestellt vom tollen Inklusionsbetrieb Herbalind. Sehr zu empfehlen!

Idee 9: Wachmacher-Tee statt Kaffee – Guya! Von Guya habe ich hier schon ein paar Mal berichtet und hoffe aus ganz eigennützigen Gründen, dass sich das endlich mal herumspricht. Der Tee wird nämlich von jemandem, den ich über zwei Ecken kenne, selbst importiert und vor Ort fair gekauft. Er hat eine wunderbar wachmachende Wirkung, aber nicht so unangenehm wie Kaffee oder auch Mate. Er schmeckt Mate-ähnlich, wird jedoch nicht bitter. Ich kann nur Loblieder singen und habe ständig Angst, dass der Betrieb eingestellt wird, denn Guya gibt es in Deutschland wirklich nur bei Guayusa.
Tipp: Newsletter bestellen, da gibt es regelmäßig super Rabatte.

Guya Tee, Guyana

Der leckere sanfte Wachmacher. War mein Elixier während meiner letzten Buchschreibphase.

1×5 Gebrauchtes tut gut

Whaaat? Ja. Ich habe das ja oben schon erwähnt und finde, man selbst kann damit einem guten Beispiel voran gehen. Ich gewöhne derzeit meine Familie nach und nach daran, dass auch Gebrauchtes verschenkt werden kann, was zudem den Geldbeutel entlastet. Der Mann hat von mir zum Geburtstag ein paar gebrauchte Pullis geschenkt bekommen, weil er so ’ne Frostbeule ist und wir die Heizung nun auch runterdrehen. Gleichzeitig bedeutet Gebrauchtes zu verschenken auch häufig, Höherwertiges verschenken zu können.

Idee 10: Momox Fashion. Für gebrauchte Kleidung ist Momox Fashion mein Favorit. Als ich im Sommer für den Mann und mich dicke Pullis kaufte (antizyklisch Einkaufen hilft beim günstigen Einkauf!), habe ich einen tollen Schurwollpulli von Calvin Klein für 10 Euro ergattert.

Pullover

Eine Auswahl der tollen Wollpullover, die ich bei Momox Fashion ergattert habe

Mein großes Vorbild ist hier übrigens die liebe Julia von Funkelfaden, die quasi ihr komplettes Brandenburger Häuschen mit allen Utensilien gebraucht ausgestattet hat. Folgt Ihr mal auf Instagram, neben viel Nähcontent gibt es hier immer wieder tolle Inspirationen.

Als kleiner Tipp: Gebrauchte Bücher online lieber frühzeitig kaufen, um den Zustand zu sichten und ggf. doch noch eine Alternative zu finden. Wenn ich Bücher verschenke, dürfen sie zwar gebraucht, aber nicht abgenudelt sein. Momox verkauft gebrauchte Bücher (über Amazon oder Medimops) leider als „sehr gut“, auch wenn zig reingekritzelte Anmerkungen drin sind. Sowas mag man dann vielleicht doch nicht verschenken.

Idee 11: Die NochMall in Berlin. Wer sie noch nicht kennt: Die NochMall ist ein Kaufhaus für Gebrauchtes von der BSR und außerdem Eventspace für diverse Workshop rund ums Thema Recycling und Abfallvermeidung – ein mega tolles Projekt, in das ich selbst unbedingt noch mehr reinschnuppern muss. Vielleicht gibt es sowas ja auch in Eurer Stadt.

1×6 Dinge, die den Horizont erweitern

Gut, ob das so jedermenschens Sache ist, ist fraglich. Gerade wer älter ist, möchte meist weniger Krempel bekommen und vielleicht eher den eigenen Horizont erweitern – mir geht es jedenfalls so. Und auch manche Kinder bekommen lieber „Wissen“ geschenkt als etwas anderes. Letztendlich ist ja klar: Das mit der Demokratie in einer +2 Grad Welt bekommen wir nur hin, wenn wir uns und unsere Kinder bilden in jederlei Hinsicht. Deshalb ist „Wissen“ zu verschenken meiner Ansicht nach immer eine tolle Idee, allerdings ist das gar nicht so leicht, weil man dafür das Gegenüber wohl schon sehr gut kennen muss. Meine spontanen Favoriten und Ideen:

Idee 12: Ein Zeitungs-Abo. Ich persönlich lese sehr gerne die Süddeutsche Zeitung und habe derzeit auch noch ein Abo für Die Zeit, liebäugel seit dem Relaunch aber auch wieder mit dem Tagesspiegel. Viele Menschen leisten sich höchstens ein Zeitungs-Abo, dabei ist die Abwechslung immer gut und es ist ohnehin eine gute Idee, Zeitungen zu unterstützen.

Idee 13: Ein Magazin-Abo. Wer nicht ganz so auf Zeitungen steht oder etwas leichtere Kost verschenken will, hat bei Magazinen die Qual der Wahl. Ich persönlich freue mich ja immer, wenn meine Flow im Briefkasten ist, die Zeitschrift mit wunderbarer Haptik, tollen Bildern und Zeichnungen und Texten, die sich meist um Persönlichkeitsentwicklung drehen. Ich nutze sie außerdem häufiger zum Basteln, weil sie so schöne Illustrationen hat.
Jeder Frau* Ü30 kann ich außerdem das Ohhhmhhh-Online-Abo von der lieben Stefanie Luxat sehr sehr ans Herz legen. Die 6,99 Euro pro Monat sind gut investiert, die Themen divers, auch wenn hier definitiv häufig die obere Mittelschicht angesprochen wird. Es geht aber auch um Grundsätzliches zu Finanzanlagen, Gesundheit, Gratis-Yogaklassen und Sporteinheiten, Einrichtungsideen, DIY etcpp. Ein Abo, auf das ich nicht mehr verzichten möchte, denn Stefanie hat mit ihrem Team die Gabe, jeden Monat mindestens einmal gute Laune zu machen.
Für Kinder gibt es ebenfalls tolle Zeitschriften, die Wissen rund um den Planeten spielerisch vermitteln. Das Jugendmagazin „Fluter“ gibt es bei der Bundeszentrale für politische Bildung gratis.

Idee 14: Bücher schenken. Das geht natürlich immer, ob zur Weiterbildung oder Inspiration. Und manchmal geht das sogar ganz günstig, denn die eben schon erwähnte Bundeszentrale für politische Bildung gibt Bücher und Materialien, die sie für wichtig erachtet, für den Selbstkostenpreis oder ganz gratis heraus. So konnte man z.B. eine Weile das wunderbare Buch Unsere Welt neu denken von Maja Göpel dort bekommen. Eine große politische Weltkarte gibt es dort ebenfalls für gerade 1,50 Euro.
Außerdem kann ich empfehlen:

  • Women on Fire – Das Buch zu den Wechseljahren, das meiner Ansicht nach jede Frau gelesen haben sollte. Es ist einfach unglaublich, was wir Frauen über unsere Körper alles NICHT wissen.
  • Für Filmfans: Szene für Szene die Welt entdecken – Vermutlich und hoffentlich kennt Ihr alle den tollen Instagram-Account Filmtourismus von Andrea, den mittlerweile sogar die Stars kennen. Sie hat nun endlich ein Buch herausgebracht (was wegen Urheberrechten gar nicht so einfach war) und ich kann es dringend empfehlen. Für die nächste Reiseplanung oder einfach auch nur für Film-Fans, um darin zu schmökern und die ein oder andere Geschichte über bekannte Filme zu erfahren.
Bücher

Meine Favoritenbücher für dieses Jahr zum Verschenken.

Und da wir schon bei Büchern sind, darf ich natürlich nicht vergessen, wenigstens eines meiner eigenen Bücher zu erwähnen, die den Horizont vor der Haustür erweitern. In den 52 Eskapaden in und um Berlin geht es um kurze Touren und Wochenendausflüge, die auf diverse Weise Berlin und Brandenburg entdecken lassen. Ich bin immer noch total glücklich, wieviel fantastisches Feedback ich für dieses Buch bekommen habe.

Buch 52 Eskapaden Berlin, Dumont Reiseverlag

Idee 15: Einen Weiterbildungs-Workshop. Hat sich der/die Beschenkte eventuell schon länger gewünscht, in der ein oder anderen Sache besser zu werden? Oder wollte schon immer mal… ? So viel Tolles gibt es da draußen, vom Töpfer- und Nähkurs bis zum persönlichen Coaching oder Reparierworkshop. Einfach mal Googeln mit dem Zusatz „Workshop“ und Deiner Stadt.

Idee 16: Schöne Texte. Ich finde die Idee total schön, einer Freundin oder einem Freund für das kommende Jahr 12 Lieblingstexte zu schenken, für jeden Monat einen. Texte, über die man gestolpert ist und die einen zum Nachdenken angeregt haben. Texte, über die man tiefe Gespräche führen kann. Und vielleicht gleich noch eine Verabredung, um über die Texte zu schwatzen und am besten auch noch einen Tee dazu, der einen so lange wachhält, so lange man sich noch etwas zu sagen hat.
Tipp: Diesen Text hier fand ich zum Beispiel sehr schön: Wie ich mein Leben verpasse (und nein, ich finde den gar nicht so negativ und verpasse gar nicht mein Leben, aber es sind interessante Überlegungen drin).

1×7 Dinge, die Gutes tun

Natürlich gibt es auch manche Dinge, die keine anderen ersetzen und vielleicht nicht einmal nachhaltig hergestellt sind, die aber dennoch sehr sinnvoll sein können, um Dinge zu retten, zu recyceln, nachhaltig zu wirtschaften oder auch ganz einfach nur pure Freude zu verschenken. Denn auch darauf kommt’s ja an.

Idee 17: Die Wunderbürste. Als ich geinfluenced wurde, mir die Wunderbürste zu kaufen, ahnte ich nicht, wie toll dieses Ding ist. Die Borsten sind eindeutig Plastik und ich habe keine Ahnung, wie und wo sie hergestellt wird. Aber ich kann Euch sagen, dass ich dadurch schon mehrere Klamotten gerettet habe. Der erwähnte Schurwollpullover von Momox war nämlich komplett unansehnlich verfusselt. Auch einige meiner Pullover und mein seit Jahren geliebter Wollmantel waren wirklich nicht mehr ansehnlich – das hat leider echte Wolle so an sich, irgendwann unschöne Knötchen zu bilden. Mit dieser Wunderbürste bekommt man das alles erstaunlich gut weg. Kann man sehr gut mit einem gebrauchten Pulli oder Mantel zusammen schenken.

Wunderbürste

Die Wunderbürste tat mir schon einige gute Dienste, rettet aber insbesondere ältere Wollklamotten.

Idee 18: Bokashi für tolle Erde im Garten und auf dem Balkon. Über Bokashi wollte ich längst mal für Euch einen Blogartikel schreiben. In Kürze: Bokashi kommt aus dem Japanischen und heißt grob so etwas wie „umwandeln“. Es meint dabei die Fermentierung von Küchenabfällen mit Hilfe so genannter effektiven Mikroorganismen, kurz EM. Mit diesem Ferment wird dann mit Hilfe von etwas Erde als Starter selbst Erde gewonnen, und das in kürzester Zeit.
Gibt man außerdem Pflanzenasche dazu, bekommt man die berühmte Terra Preta, eine extrem wertvolle und fruchtbare Erde. Zusätzlich kann man den mit dem Bokashi-Eimer gewonnen Saft als Dünger nutzen und die Effektiven Mikroorganismen vielseitig einsetzen, zum Beispiel zum Putzen. Wer mehr darüber erfahren will, kann sich zur Einführung dieses Video anschauen oder diesen Blogartikel lesen.

Bokashi-Zutaten

Dieses Set inklusive EMs und einem Beutel Pflanzenasche gibt es als Einführungs-Set günstiger.

Ich mache Bokashi nun seit drei Jahren und bin wirklich absolut begeistert. Meine Zutaten kaufe ich online bei EM-Chiemgau, die sich viel mit dem Thema beschäftigt haben, sehr gute Produkte anbieten und von der Preisleistung für mich am besten abschneiden.
Mit dem Gutscheincode em-blickgewinkelt könnt Ihr ein paar Prozente sparen (das ist je nach Produkt unterschiedlich). Ich empfehle sehr das praktische Starter-Kit, in dem Ihr alles dabei habt und noch eine Gratisbroschüre dazu bestellen könnt.
Fragen sehr gerne in die Kommentare, die nehme ich dann im Blogartikel auf.

Idee 19: Ein Balkonkraftwerk. Wenn es teurer sein darf, verweise ich mal flugs auf den Artikel des Mannes über unser Balkonkraftwerk. Der Mann und ich schenken uns gerne auch mal nix und dann wieder was Großes für uns beide. Derzeit sind die Balkonkraftwerke wieder zu bekommen und die Preise leicht gefallen. Ihr könnt so Eure Strom-Grundlast verringern, je nach Preis sollte sich das nach wenigen Jahren amortisiert haben. Wir findens toll, haben aber inzwischen, wie vermutlich einige wissen, eine große Anlage auf dem Dach.

Balkonkraftwerk Eigenmontage

Balkonkraftwerk – Wie funktioniert das eigentlich?

Idee 20: Schöne Adventskalender. Es gibt auch bei fertigen Adventskalendern einige, die nicht nur Schrott-Kosmetik oder Billigschoko beinhalten, sondern so tolle Kalender wie den von Saat & Gut mit Bio-Gemüsesamen alter Sorten oder Bio-Pflanzensamen. Damit unterstützt man nicht nur den Bio-Anbau, sondern pestizidfreien Anbau und Vielfalt im Garten. Und vielleicht habt Ihr schon von dem Adventskalender 24 gute Taten gehört, auch eine sehr tolle Idee.

Idee 21: Brettspiele. Brettspiele schenken Freude, Freunde und Zeit, oder? Ich selbst bin riesengroßer Brettspiel-Fan, komme aber viel zu selten dazu. Das unten abgebildete DEUS ist mein Lieblingsspiel und kann ich jedem empfehlen, der ein alter Siedler-Fan ist, es ist allerdings etwas komplexer. Port Royal ist was für „Wir haben ein Dreiviertelstündchen Zeit für ein leichtes Spiel“, Munchkin ist schlicht zum totlachen und was für Leute, die gerne Anleitungen lesen. Thurn & Taxis bekommt man immer noch gut gebraucht, man baut hier eine Postkutschenstrecke auf und sammelt Punkte. Leicht verständlich und trotzdem nie langweilig, sehr gut für Spiele-Anfänger. Bei Dominion muss man sein Kartendeck geschickt zusammenstellen, um damit Geld und Punkte einzuheimsen. Es gibt zig Erweiterungen.
Wer sich über tolle und aktuellere Spiele informieren möchte, ist übrigens beim Brettspiel-Pott genau richtig.

Brettspiele

Eine Auswahl meiner persönlichen Brettspiele-Favoriten

1×8 Zeit statt Kram

Natürlich werden auch bei Zeit-Geschenken meist Ressourcen verbraucht, aber ich bin natürlich die Letzte, die hier 100% Korrektheit an den Tag legt. Ganz im Gegenteil: Da wir im Luxus leben und die Möglichkeit haben, dass uns Leben Spaß macht, sollte es das auch, denn sonst werden wir die Gesellschaftswende hin zur Klima- und Umweltfreundlichkeit nie erleben. Also bitte auch mal Fünfe gerade sein lassen. Wer Spaziergänge, einen Flohmarkt- oder Adventsmarktbesuch, einen Spieleabend, Weinabend oder Konzertkarten verschenkt, ist beim Thema Umweltfreundlichkeit natürlich immer noch weit vorne, selbst wenn die Beschenkten mit dem Auto anreisen.

1×9 Auf schöne Reisen gehen

Es haben ja schon so viele darüber geschrieben: Dass man beim Reisen das Ähnliche 1×1 beachtet, ist Euch sicher allen klar. Je weniger weit weg, umso besser (in der Regel). Keine Hotelketten, sondern eher kleine B&Bs, die in der Regel weniger Ressourcen verbrauchen und zudem noch die einheimische Bevölkerung unterstützen statt Großunternehmer:innen. Und natürlich auf die Anreise achten, vielleicht kann man da noch etwas am CO2-Budget sparen. Aber auch hier gilt: Bitte verurteilt niemanden, der/die sich Reisen gönnen. Meist weiß man selbst wenig über die anderen, kennt keine Hintergründe und dass die Menschheit irgendwann nicht mehr fliegen wird oder keine Kreuzfahrten unternehmen ist einfach utopisch. Es geht darum, es besser zu machen und sich einzuschränken. Es geht nicht darum, uns zu geißeln, während das meiste CO2 auf das Konto von Superreichen geht.
Wir haben uns zum Beispiel schon gegenseitig einen Hausboot-Urlaub geschenkt oder ein Wochenende auf Rügen. Übrigens ist gerade frisch ein toller Artikel bei On Tour With Dogs erschienen: Sina hat andere Blogger:innen nach schönen Winter-Urlauben in Deutschland befragt, da findet Ihr bestimmt die ein oder andere Inspiration.

Hausboot im Sonnenaufgang

Hausboot fahren – für mich der schönste Urlaub überhaupt.

Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben will, kann ja auch einfach auf einen Nachmittag in die Therme einladen oder ins schönste Café in Brandenburg. Welches das ist, verrate ich übrigens in meinem nächsten Buch Lieblingsplätze rund um Berlin.

1×10 Sich gegen groben Mist wehren

Und bei bestimmten Dingen können wir uns überlegen, Botschafter:in zu werden: Da gibt es ja heute viele Dinge, die so richtig besch$%!“§$% laufen und ich komme mir immer mehr wie im Film „Don’t look up“ vor, denn die Menschheit fährt diesen tollen Planeten gegen die Wand und macht einfach weiter wie bisher. Geht Euch das auch so? Es gibt jedenfalls komplett unsinnige Müll-Geschenke und ich finde es auch richtig, das dann anzusprechen, optimalerweise gleich beim Hersteller laut werden oder es öffentlich machen.
In diesem Video sprechen die sympathischen Leute vom Miniaturwunderland zum Beispiel die Wegwerf-E-Zigaretten an. In denen befinden sich nicht nur Batterien, sondern sogar wiederverwertbare Akkus. Das ganze landet dann in der Regel einfach im Müll. Der totale Wahnsinn, oder?

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Ich hoffe, es ist deutlich geworden, dass ich finde, dass man auch mal Fünfe gerade sein lässt. Es gibt jedoch für Vieles eine bessere Lösung und ich selbst lerne immer noch ständig und gerne dazu.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen inspirieren. Habt eine wunderbare Weihnachtszeit und genießt Eure Geschenke und insbesondere die damit verbundene liebevolle Wertschätzung. Falls Ihr Ergänzungen und weitere Ideen habt, freue ich mich sehr über Kommentare.

/inka